Stillhilfen: Praktische Hilfsmittel erleichtern das Stillen

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Die beste Nahrung für ein Kind während der ersten sechs Lebensmonate ist die Muttermilch, und wenn die Mutter selbst stillen kann, ist das umso besser. Die enge Beziehung zwischen Mutter und Stillkind ist eine ganz besondere, die nicht zuletzt durch den bestehenden engen Körperkontakt zustande kommt. Aber was, wenn es einfach nicht klappt? Hebammen wissen meist Rat, und natürlich gibt es viele praktische kleine Hilfsmittel, die Mutter und Kind sicher und angenehm durch diese Zeit tragen.

Angenehm gebettet entspannt stillen

Eine Geburt ist anstrengend, und die Muskulatur in Rücken, Brust und Bauch ist danach mitgenommen. Für frisch gebackene Mamas ist daher umso wichtiger, die gemeinsame Zeit während der ersten Tage so angenehm wie möglich zu verbringen. Sessel, Sofas, Stühle und Betten bieten nun selten ausreichende Möglichkeiten, Rücken und Arme zu stützen, die Schultern der Mutter zu entlasten und beim Stillen da Polster zu bieten, wo Unterstützung gebraucht wird.

Speziell geformte Kissen, die fest, aber flexibel einsetzbar sind, tun da gute Dienste. Stillkissen von BUCKO beispielsweise sind mit leichten Mikroperlen gefüllt. Sie sind länglich und halbrund geformt und am Ende mit praktischen Schleifen versehen. Andere Hersteller bieten Stillkissen aus reinen Naturmaterialien an, mit Dinkelspelzen oder dergleichen gefüllt. Der Bezug sollte möglichst natürlich sein, so möglich aus Pflanzenfasern und waschbar. Denn ein Stillkissen wird auch mal nass, wenn Babys beim Trinken kleckern.

Das Kleine für unterwegs

Ein großes Stillkissen ist zwar auf dem heimischen Bett ganz praktisch, aber was macht man unterwegs? Kleine, halbmondförmige Kissen dienen als mobile Variante, die im Kinderwagen oder in der Wickeltasche verstaut überall mit hin genommen werden kann. Auch diese Kissen sind im Idealfall mit Naturmaterialien gefüllt und haben einen waschbaren Baumwollüberzug. Sie sind nicht groß genug, um den Rücken zu stützen, können auch nicht als Seitenschläferkissen genutzt werden, bieten aber, unter den Arm geklemmt, genug Unterstützung, dass die Schultern und der Nacken der stillenden Mutter entspannt bleiben. An den Enden zusammengebunden werden sie zum mobilen Schlafbett kleiner Babys.

Video: Was hilft, wenn es mit dem Stillen nicht klappt?

Kleine Stillhelfer für zu Hause und unterwegs

Eine angenehme und entspannte Haltung ist beim Stillen wichtig, aber nicht alles. Ruhe für Mutter und Kind sowie Schutz vor allzu neugierigen Blicken sind ebenfalls hilfreich. Stilltücher sind groß genug, um intime Körperteile zu verbergen, dem Kind das Sichtfeld einzuschränken und so für Ruhe zu sorgen, sind sehr praktisch. Die bunten Tücher sehen aus wie Schals, sind blickdicht, dämpfen Geräusche und halten außerdem die empfindliche Brust warm. Zu Hause mag das nicht so wichtig sein, unterwegs ist es unverzichtbar. Ebenfalls sehr praktisch sind Stilleinlagen für den BH.

Die polstern und halten die Wärme der Brust, aber sie fangen auch überschüssige Milch auf, die ansonsten die Kleidung durchnässen würde. Es gibt die praktischen kleinen Einlagen aus angenehmer Baumwolle, aus Bouretteseide und Heilwolle, aber auch in der Einmalversion aus Papier. Stillhütchen aus Silikon sind hilfreich, wenn Babys Probleme haben, die kleine Brustwarze richtig anzusaugen. Sie werden bei Bedarf einfach auf die Brust gelegt, können ausgekocht und immer wieder verwendet werden.

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Das Wichtigste: Zuversicht und Nähe

Die Stillzeit ist keine konsumgeprägte Zeit, auch wenn hier der Eindruck entstehen mag, dass es für jedes Problem eine käufliche Lösung gibt. Eine wichtige Voraussetzung für eine gut funktionierende Stillbeziehung ist, dass sich Mütter über den Sinn des Stillens im Klaren sind. Die Zeit inniger Zweisamkeit zwischen Mutter und Kind dient nicht allein der Nahrungsaufnahme, sondern ist auch eine Zeit, in der sich Kinder der Liebe und Unterstützung ihrer Mutter rückversichern. Die körperliche Nähe ist also genauso wichtig wie die Milch selbst.

Titelbild: © istock.com – Vagengeym_Elena

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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