Private und gesetzliche Unfallversicherung: Die Unterschiede im Überblick

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Die Deckung der gesetzlichen Unfallversicherung beschränkt sich auf Aktivitäten im Schul- und Berufsleben, während eine private Unfallversicherung alle Lebensbereiche abdeckt. Gibt es noch mehr wichtige Unterschiede?

Versicherungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Einführung der gesetzlichen Unfallversicherung geht auf das Jahr 1884 zurück. Zu Zeiten von Bismarck galt es, Arbeitnehmer bei Unfällen im Berufsleben abzusichern, sodass ihre Arbeitskraft mittels medizinischer Unterstützung wieder hergestellt werden konnte. Heute ist der Sinn der gesetzlichen Unfallversicherung derselbe und tritt bei Präventionsmaßnahmen oder Erstbehandlungen nach einem Arbeitsunfall sowie Rehabilitationsmaßnahmen in Kraft.

Bei bestimmten Berufsgruppen ist die gesetzliche Unfallversicherung eine Pflichtversicherung und die Beiträge werden direkt vom Bruttolohn abgeführt. Zu den Angestellten und Arbeitnehmern sind zudem Kinder, die eine Kindergarteneinrichtung oder Tagesstätte, Schüler die eine Grund-, Mittel-, oder Oberschule besuchen, Studenten und Auszubildende versichert. Der Fall tritt auch dann ein, wenn Eltern arbeitslos sind und über kein eigenes steuerpflichtiges Einkommen verfügen. Freiwillig können sich Selbstständige und Freiberufler in der gesetzlichen Unfallversicherung versichern lassen.

Video: So funktioniert die Unfallversicherung

Versicherungsleistungen der privaten Unfallversicherung

Deutlich umfangreichere Leistungen bietet die private Unfallversicherung, die im Vergleich zur gesetzlichen Unfallversicherung einen freiwilligen Versicherungsabschluss vorsieht. Der Vorteil für Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler besteht in dem weltweiten Schutz und den möglichen Zusatzoptionen, die die Versicherer für ihre Kunden bereitstellen. Des Weiteren können minderjährige Kinder mitversichert werden, für sie gilt der gleiche vollständige Unfallschutz wie für die Versicherungsnehmer, im Regelfall sind das die Erziehungsberechtigten nach dem Familiengesetz. Die private Unfallversicherung kann mit einem einmaligen Leistungsbeitrag abgeschlossen werden oder mit Monats- oder Quartalsbeiträgen. Leistungen können bei Unfällen in privaten, schulischen oder betrieblichen Geländen in Anspruch genommen werden.

Einige Berufsgruppen, besonders Unternehmer müssen eine private Unfallversicherung abschließen, da für sie kein gesetzlicher Unfallschutzanspruch besteht. Zusatzleistungen können Krankenhaustagegeld, Sofortleistungen nach einem schweren Unfall, Bergungskosten, zusätzliche Rehamaßnahmen, kosmetische Operationen und Zahlungen nach Eintritt des Todes des Versicherungsnehmers. Der Tod muss unmittelbar durch den Unfall herbeigeführt oder in der Folge dessen eintreten, damit ein Leistungsanspruch der Hinterbliebenen besteht. Vorwiegend sollen damit die Bestattungskosten und Schadensausgleichssummen gedeckt werden.

Welche Konditionen noch möglich sind und wie diese bewertet werden, kann zum Beispiel bei cosmosdirekt.de eingesehen werden.

Versicherer der privaten Unfallversicherung miteinander vergleichen

Wem die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherungen nicht ausreichen, kann sich zusätzlich mit einer privaten Unfallversicherung abdecken, um die Schutzleistungen zu erhöhen. Besonders sinnvoll ist das bei sogenannten Gefahrenberufsgruppen. Dazu zählen unter anderem Einsatzkräfte, Bauarbeiter und Berufsgruppen, die mit gefährlichen Substanzen in Berührung kommen. Bevor ein Arbeitnehmer, Selbstständiger oder Student sich für einen Versicherer entscheidet und ein bestimmtes Versicherungsprodukt auswählt, sollte dieser sich über die Konditionen informieren.

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Die Angebote unterscheiden sich nicht nur im Bereich der Deckungssummen, sondern auch was unter einem Unfall verstanden wird, sofern dieses nicht durch eine gesetzliche Regelung manifestiert ist. Der Abschluss einer solchen Versicherung setzt zudem eine gewisse Bonität voraus. Bestimmte Personen erhalten eine private Unfallversicherung nur noch gegen eine Einmalzahlung.

Reicht der Basisschutz oder darf es mehr sein?

Die gesetzliche Unfallversicherung ist für bestimmte Berufsgruppen und Schüler und Studenten eine Pflichtversicherung. Dabei deckt sie keineswegs alle Lebensbereiche ab und Zusatzoptionen wie kosmetische Operationen sind nicht mit eingeschlossen. Umfangreicher ist hingegen eine private Unfallversicherung, die zu einer gesetzlichen Unfallversicherung oder als alleinige Versicherung abgeschlossen wird. Wer sich nicht allein auf einen Basisschutz verlassen möchte, sollte unbedingt selbstständig mit einer privaten Unfallversicherung vorsorgen.

Titelbild: © istock.com – s-c-s

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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