Wann lächelt ein Baby bewusst? Die Mimik von Neugeborenen

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Auf kaum etwas warten Eltern so gespannt wie auf Babys erstes Lachen. Dieser zauberhafte Moment entschädigt für viele durchwachte Nächte. Doch wann lächelt ein Baby bewusst das erste Mal?

Babys trainieren ihre Mimik schon im Mutterleib

Eltern müssen gar nicht so lange warten. Oft zeigt sich schon während des Schlafes ein sanftes Ziehen der Mundwinkel nach oben auf dem Gesicht des Neugeborenen. „Engelslächeln“ oder Vorlächeln nennen Fachleute diesen Reflex. Doch auch wenn ein Baby zu diesem Zeitpunkt noch nicht lächelt, sind die Eltern glücklich, da das Kind alles hat, was es zu brauchen scheint.
Die Mimik, die es für das Lächeln braucht, erwirbt der Nachwuchs Schritt für Schritt jedoch schon vor der Geburt. Wie eine Studie der britischen Universität Durham gezeigt hat, fangen Babys schon im zweiten Trimester an, ihre Gesichtsausdrücke zu trainieren. Das müssen sie auch, denn Lachen ist ein ziemlich komplizierter Vorgang, zu dem es rund 300 verschiedene Muskeln braucht und die Aktivierung von Glückshormonen wie Serotonin. Die Spezies Mensch ist übrigens die einzige Lebensform, die zum Lächeln in der Lage ist.

Video: Wann lacht mein Baby zum ersten mal?

Säuglinge bekunden früh ihre Sympathien

Wann lächelt ein Baby bewusst, auf die Beantwortung dieser Frage müssen Eltern nicht lange warten. Babylächeln lässt sich in drei Stufen einteilen:

  • Das Engelslächeln zeigt sich immer wieder einmal flüchtig während der ersten Lebenswochen, aber Babys sind noch nicht in der Lage, es bewusst zu steuern.
  • Um die fünfte Woche herum zeigen Säuglinge das so genannte allgemeine Lächeln. Vor allem, um Mama und Papa zu begrüßen. Doch auch Oma oder jeder andere, der dem Baby sympathisch erscheint, kann mit diesem Begrüßungslächeln beschenkt werden.
  • Denn um den zweiten Lebensmonat herum nimmt der Säugling seine Umgebung immer bewusster wahr und ist überdies auch in der Lage zu zeigen, was oder wer gemocht wird. Auslöser für Babys Lachen sind aber in der Regel noch ein vertrautes Gesicht oder Stimmen. Ein Baby lächelt allerdings noch nicht bewusst während dieser Phase, weshalb das Lächeln auch als unspezifisch bezeichnet wird.

Wann lächelt ein Baby bewusst?

Im dritten Monat von Babys Entwicklung, wird der Humor entdeckt. Die Sehfähigkeit ist zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut ausgeprägt und der Säugling beobachtet seine Familie genau. Findet das Kind etwas komisch, ist ein fröhliches Glucksen zu hören. Auf das voll ausgeprägte, bewusste Lächeln dürfen sich Eltern zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat freuen. Es ist diese Art Babylachen, das einen ganz besonderen Ausdruck hat und die Herzen von Mama und Papa im Sturm erobert. Doch Babys sind damit nicht großzügig. Dieses Lächeln bleibt nur den engsten Bezugspersonen wie Eltern und Geschwistern vorbehalten.

Das Kind demonstriert damit seine Zugehörigkeit zu seiner Familie. Es kann durchaus passieren, dass Bekannte, die einige Wochen zuvor noch mit einem Begrüßungslächeln bedacht wurden, auf einmal wütendes Protestgeschrei ernten. Wann lächelt ein Baby bewusst, ist zu diesem Zeitpunkt klar zu beantworten, weil damit die Umgebung gefiltert wird.

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Lächeln kann man nicht lernen

Das Lächeln muss man einem Säugling nicht beibringen. Es lächelt jedes Baby bewusst, weil diese Fähigkeit angeboren wurde. Mama und Papa können die Kleinen jedoch unterstützen, indem sie ihnen viel Zuwendung geben und an einer intensiven Beziehung zum Kind arbeiten. Auch Kitzeln animiert Babys zum Lachen. Das Lächeln als Lohn ist dann gleichzeitig die Aufforderung an die Eltern, noch etwas länger in der Nähe des Kindes zu bleiben. Denn wer könnte einem Babylächeln schon widerstehen?

 

Titelbild: ©istock – Lacheev

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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