Kinderprodukte – positiv für die Ernährung oder Dickmacher?

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Bei Kinderprodukten ist stets Vorsicht geboten
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In den letzten Jahren werden vermehrt spezielle Kinderprodukte im Nahrungsmittelbereich angeboten, denen von Herstellern auch noch besonders positive Eigenschaften für die Entwicklung des Kindes zugesprochen werden. Braucht ein Kind solche Produkte überhaupt oder sind sie vielleicht sogar Dickmacher?

Mit natürlichen Inhaltsstoffen wird geworben

Geht es um Kindernahrungsmittel, dann sind die Hersteller kreativ in der Werbung. Den Kindern wird das Produkt durch attraktives Design und Werbung schmackhaft gemacht – Eltern werden durch die Informationen über natürliche und wichtige Inhaltsstoffe geködert.

Mit Inhaltsstoffen wie guter Milch sowie Nährstoffen Eiweiß, Kalzium und Vitaminen sollen Eltern sich sicher fühlen, dem Kind ein Nahrungsmittel zu geben, das hochwertig ist und das für die gesunde Ernährung fast schon unerlässlich ist.

Unter den Tisch fällt dabei, dass ein Kinderjoghurt durchaus Zucker in der Menge von fünf bis sechs Stücken Würfelzucker und auch viel Fett enthalten kann. Kontrollieren Eltern nicht konsequent die Ernährung durch Kinderprodukte, kann allein der Zuckergehalt bei regelmäßigem Verzehr ein Dickmacher sein.

Viel Zucker und Fett in vielen Kindernahrungsmitteln

Kontrollstellen haben sich der Prüfung von Kinderlebensmitteln angenommen und dabei eine erschreckende Feststellung gemacht. Praktisch alle Lebensmittel, die auf Kinder zugeschnitten sind, weisen einen zu hohen Zucker- und Fettanteil auf, sind damit eher Dickmacher als der Entwicklung förderlich.

Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Produktgruppen, denn vom Joghurt über den Pudding bis hin zu Wurstwaren sind nahezu alle Lebensmittel für Kinder zu zucker- und fettlastig. Fast noch erschreckender als diese Erkenntnis ist die Tatsache, dass selbst Bio-Lebensmittel zu viel Zucker und Fett für die kindliche Ernährung enthalten, die Eltern dabei aber den Bio-Lebensmitteln höchstes Vertrauen schenken und ihre Kinder gesund ernährt wähnen.

Der Hintergrund der Zusammenstellung ist einfach: Mit billigen Rohstoffen wird ein Produkt hergestellt, das dann mit Zucker und Fett geschmacklich aufgepeppt wird.

Video: Mogelpackung Kinderprodukte

Die empfohlene Ernährungspyramide steht Kopf

Eltern wissen, dass Kalzium aus Milchprodukten wichtig für die Entwicklung des Körpers eines Kindes ist. Deshalb und auf Wunsch der Kinder werden dann beispielsweise Kinderjoghurts für die Versorgung des Nachwuchses gekauft. Kaum jemand registriert dabei, dass ein Kinderjoghurt durchaus einen Anteil von 15 Prozent Zucker aufweisen kann, damit eher dick macht als wertvoller Kalziumlieferant zu sein.

Durch die Zusammensetzung der Kinderlebensmittel wird die vom Forschungsinstitut für Kinderernährung empfohlene Ernährungspyramide aber förmlich auf den Kopf gestellt, denn Kinder bekommen deutlich mehr einfache Kohlenhydrate und Fette zur Verfügung gestellt, als es für die körperliche Entwicklung sinnvoll ist. Viel Fett und viel Zucker sind hier nämlich in der Ernährungspyramide nicht vorgesehen.

Mädchen Ratgeber

Fazit: Kinderprodukte als Süßigkeiten werten

Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind Kinderlebensmittel keinesfalls als solche zu bewerten. Geben Eltern diesen Nahrungsmitteln den Status der Süßigkeit und dosieren diese dann nach dieser Einschätzung die Versorgung des Kindes mit den Kinderlebensmitteln, werden sie nicht zu Dickmachern.

Bild: © Jasmin Merdan – Fotolia.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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