Wenn nichts mehr geht – Die Scheidung als letzte Lösung

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Wenn nichts mehr geht - Scheidung als letzte Lösung
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Unerfüllte Erwartungen, erkaltete Emotionen und das Gefühl, sich auseinander gelebt zu haben – ist eine Ehe am Boden, meint die Scheidung oft die beste Option für alle Beteiligten.

Es trifft nie einen alleine

Wer da behauptet, der Partner/die Partnerin wäre dabei die Ehe zu zerstören, sollte einmal tief in sich hineinhorchen. Eine Beziehung gelingt nicht alleine und so kann sie auch niemand in Eigenregie kaputt machen. Beide Eheleute stehen in der Verantwortung und sie sind es auch, die über Fortbestand und Auflösung der Heirat entscheiden.

Lieben sich die beiden nicht mehr und gibt es keine Chance auf ein Wiederaufflammen der Zuneigung, bleibt nur die Trennung. Nur wer eigenes Unrecht einsieht und die Schwächen und Fehler des anderen toleriert, wird sich später zu den glücklich Geschiedenen zählen dürfen. Rosenkriege und erbitterte Auseinandersetzungen über das Sorgerecht oder den gemeinsamen Besitz sind nur dem Sparbuch der Anwälte förderlich.

Video: Trennung, Scheidung und Versorgungsausgleich

Wenn das Zusammenleben zur Tortur wird

Eheleute, die sich nichts mehr zu sagen und im Stillen längst neue Partner gefunden haben, tun gut daran sich zu trennen. Sie sind nicht nur für sich selbst sondern auch für ihr Umfeld untragbar. Viele liegen dem Irrtum auf, dass Kindern eine Scheidung mehr zusetzt als ein nicht mehr ganz intaktes Familienleben. Dem ist definitiv nicht so. Ständiger Streit und das Unglücklichsein der Eltern belastet sie sehr. Nach einer gepflegten Scheidung ohne Sorgerechtsstreitigkeiten sind die Fronten eindeutig geklärt. Kinder arrangieren sich rasch mit neuen Situationen und nehmen es als gegeben hin, lebt die Familie nicht mehr unter einem Dach. Sind die Sprösslinge zum Zeitpunkt der Trennung noch klein, werden sie nie etwas anderes gekannt haben.Andauernder Streit belastet die Ehe

Auch finanziell nicht unbedingt ein Nachteil: Die Scheidung

Fakt ist, dass viele alleinerziehende Mütter nach der Trennung von ihrem Partner finanziell schlechter gestellt sind. Doch kommt der andere gewissenhaft seinen Unterhaltspflichten nach und wird auch die Betreuung von Mutter und Vater zu gleichen Teilen übernommen, können beide Eltern problemlos genügend Geld verdienen. Schwierig wird es immer dann, vernachlässigt eine Partei ihre Pflichten. Der vorausgegangene jahrelange Ehekrieg hat Spuren hinterlassen und für den anderen finanziell einzustehen kann und will nicht geleistet werden. Eine rechtzeitige Scheidung würde dies verhindern. Außerdem erlaubt der Staat die Anwaltskosten und sonstigen Auslagen im Lohnsteuerjahresausgleich geltend zu machen. So kann auch bedacht werden, dass die Scheidung steuerlich absetzbar ist.

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Zwischen Ende und Neubeginn

Haben die Verheirateten lange und ausführlich ihre Situation überdacht, birgt eine Scheidung auch Vorteile. Wer in der Ehe nicht mehr miteinander klar kam, funktioniert als geschiedenes Elternpaar vielleicht ganz hervorragend!

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Titelbild: © iStock.com/Goodluz
Textbild: © iStock.com/TatyanaGl

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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