Vorsorge: Invaliditätsrisiken bei Kindern

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Jeder der ein Kind hat kennt die Ängste, die frisch gebackene Eltern, ab dem Tag der Geburt ihres Nachwuchses ausstehen. Denn niemand ist in der Lage, sein Kind vor allen nur erdenklichen Widrigkeiten des Lebens zu schützen. Doch es gibt verschiedene Vorsorgemaßnahmen, die werdende Eltern in Bezug auf eine etwaige Invalidität des Kindes treffen können.

Hohe Kosten durch Invalidität von Kindern

Sollte ein Kind entgegen aller Vorsichtsmaßnahmen einmal so schwer erkranken oder verunfallen, dass es lebenslange Betreuung braucht, dann wird das Leben der ganzen Familie auf den Kopf gestellt. Denn die Zeit und die Kosten, die Eltern für die Behandlung und Betreuung ihrer Sprösslinge aufbringen müssen, sind enorm.

In diesem Fall gibt es einige öffentliche Hilfen, die betroffene Eltern in Anspruch nehmen können. Dazu zählen unter anderem die finanzielle Unterstützung der Pflegeversicherung oder die Erstattung einiger Leistungen durch die Krankenkassen. Diese öffentliche Unterstützung deckt aber nur einen kleinen Teil der Kosten ab, die durch eine Invalidität eines Kindes entstehen können.

Video: Absicherung und Vorsorge von Kindern

Kinder Unfallversicherung als vorbeugende Maßmnahme

Wird ein Kind in Folge eines Unfalls invalide, sorgt die Kinder Unfallversicherung für einen finanziellen Ausgleich. Der Abschluss solch einer Versicherung kann sinnvoll sein, da die gesetzliche Unfallversicherung erst in dem Fall eingreift, wenn die Kinder auf dem Schulweg oder auf dem Weg zum oder vom Kindergarten verunfallen. Abgeschlossen werden kann diese Versicherung ab dem Tag der Geburt.

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Unfälle passieren nicht nur auf der Straße

Da Unfälle nicht unbedingt nur im Straßenverkehr, sondern auch in den eigenen vier Wänden passieren können, ist dieser frühe Abschluss auch durchaus sinnvoll. Allerdings sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes Unfälle in nur einem Prozent der Fälle die Ursache dafür, dass Kinder invalide werden.

Kinder Invaliditätsversicherung sorgt für Abhilfe

Eine Invaliditätsversicherung sorgt für den Fall einer Behinderung bei Kindern vor, dass ein Kind durch eine Krankheit schwerbehindert wird. Durch das Geld aus der Versicherung können dringend benötigte Umbaumaßnahmen vorgenommen oder spezielle Therapien finanziert werden. Die Versicherungen sind unterschiedlich ausgestaltet und bestehen zumeist aus Renten und Einmalzahlungen. Die Renten werden dabei mitunter bis ins hohe Alter bzw. bis zum Tod des Versicherungsnehmers gezahlt.

Damit der Versicherungsfall eintreten kann, muss das Versorgungsamt eine Schwerbehinderung des Kindes bescheinigen. Leidet das Kind unter einer Behinderung von mindestens 50 Grad, greift die Versicherung ein. Die Verträge für eine Kinderinvalidität Versicherung werden zumeist ab einem Kindesalter von einem Jahr angeboten. Manche Anbieter versichern die Kleinen sogar schon ab einem Alter von nur sechs Wochen.

Absicherung aus mehreren Komponenten

Um Kinder möglichst vollständig für den Fall einer Invalidität abzusichern, bietet sich eine Kombination aus mehreren Vorsorgemaßnahmen an. Damit Eltern sich nicht über – oder unterversichern, sollten sie sich vor Vertragsabschluss gut über die möglichen Versicherungsarten informieren. Allein auf öffentliche Leistungen sollten sich Eltern allerdings nicht verlassen, da diese nicht ausreichen, um das kranke Kind bestmöglich zu versorgen.
Es bieten sich an:

  • eine private Kinderunfallversicherung
  • eine Kinderinvaliditätsversicherung
  • private Haftpflichtversicherung

Zusätzlich können in Einzelfällen öffentliche Hilfen in Anspruch genommen werden.
Dazu gehören:

  • Leistungen der öffentlichen Unfallversicherung (Schulweg, Weg zum Kindergarten)
  • Leistungen der Pflegeversicherungen oder der Krankenversicherungen

Titelbild: © istock.com – Martinbowra

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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