Übergewicht in der Kindheit lässt sich relativ leicht verhindern

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Übergewicht bei Kindern
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Übergewicht bei Kindern ist ein Problem, das in den letzten Jahren immer häufiger auftritt. Dabei kann schon kindliches Übergewicht ein großes Problem sein – dass aber durch einige Modifikationen im eigenen Leben überhaupt nicht auftauchen muss.

Übergewicht bei Kindern braucht keine kurzfristige Diät

Stellt man fest, dass das eigene Kind in der Gewichtskurve zu hoch oben angesiedelt ist, dann heißt dass, dass am Leben etwas geändert werden sollte. Angenehm dabei ist, dass man die Veränderungen aber relativ unproblematisch umsetzen kann und dass zudem auch keine strenge Diät erforderlich ist, um das Gewicht des Kindes wieder ins Lot zu bringen. Auslöser für kindliches Übergewicht sind einige Faktoren. Bewegungsmangel ist einer davon. Aber auch die Ernährung spielt natürlich eine Rolle, wenn es um das Gewicht des Kindes geht. War es vor 50 Jahren noch üblich, jahreszeitgemäß zu essen, also das auf den Tisch zu bringen, was die jeweilige Jahreszeit hergab, so stehen heute zu jeder Jahreszeit alle Lebensmittel permanent zur Verfügung. Darüber hinaus war in der Vergangenheit eine natürliche Ernährung eine Selbstverständlichkeit. Heute dagegen nehmen wir industriell stark veränderte Lebensmittel zu uns. Die erste Regel für eine ebenso gesunde wie auch das gesunde Gewicht erhaltende oder erzielende Ernährung besteht darin, den Weg zurück zu einer natürlichen Ernährung zu finden.

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Wichtiger Faktor beim heute steigenden Körpergewicht von Kindern – aber auch Erwachsenen – ist auch der steigende Konsum von Fast Food. Erwiesen wurde in Studien inzwischen allerdings, dass Fast Food einen noch größeren negativen Einfluss auf den Körper und auch das Gewicht des noch im Wachstum befindlichen kindlichen Organismus hat, als wir bisher vielleicht vermutet haben. Zu viel Fett, zu viel Salz, eine zu hohe Energiedichte – Fast Food sollte so selten wie möglich in der kindlichen Ernährung vorkommen.

Weitere Informationen finden Sie auf zentrum-der-gesundheit.de – Übergewicht bei Kindern – Was tun?

Wichtig ist, dass die gesamte Familie ihren Lebensstil umstellt

Fakt ist, dass in einer Normalgewichtigen Familie kaum einmal ein wirklich viel zu dickes Kind anzutreffen ist. Das ist auch kein Wunder, denn gesunde und maßvolle Ernährung oder im Umkehrschluss zu fette, zu süße, mit zu viel Weißmehl und Eiweiß ausgestattet Ernährung und insgesamt zu ungesunde Ernährung insgesamt ist ein Problem, das immer die gesamte Familie aufgrund ihrer Gewohnheiten hat. Hier gilt es, die Bremse zu ziehen, bevor das Kind körperliche und seelische Schäden aufgrund des Körpergewichtes nimmt. Die richtige Ernährung beginnt übrigens bereits im Babyalter, weil hier zum einen der Geschmack geprägt wird, zum anderen die Grundlagen für Übergewicht gelegt werden. Muttermilch ist die beste Ernährung für die ersten Lebensmonate, denn sie hat eine optimale Zusammensetzung und damit genau den Kalorien- und Nährstoffgehalt, den das Kind in seiner jeweiligen Lebensphase benötigt. Im Beikostalter kann dann das nächste Problem auftauchen, wenn nämlich Kuhmilch und stark zuckerhaltige Breie und andere Lebensmittel beigefüttert werden und damit auch eine Überernährung bewirken. Deshalb heißt es schon im Kleinstkinderalter, Nährstoffzusammensetzungen im Auge zu behalten, so wenig wie möglich auf industriell gefertigte Nahrung zurückzugreifen und lieber selbst am Herd zu stehen um die Ernährung des Kindes optimal zu gestalten. Problematisch sind übrigens besonders die sogenannten Kinderlebensmittel. Die meisten dieser Produkte, die als Lebensmittel mit hohem Wert für den kindlichen Organismus beworben werden, sind schlichtweg Süßigkeiten mit zu hohem Energiegehalt.

Video: Frühstücksmuffel: Übergewicht droht | Servicezeit | WDR

Nicht nur Fett und Zucker sind ein Problem

Zu viel Fett, Weißmehl und Zucker in der Ernährung legen bereits bei Kindern die Grundsteine für einen zu hohen Körperfettanteil. Aber auch ein Zuviel an Eiweiß kann den kindlichen Organismus überfüttern. Dabei spielt tierisches Eiweiß – besonders das aus Milchprodukten – eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Übergewicht. Schon Kleinstkinder weisen häufig einen Eiweißüberschuss im Körper auf. Auch Salz kann neben gesundheitlichen Problemen in zu hoher Menge genossen zu Übergewicht führen. Um den kindlichen Körper gesund zu ernähren, Übergewicht zu reduzieren oder schon zu vermeiden, ist aber keine ernährungswissenschaftliche  Ausbildung erforderlich. Generell sollte das Kind mit vielen natürlichen Lebensmitteln versorgt werden. Dazu gehört frische Kost, aber eben auch selbst zubereitete Kost ohne industrielle Anteile. In selbst gekochtem Essen lässt sich auch der Salzgehalt selbst bestimmen. Wichtig für Kinder ist zudem, dass die Energiedichte der Ernährung stimmt. Liebt das Kind also Leberwurstbrot, dann muss man dieses nicht vorenthalten. Durch einen dünnen Aufstrich auf dem Brot und zudem die Auflage von Gurkenscheiben oder Tomatenscheiben auf dem Brot wird die Energiedichte des Leberwurstbrotes gesenkt und es sättigt besser.

Grundsätzlich hilft gegen ein zu hohes Gewicht immer, die jeweiligen Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse zu ergänzen.

Gesunde Kinderernährung reduziert Körpergewicht und sorgt für Gesundheit

Gesunde Ernährung für Kinder reduziert Körpergewicht und sorgt gleichzeitig für einen insgesamt gesunden Organismus. Wenig industriell gefertigte Lebensmittel schon im Kleinkinderalter, eine jahreszeitlich geprägte Ernährung, weniger Eiweiß, tierische Fette, Weißmehl und Zucker, dazu eine Ergänzung der Mahlzeiten mit reichlich Gemüse und Obst und viel Bewegung – schon sind die Grundlagen für ein normales Gewicht gelegt. Der stark reduzierte Konsum von Fast Food ergibt sich dann fast von allein. Auf der Seite www.gesundheitsfrage.net finden Sie weitere Informationen für eine gesunde Kindheit.

Foto: Ratchapol Yindeesuk – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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