Wie soll das Haustier heißen?

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Hasso, Tiffy oder Fred? Django, Moritz oder Rex? Wenn erst einmal die Entscheidung für ein Haustier gefallen ist, kommt gleich schon das nächste Problem: Wie soll denn die süße Mieze, der tollpatschige Welpe oder der pummelige Hamster heißen?

Wer darf bestimmen?

Einzelkinder haben hier das große Los gezogen. Sie können auf die klugen Ratschläge der Eltern hören oder völlig frei entscheiden, wie das Tierchen denn heißen soll.
Sind allerdings zwei oder mehr Kinder im Haushalt, gestaltet sich die Namensfindung mitunter problematisch. Damit es nicht zu lautstarken Streits zwischen der 4-jährigen Tochter und dem 6-jährigen Sohn kommt, ob die Katze jetzt „Bibiundtina“ oder „Spidey“ heißen soll, müssen Eltern vorbereitet sein. Dazu gehört zum einen eine Konflikt-Vermeidungsstrategie, zum anderen eine möglichst breit gefächerte Liste mit möglichen Namen.

Wie es gar nicht erst zum Streit kommt

Der erste Tipp erklärt sich von selbst: Besprechen Sie im voraus mit den Kindern mögliche Namen für das neue Haustier. Dies sollte in separaten Gesprächen stattfinden, damit Sie im Idealfall schon hier ein wenig steuern können. Wer weiß: Vielleicht hören Sie aus beiden Kindermündern ja hier schon gleiche oder ähnliche Namen. Und wenn nicht, dann gilt: Machen Sie eigene Vorschläge, von denen Sie annehmen, dass sie beiden Kindern zu vermitteln wären.

Nun hat man es als Vater oder Mutter aber manchmal auch mit kleinen Sturköpfen zu tun. Kompromisslos wird hier auf dem jeweils favorisierten und diametral zueinander stehenden Lieblingsnamen beharrt. Spätetens jetzt sollten Sie Ihre Trumpfkarte ziehen: die Liste mit möglichen Namen, die zur Lösung der Meinungsverschiedenheit führt. Als Liste können ein wenig faulere Eltern gerne auch ein herkömmliches Namenswörterbuch nutzen, das man sich heutzutage sowieso meist vor der Geburt der Kinder angeschafft hat. Andere googlen sich die beliebtesten Hunde oder Katzennamen zusammen. Wichtig dabei: Laut Experten sollten Hundenamen möglichst zweisilbig sein und auf einen Vokal enden. Katzennamen sollten am besten den Vokal „i“ enthalten. Beides dient dazu, dass das Haustier die Kleinen und Sie selbst besser hört.

Drei Taktiken zur Namensfindung bei Haustieren

Kreativere Köpfe setzen sich hin und erstellen eine Liste. Und um diese zu erstellen, haben wir hier drei Tipps zur Namensfindung:

  1. Orientieren Sie sich an berühmten Tieren aus bekannten Filmen. Da kann der Stubentiger nach dem kleinen König der Löwen ruhig „Simba“ heißen, die neuen Springmäuse nach der bekanntesten Maus der Welt Micky bzw. Mickey oder der Beagle Snoopy, Pluto oder Goofy.
  2. Hatten Sie selbst z. B. eine Katze namens Maxi in der Kindheit? Perfekt: Dann können Sie ihren Kindern auch diesen Namen gut vermitteln. Das, was Mama oder Papa gut fanden oder in der eigenen Kindheit hatten, ist bei 4- bis 10-Jährigen ein geschätztes Qualitätsmerkmal.
  3. Erfinden Sie einen Namen, vielleicht sogar zusammen mit den Kleinen. Hierbei gilt: Es sollten, wie generell bei Haustiernamen, viele Vokale enthalten sein und wenige Silben, am besten nur zwei. Idealerweise endet der Name auf einem Vokal, was beim Rufen des Tieres einige Vorteile hat. Ein weiterer Vorteil hierbei: Ihre Kinder sind dann stolze Besitzer eines Tieres, dessen Name ebenfalls einzigartig ist. Und wenn Sie bei der Namens(er)findung mitgemacht haben, zudem auch noch Namens-Erfinder! Vielleicht darf eines der Kinder die erste Silbe bestimmen und das andere die zweite. Namensfindung ist Teamarbeit 🙂

Video: Meine Top 10 Disneyfilme

Wenn alle Stricke reißen

Sie haben alles ausprobiert, aber es ist zu keiner Lösung gekommen. Dann hilft nur das Losverfahren – oder aber Mama und Papa entscheiden final. Letztere Lösung ist durchaus verständlich, aber schon ein wenig diktatorisch. Bestimmen Sie lieber wirklich wichtige Dinge und lassen Sie Ihre Kinder bei kleineren Entscheidungen die Wahl. Beim Losverfahren notieren Sie die beiden Lieblingsnamen Ihrer Kinder auf zwei Zettel, legen diese in eine Schale oder einen Hut und ziehen als neutraler Beobachter den finalen Namen. Und wenn der Verlierer oder die Verliererin jetzt nicht mit dem Ergebnis zufrieden ist, dann muss er oder sie da durch. Schließlich müssen Kinder auch lernen, wie sie mit „Niederlagen“ umgehen können … und einen Kater namens Bibi, Tina, Elsa oder gar „Prinzessin Emmy“ für seine Persönlichkeit schätzen. Denken Sie nur an Johnny Cashs Song „A boy named Sue“.

Titelbild: ©istock-gurinaleksandr

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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