Trampolin für Kinder – die Produkt-Sicherheit ist entscheidend

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Kind auf Trampolin
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Keine Frage – Trampolin springen kommt bei Kindern jeder Altersgruppe an. Es macht einfach riesigen Spaß, sich von der Sprungmatte wie von selbst in die Luft heben zu lassen. Ganz nebenbei fördert das Hüpfen auf dem Trampolin auch wunderbar die Kondition und den Gleichgewichtssinn. Das Hüpfen kann jedoch auch zur Gefahr werden, nämlich dann, wenn Sie das falsche Trampolin gewählt haben und wichtige Verhaltensregeln beim Springen außer Acht lassen. Doch was heißt eigentlich „falsches Trampolin“? Was macht ein gutes Trampolin für Kinder aus? Diese Fragen beantwortet Ihnen unser folgender Ratgeber zum Trampolin-Kauf für Kinder.

Optisch ähnlich, aber im Detail große Unterschiede

Sieht man sich die Trampoline im stationären Handel bzw. im Online-Shop an, fallen auf den ersten Blick neben der Größe und Form nur wenig Unterschiede auf. Ein genauer Blick auf die Stabilität, die Sicherheitsmerkmale, die Verarbeitung und Zusammensetzung zeigt aber sehr wohl große Unterschiede, vom Preis ganz abgesehen.

Die Sicherheit steht beim Trampolin-Kauf an erster Stelle. Modelle, denen es an Funktionalität, Stabilität und guter Materialqualität mangelt, bringen eine hohe Verletzungsgefahr mit sich. Achten Sie also bei der Wahl darauf, dass das Trampolin die im folgenden Abschnitt beschriebenen Ansprüche erfüllt.

Woran erkennt man ein sicheres Trampolin?

Ein erster guter Hinweis auf ein sicheres Trampolin sind das GS-Zeichen sowie das TÜV-Siegel. Auf Produkte ohne diese Standard-Qualitätsmerkmale sollten Sie verzichten.

Nun zu den Sicherheitsdetails:

Rahmen/Schutzrand zur Federabdeckung

  • Rahmen und Haken sollten eine extra Polsterung besitzen – je dicker die Polsterung ist (mind. 2 cm), desto besser sind die Kinder beim Aufprall geschützt.
  • Sehr wichtig für Trampoline im Außenbereich sind Rahmen mit korrosionsbeständiger Beschichtung, z.B. verzinkte Rahmen.
  • Rahmendurchmesser: Hochwertige Rahmen besitzen einen großen Rohrdurchmesser und eine starke Rohrwand (mind. 2 mm) – je größer und stärker, desto haltbarer ist das Trampolin.
  • Schweißnähte müssen sauber ausgeführt sein, ohne abstehende Ecken und Kanten.
  • Vorteilhaft ist eine fest mit dem Sprungtuch verbundene Folienverkleidung über den Federn – sie verringert die Gefahr, dass die Kinder mit den Füßen zwischen Sprungmatte und Federabdeckung hängen bleiben.

Standbeine

  • Die Form muss maximale Standsicherheit bieten.
  • Ab 3 Metern Durchmesser muss das Trampolin mindesten 4 Standbeine besitzen, damit es sicher und stabil steht.

Sprungtuch

  • Ein gutes Sprungtuch zeigt sich an einer mehrfachen, mindestens 8-fachen Durchsteppung.
  • Optimal zum Springen sind Sprungtücher aus einem feinen PP-Mesh-Material.

Sicherheitsnetz

  • Sie sollten immer ein Trampolin mit Netz für Ihre Kinder wählen, weil damit eine viel höhere Sicherheit gewährleistet ist und die Kinder auch ohne ständige Aufsicht hüpfen können. Optimal sind engmaschige Netze mit einem selbstschließenden Eingang.

Die richtige Trampolingröße wählen

Das Trampolin springen macht nur dann Spaß, wenn die Federung gut ist. Das ist wiederum von der Federstärke, der Federkraft und der Federanzahl abhängig. Je größer das Trampolin ist, desto mehr Federn hat es. Das Mehr an Federn erfordert wiederum mehr Kraftaufwand für die Sprünge. Es ist deshalb wichtig, dass Sie das Trampolin passend zu Alter und Gewicht Ihres Kindes auswählen.

Mädchen Ratgeber
Für Kleinkinder zwischen 2 und 6 Jahre gibt es spezielle Kindertrampoline, die deutlich kleiner als das Durchschnitts-Gartentrampolin sind. Deren Federleistung ist entsprechend an das geringere Gewicht der Kinder in dieser Altersgruppe angepasst und ein Sicherheitsnetz ist ebenfalls immer integriert.

Produktbild Trampolin BERGFür Kinder zwischen 7 und 11 Jahren muss das Trampolin aufgrund des größeren Krafteinsatzes deutlich größer sein, Minimum 2 Meter am besten 3 bis etwa 3,5 Meter – soweit es die Größe des Gartens zulässt. Bei dieser Größe gibt es mehr Freiraum und der höhere Federwiderstand ist auf die Muskulatur Entwicklung in diesem Alter angepasst.

Dieser Größenentwicklung entsprechend sollte ein Trampolin für Kinder bis 15 Jahre wenigstens 4 Meter breit sein, damit sie genügend Platz für die teilweise schon recht hohen Sprünge haben. Dabei ist natürlich auch das Netz höher, wie etwa bei der größten Variante des BERG Trampolin Favorit. Hier handelt es sich übrigens um ein sogenanntes Inground Trampolin mit sehr niedrigen Füßen, die im Boden fixiert werden. Damit ist das Sprungtuch für die Kids leichter erreichbar und die Unfallgefahr verringert sich.

Video: Trampolin springen – Der Kinderarzt vom Bodensee

Verhaltensregeln beim Springen beachten

Ein qualitativ hochwertiges Trampolin, das zu Alter und Gewicht des Kindes passt, entbindet nicht von der Pflicht, auf bestimmte Verhaltensregeln beim Trampolin springen zu achten. Deshalb gibt es zum Schluss noch einmal die wichtigsten Sicherheitsregeln zum Trampolin:

  • Keine Saltos oder ähnliche Tricks ausprobieren – das wäre auf einem Gartentrampolin viel zu gefährlich und ist nur für professionelle Trampoline geeignet, z.B. im Sportverein.
  • Kinder sollten möglichst nur allein auf dem Spielgerät springen. Es ist zwar bei einem größeren Trampolin auch möglich, dass es von mehreren genutzt wird, aber maximal 2 Kinder gleichzeitig. Außerdem müssen die Kinder in etwa das gleiche Gewicht haben.
  • Niemals das Sprungtuch mit Schuhen betreten, nur in Socken oder barfuß.

Titelbild: © istock.com – Maria Bobrova

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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