Witwenrente – Ist es wirklich ausreichend?

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Senior mit Sparschwein
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Alle diejenigen, die eine gesetzliche Rente beziehen, sichern auch ihren Ehepartner durch die in den Rentenversicherungsbeiträgen zuschlagfrei enthaltene Witwenrente zusätzlich ab. Verstirbt einer der Ehepartner, der schon eine Rente bezieht, dann beträgt die HInterbiebenenrente meist 55 bzw. 60 Prozent der bisherigen Altersrente. Dann kann eine erhebliche Einnahmelücke entstehen, da die Lebenshaltungskosten für Wohnung, Auto nicht sinken. Mit nur wenigen Schritten können Sie selbst in wenigen Minuten feststellen, ob die dann gezahlte Hinterbliebenenrente wirklich ausreichen wird.

Die regelmäßige Renteninformation ist Ausgangspunkt der Berechnung

Bei der Berechnung der gesetzlichen Rentenversicherung und des Finanzbedarfs gibt es einen interessanten Begriff, den Sie für die eigenen Überlegungen heranziehen können: Es handelt sich um den Begriff der sogenannten „Rentenlücke“. Dies ist der Unterschied zwischen Ihrem derzeitigen Netto-Gehalt und der zu erwartenden Rentenhöhe. In der regelmäßigen Renteninformation finden Sie gleich rechts oben in einem Kasten die Information, wie hoch denn die Rente ausfallen würde wenn die Einzahlungen in den nächsten fünf Jahren gleich hoch bleiben würden und wie viel Rente später zu erwarten ist. Nehmen Sie diesen Wert und multiplizieren ihn mit 0,55 und Sie wissen, wie hoch die Rente nach dem zu frühen Todesfall eines der Ehepartner wäre. Dieser Wert ist ähnlich eines Brutto-Einkommens zu sehen. Daraus schätzen Sie den Netto-Wert pro Monat und können sich in einem nächsten Schritt die Frage beantworten: Ist diese Versorgung wirklich ausreichend?

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Die Zeit der Selbstbestimmung und der Hobbies finanziell untermauern

Der monatliche Finanzbedarf während der Rentenzeit wird sich gegenüber der Berufstätigkeit erheblich verändern und sollte auch noch abgedeckt sein, wenn ein Ehepartner viel zu früh verstirbt. Der Haushalt spart sich seit der Verrentung zwar die Kosten für die Fahrt zur Arbeitsstelle, allerdings steht viel mehr Zeit für Hobbies, das „Welt entdecken“ und auch für Reisen zur Verfügung. Daraus ergibt sich die Anforderung, dass der Abstand zwischen dem bisherigen Netto und der normalen Altersrente oder Witwenrente durch eine zusätzliche private Altersvorsorge geschlossen werden sollte. Da beim Ansparen allerdings auch der Zins- und Zinseszinseffekt genutzt werden sollte, sollten Sie die Frage „Reicht die Rente aus?“ schon möglichst frühzeitig klären.

Empfehlung: Nachdenken über ein Ansparprodukt ohne zusätzliche Versicherungskomponente

Allen Haushalten, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, steht die Witwenrente als erstes Sicherungselement zur Verfügung. Deshalb kann das Nachdenken über eine zusätzliche Altersvorsorge – anders als bei Selbständigkeit – auf einem monatlichen Grundbetrag als solider Finanzierung aufbauen. Damit kommt eine zusätzliche private, staatlich geförderte Altersvorsorge in Frage, die als Riester-Sparprodukt gestaltet ist und möglichst wenig weitere Versicherungskomponenten enthält.

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Die staatlichen Zuschüsse sorgen dafür, dass das Sparguthaben schneller steigt und während der Rentenphase mehr Geld zur Verfügung steht. Dieses kann dann schon zum Rentenbeginn als eine Art Auszahlplan ausgezahlt werden, so dass Beide etwas von diesem zusätzlichen Vermögen haben.

Das Beste aus beiden Welten kombinieren

Im internationalen Vergleich wird das deutsche Rentensystem mit seiner grundlegenden Sicherung durch die gesetzliche Rentenversicherung und eine freiwillige Zusatzversicherung eingehend gelobt. Im Rahmen der auch als Generationenvertrag bezeichneten gesetzlichen Rente erwerben die Rentner Ansprüche an den zukünftigen Renteneinzahlungen der dann arbeitenden Generation. Damit zahlt immer die gerade arbeitende Generation für die dann sich in Rente befindliche Generation. Wer eine gute Hinterbliebenenrente haben möchte, der sollte deshalb die beiden Welten der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Zusatzvorsorge miteinander kombinieren. Dann verbinden sich Rendite, Risikostreuung und Sicherheit und sorgen für Wohlstand in der Rentenphase.

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Bildquelle: ©iStock.com/triocean

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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