Kinderfahrradsitz: Was beim Kauf und der Montage beachten werden muss

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Kind auf dem Fahrradsitz
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Mit dem Fahrrad kann zäh fließender Verkehr einfach umfahren werden, die Umwelt wird auch noch geschont und die meisten Kinder lieben die direkten Eindrücke beim Fahrradfahren. Damit die Kinder in ihrem Sitz auch absolut sicher sind, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Ab wann können Kinder auf dem Fahrrad mitfahren?

Grundsätzlich gilt: Das Kind, das im Kindersitz mit dem Fahrrad mitgenommen werden soll, muss eigenständig sitzen können. Der richtige Zeitpunkt dafür gestaltet sich bei jedem Kind individuell, fällt aber meistens in die Altersspanne zwischen dem 8. und dem 12. Monat.

Zusätzlich sollte das Gewicht des Nachwuchs berücksichtigt werden. Fahrradsitze, die auf dem Gepäckträger montiert werden, sind für ein Körpergewicht bis 22 kg ausgelegt. Wenn der Kindersitz am Lenker angebracht werden soll, darf das Kind nicht mehr als 15 kg wiegen.
https://www.idealo.de/magazin/wp-content/uploads/sites/25/2019/06/idealo-Hinweise-zur-Nutzung-und-Montage-von-Kinderfahrradsitzen.png

So sitzen Kinder gut gesichert im Fahrradsitz

Selbstverständlich sollte jedes Kind und am besten auch das fahrradfahrende Elternteil mit einem Helm ausgestattet sein. Damit der kleine Mitfahrer wohlbehütet mitfährt, sollte ein guter Kinderfahrradsitz auf jeden Fall über ein Fünfpunktgurtsystem verfügen.

Nur so ist sichergestellt, dass das Kind auch bei plötzlichem Bremsen, Ausweichmanövern oder starker Bewegung von Seiten des Kinder niemals herausfallen kann.

Um die empfindlichen Hände und Füße vor dem Einklemmen zwischen den Sitzfedern des Sattels oder in den Fahrradspeichen zu bewahren, sollten Abdeckungen und Feststellgurte für die Füße vorhanden sein.

Die Fußstützen bieten Kinderfüßen zusätzlich eine bequeme Stütze und sollten höhenverstellbar sein, sowie eine Rückhaltevorrichtung für die Beine haben.

Einen Hinweis auf die richtige Position von Kindersitzen für den Gepäckträger gibt das Kreuz an der Seite: Es sollte nicht weiter als 10 cm über die Achse hinausgehen. Kein Muss, aber bequemer fürs Kind sind integrierte Sitzpolster im Fahrradsitz.

Sichere Fahrt auch für die Eltern

Genauso wichtig wie die richtige Sicherung der kleinen Beifahrer ist, dass die Eltern unbehindert Fahrrad fahren können.

Bei der Montage von Rücksitzen sollte getestet werden, ob ausreichend Platz zwischen den Fußstützen und den Pedalen gelassen wurde, damit frei in die Pedale getreten werden kann.

Wenn hingegen ein Vordersitz zum Einsatz kommt, sollte darauf geschaut werden, dass die Beine – insbesondere die Knien des fahrenden Elternteils – trotz Kindersitz genug Platz für die Fahrbewegungen haben.

Außerdem empfiehlt sich ein breiter Lenker, mit dem mögliche Bewegungen des Kindes problemlos ausgeglichen werden können.
Beim Kauf von Sitzen für den Lenker ist die Höhe zu beachten, damit der Fahrer nicht in seiner Sicht eingeschränkt wird.
Kinderfahrradsitze für Kinder dürfen weder bei vorderer noch bei hinterer Anbringung Teile der Fahrradbremse oder der Gangschaltung behindern und damit deren Funktion aufheben.
Besonders in der dunklen Jahreszeit sind für eine gute Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer Reflektoren und möglicherweise auch eine zusätzliche Beleuchtung unerlässlich.

Sicherer Fahrspaß für Groß und Klein

Auf einen Blick: die wichtigsten Faktoren, auf die bei einem Kinderfahrradsitz geachtet werden sollte:
  • das Kind kann selbstständig sitzen und wiegt nicht mehr als 22 kg
  • der Kinderfahrradsitz verfügt über einen Fünfpunktgurt, verstellbare Fußstützen mit Rückhaltevorrichtungen und Abdeckungen
  • das Kreuz an der Seite vom Rücksitz ragt nicht weiter als 10 cm über die Achse hinaus
  • der Fahrer kann uneingeschränkt in die Pedale treten, lenken und auf die Fahrbahn schauen
  • Gangschaltung und Bremse werden nicht behindert
Wenn der neue Kindersitz für das Fahrrad diese Kriterien erfüllt, steht einer lustigen Radtour zum Lieblingsspielplatz nichts mehr im Wege.
Titelbild: © iStock – Halfpoint
Bild im Text: © idealo.de

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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