Und plötzlich wird ein Angehöriger zum Pflegefall

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Pflege-Fall
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Sehr schnell und in vielen Fällen sogar völlig unverhofft und unvorbereitet, kann ein Angehöriger zum Pflegefall werden. Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren. Ein Autounfall, ein Arbeitsunfall oder durch einen simplen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Zum Pflegefall werden kann jederzeit und zu jedem Zeitpunkt geschehen. Dabei spielt das Alter der betreffenden Person überhaupt keine Rolle. Pflegefälle bedürfen intensivster Pflege und wer hierfür nicht vorsorgt, steht am Ende nicht nur mit einer hohen Verschuldung da, sondern auch mit einer mäßigen bis schlechten Pflege.

Das Altern birgt Tücken

Kaum ist das Rentenalter erreicht, da zeichnen sich schon die ersten Beschwerden ab. Und sehr schnell kann aus einem recht agilen und mobilen Menschen ein Pflegefall werden. Dazu reicht schon eine Einschränkung des Bewegungsapparates durch einen Schlaganfall. Der Mobilitätsverlust zwingt den Betreffenden dazu, dass er sich auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Ein Schlaganfall kündigt sich nicht an, sondern kann jederzeit zuschlagen. Für Angehörige ist diese Tatsache eine heikle Situation. Die Person braucht Hilfe und muss von heute auf morgen gepflegt werden.Nur die Wenigsten haben sich mit diesem Thema im Vorfeld auseinandergesetzt und nun beginnt eine Odyssee der Behördengänge. Welcher Pflegedienst ist zuständig, welcher ist der Richtige? Welche Pflegestufe bekommt der Angehörige und wer vergibt überhaupt die Einstufung? Fragen über Fragen, die zunächst keine Beantwortung finden. Hinzu kommt ein Kostenaufwand, der je nach Einstufung und Intensität der Pflege sehr hoch ausfallen kann. Denn nicht alle Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

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Absichern für den Ernstfall

Für den Fall, dass eine Person intensiv gepflegt werden muss, kommen erhebliche Kosten auf Angehörige zu, die im Ernstfall sehr hoch ausfallen können. Vorsorglich in eine gute private Pflegeversicherung zu investieren, ist daher nicht verkehrt. Auf pflegeversicherung-test.de findet man viele wichtige Aspekte und Tipps über unterschiedliche Pflegeversicherungen, die angeboten werden. Das staatliche Pflegegeld ist gut, reicht in vielen Fällen nicht aus, um die zu pflegende Person ausreichend abgedeckt zu wissen, deswegen ist eine zusätzliche private Vorsorge anzuraten.

Pflege verbessern – Kosten sparen

Die jeweilige Einstufung der Pflege geschieht durch den medizinischen Dienst. Würde beispielsweise die betroffene Person in Pflegestufe I eingestuft, stünde ihr ein staatliches Pflegegeld in Höhe von 316 Euro monatlich zu. Bei Pflegestufe II 545 Euro und bei Pflegestufe III 728 Euro. Das hört sich zunächst recht gut an, ist es aber bei Weitem nicht.

Die Kosten, die allein für spezielle Matratzen, Unterlagen, diverser Hilfsmittel, spezieller Hebevorrichtungen für die Badewanne, barrierefreie Zugänge für alle Bereiche innerhalb Wohnung, spezielle Maßnahmen bezüglich einer Reha und natürlich auch dafür, wenn sich die Person in einem Pflegeheim aufhalten soll. Auch hier gibt es extreme Unterschiede in Qualität und Versorgung der Patienten. Die Einstufungen in die jeweiligen Pflegestufen sind ebenfalls nach ganz strengen Kriterien gegliedert. Eine Pflegestufe III kommt nur sehr selten zum Tragen und wird nur in sehr schweren Krankheitsfällen vergeben. Die Mobilität der Person ist hier der entscheidende Faktor für die jeweilige Einstufung. Kann die Person sich selbst noch waschen, anziehen und sich das Essen selbst zubereiten, ist im Höchstfall eine Pflegestufe I zu erwarten, wenn überhaupt. Für Angehörige, die sich eine Pflege der Person selbst zutrauen, ist es daher sehr wichtig, sich schon sehr früh um diese Dinge zu kümmern und sich reichlich Informationen bezüglich Pflege und Absicherung zu informieren.

Video: Pflegeversicherung einfach erklärt

Titelbild: © istock.com – Halfpoint

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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