So lernen Kinder den Umgang mit Geld

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Kind welches Sparschwein hält
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Die Erziehung hat die Aufgabe, Kinder auf die Welt der Erwachsenen vorzubereiten. Besonders wichtig ist es, dass Kinder den Umgang mit Geld lernen. Viele Eltern machen sich darüber kaum Gedanken. Als Erwachsene geraten sie schnell in die Schuldenfalle, wenn sie als Kinder den Umgang mit Geld nicht gelernt haben.

Kinder am Geschäftsleben der Eltern teilhaben lassen

Sollen Kinder den Umgang mit Geld lernen ist es wichtig, dass die Eltern den Kindern einen Einblick in das Geschäftsleben der Familie geben.

Leider kommt es oft vor, dass Kinder weder wissen, wieviel Geld der Familie zur Verfügung steht noch was Lebensmittel, Miete, Strom und die anderen Posten kosten.

Kennen die Kinder die Zahlen, sollen Sie aktiv mit zum Einkaufen genommen werden. Damit Kinder den Umgang mit Geld lernen, ist es wichtig, dass die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen.

Sie werfen die Lebensmittel nicht einfach wahllos in den Einkaufswagen. Besser ist es zu vergleichen und sich dann bewusst für ein Produkt zu entscheiden.

Wird der Nachwuchs größer ist es sinnvoll, Ihnen die Kontoauszüge oder den Kontostand im Onlinebanking zu zeigen. Kinder nehmen gerne am Leben der Erwachsenen teil und so lernen sie den Umgang mit Geld auf spielerische Weise.

Mit Taschengeld lernt das Kind verantwortungsvolles Konsumverhalten

Ab sieben Jahren ist das Kind eingeschränkt geschäftsfähig. Es kann im Rahmen seines Taschengeldes kleinere Einkäufe durchführen. Ab diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, dem Kind regelmäßig eine bestimmte Summe als Taschengeld zur Verfügung zu stellen. Doch welche Höhe ist angemessen?

Im Internet existieren verschiedene Tabellen, an die sich die Eltern orientieren können. Kleinere Kinder bekommen das Geld wöchentlich. Später ist es sinnvoll auf monatliche Zahlungen umzusteigen.

Die meisten Eltern zahlen Geld bar aus. Das ist praktisch, aber nicht realistisch. Als Erwachsener bekommt das Kind das Geld monatlich auf das Girokonto. Um Kinder den Umgang mit Geld unter realistischen Bedingungen zu lernen, ist es sinnvoll, das Geld ebenfalls auf ein Girokonto zu überweisen.

Die meisten Banken verlangen für die Kontoführungsgebühren. Schüler- bzw. Taschengeldkontos sind in den meisten Fällen aber noch kostenlos. Es spricht auch nichts gegen eine Debitkarte. Damit kann das Kind schon kleinere Zahlungen tätigen. Eine Überziehung des Kontos ist natürlich nicht möglich.

Video: Wie lernen Kinder den Umgang mit Geld?

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Tipps für den Umgang mit dem Taschengeld

Regelmäßiges Taschengeld erfüllt seinen wichtigen Erziehungsauftrag nur dann, wenn bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Viele Eltern machen sich darüber keine Gedanken, was zur Folge hat, dass die Kinder kaum den Umgang mit Geld lernen.
Auf folgende Grundsätze sollten die Eltern achten:

  • Das Geld regelmäßig zum gleichen Zeitpunkt und in der vereinbarten Höhe auszahlen.
  • Die Kinder dürfen über das Geld im Rahmen ihrer Geschäftsfähigkeit frei verfügen
  • Die Eltern gewähren keinen Kredit. Ist das Geld aufgebraucht, muss es auf die nächste Auszahlung warten.
  • Geld nicht als Belohnung oder Bestrafung verwenden.
  • Festlegen, welche Gegenstände sich das Kind mit dem Geld kaufen darf.

Viele Eltern geben ihrem Kind Taschengeld und fordern es auf, das Geld zu sparen. Sparsamkeit ist zwar gut, doch das Kind soll lernen, mit Geld richtig umzugehen.

Sinnvoller ist es, genau festzulegen, was das Kind vom Taschengeld kaufen soll. Teure Ausgaben wie Schulsachen, Lebensmittel oder Kleider werden nach wie vor die Eltern besorgen.

Hat das Kind besondere Wünsche, kauft es diese mit dem Taschengeld. Hat das Kind einen Wunsch, für den das monatliche Taschengeld nicht ausreicht, muss es regelmäßig einen bestimmten Betrag sparen. Hier können die Eltern das Kind anleiten, etwa indem sie zusammen einen Sparplan erstellen.

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Die Kinder liebevoll auf dem Weg begleiten

Moderne Erziehung hat wenig mit Belohnung oder Bestrafung zu tun. Eltern sollen Ihren Kindern den richtigen Umgang mit Geld beibringen und sie auf diesem Weg begleiten. Fehler bleiben nicht aus. Wenn die Kinder beim Umgang mit Geld etwas falsch machen, dann ist es gut, wenn es in der kontrollierten Umgebung des Elternhauses geschieht. Je mehr Fehler das Kind beim Umgang mit dem Taschengeld macht, umso besser. Dieser Fehler passiert in aller Regel als Erwachsener nicht mehr.

Titelbild: © iStock – max-kegfire
 

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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