Schwanger mit 40: So erfüllt sich der Babywunsch

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Symbolische "künstliche Befruchtung"
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Paare lassen sich heute mit dem Kinderkriegen mehr Zeit und wollen sich ihren Kinderwunsch später erfüllen. In Deutschland ist daher inzwischen jede zehnte Frau bei der Geburt ihres Kindes mindestens 38 Jahre alt. Gleichzeitig mit dem Alter steigt auch die Zahl der Schwangerschaften, die durch verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung erfolgt. Ich Deutschland gibt es laut Deutschem IVF-Register jährlich bis zu 100.000 solcher Kinderwunschbehandlungen.

Alter und Krankheit verhindern Schwangerschaft

Aus medizinischer Sicht spricht wenig dafür, Frauen allein aufgrund ihres Alters von einer Schwangerschaft abzuraten. Jedoch verringert sich die Chance einer Schwangerschaft mit zunehmendem Alter deutlich.

Bei einer Frau über 40 sinkt die Chance auf 10 Prozent im Jahr, nach dem 45. Lebensjahr auf maximal 3 Prozent.

Es gibt aber auch Frauen, die aufgrund einer Erbkrankheit, einer Chemotherapie und Bestrahlung und anderen Krankheiten, Probleme haben, schwanger zu werden.

Egal aus welchen Gründen kommt für viele dieser Frauen eine künstlich eingeleitete Schwangerschaft in Frage. Eine Methode ist In-Vitro-Fertilisation (IVF), die bereits seit mehr als 40 Jahren angewandt wird.

Weltweit sind bisher mehr als fünf Millionen Kinder nach einer durch IVF und Spermieninjektion eingeleiteten Schwangerschaft geboren worden. Wobei die Zahl in den letzten Jahren stark angestiegen ist.

Eizellen adoptieren

Insbesondere Frauen ab 40 werden aus unterschiedlichen Gründen nicht schwanger. Bei einigen von ihnen funktioniert die klassischeIn-vitro-Fertilisation nicht. Für diese Frauen bietet sich dann als Alternative eine In-vitro-Fertilisation mit Eizellspende an.

Dabei entnehmen Ärzte Eizellen von jungen Spenderinnen, befruchten sie mit dem Samen des Partners und setzen die befruchteten Eizellen anschließend in die Gebärmutter ein. Die In-vitro-Fertilisation ist im Vergleich zu anderen Verfahren sehr erfolgreich. In mehr als zwei Drittel der Fälle kommt es schon beim ersten Versuch zu einer Schwangerschaft.

Empfängerin und Spenderin der Eizellen werden etwa zwei Wochen unter anderem mit speziellen Hormonen vorbereitet. Erst wenn die Eizellen der Spenderin ausreichend groß und reif sind, kommt es zum Eisprung.

Nach 36 Stunden sind die Eizellen dann reif für die Entnahme. Danach werden die Eizellen mit den Samenzellen des Mannes befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt. Ein Schwangerschaftstest nach etwa 14 Tagen zeigt dann, ob die IVF erfolgreich war.

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In vielen Nachbarländern erlaubt

In Deutschland ist die In-vitro-Fertilisation mit Spendereizellen laut Embryonenschutzgesetz(ESchG) nicht erlaubt. In europäischen Nachbarländern wie Polen, Tschechien, Frankreich, Belgien, Großbritannien oder Spanien dagegen ist die Methode erlaubt.

Hier gibt es sehr viele Kliniken, die sich ganz auf verschiedene Methoden der Reproduktionsmedizin spezialisiert haben. Ein wichtiger Punkt für die Entscheidung, eine IVF imAusland durchzuführen: In Deutschland werden künstlich befruchtete Frauen wie jede andere schwangere Frau uneingeschränkt medizinisch betreut.

Die Spenderinnen von Eizellen sind gesunde Frauen. Mediziner untersuchen sie vor der Spende virologisch, genetisch und psychologisch. Die Eizellen müssen auch zu den phänotypischen Merkmalen der Empfänger und der Blutgruppe der Patientin passen. Nach geltendem Recht sind nur anonyme Spenden möglich. Dies garantiert vollständige Anonymität: sowohl der Empfängerin als auch der Spenderin.

Video: Die künstliche Befruchtung boomt | DW Deutsch

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Kinderwunsch erfüllt

Niemand sollte das Recht der Frauen in Frage stellen, einen Kinderwunsch erst ab 40 erfüllen zu wollen. Es spricht wenig gegen eine Schwangerschaft mit über 40, auch wenn das Risiko von Komplikationen bei einer 40-jährigen Frau doppelt so hoch sind, wie bei einer 20-Jährigen.

Vieles ist aber durch eine gute Schwangerschaftsvorsorge beherrschbar und der allgemeine Gesundheitszustand der Schwangeren wichtiger als das Alter.

Auch wenn es aus körperlichen Gründen dann manchmal schwieriger ist, haben Reproduktionsmediziner genau für solche Fälle medizinisch sichere Verfahren für eine künstliche Befruchtung entwickelt.

Das In-vitro-Verfahren mit Spendereizellen ist für Frauen geeignet, die:

  • jünger als 49 Jahre sind und auf natürliche Weise oder mit Hilfe einer klassischen IVF nicht schwanger werden
  • nach einer onkologischen Behandlung nicht mehr schwanger werden können
  • genetisch belastet sind, was sich mit ungünstig auf die Schwangerschaft und Gesundheit des Kindes auswirken kann
  • unter vorzeitigem Erlöschen der Eierstockfunktion leiden
  • Fehlgeburten oder bereits erfolglose Versuche der klassischen IVF erlebt haben

Titelbild: © iStock – Irina Shatilova

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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