Ist ein Nabelbruch bei Babys gefährlich?

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Mutter hält Hände auf Bauch eines Babys
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Wölbt sich der Nabel nach außen, beobachten viele Eltern mit Sorge den Bauch ihres kleinen Lieblings. Doch Mama und Papa brauchen sich nicht zu ängstigen – für die meisten Babys ist ein Nabelbruch vollkommen harm- und schmerzlos!

Warum bricht der Nabel?

Kommt ein Kind zur Welt, sind weder das Knochengerüst noch die Muskulatur vollständig verwachsen. Der Babybauch ist weich, weil die inneren Organe mehr Platz benötigen als ihnen starre Rippen und Muskelstränge zur Verfügung stellen könnten. Diese Tatsache macht den Nabel anfällig für eine sogenannte Hernie. Der Bruch wird dadurch ausgelöst, dass der neue Erdenbürger noch keine vollständige und starke Bauchwand vorzuweisen im Stande ist. Aufgrund der fehlenden Stabilität wölbt sich eine kleine Kugel aus.

Manche Babys kommen schon so auf die Welt, die meisten Kinder allerdings erleidet den Bruch innerhalb der ersten Lebenstage. Fünf bis zehn Prozent aller Säuglinge sind davon betroffen. Generell ist ein Nabelbruch in diesem Alter vollkommen harmlos und zieht keinerlei Komplikationen nach sich. Ist die Familie bereits aus der Geburtsstation entlassen, sollte sie beim Kinderarzt vorstellig werden. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, die oft der elterlichen Nervenberuhigung dient.

Video: Das Verhalten des Babys in den ersten 6 Wochen!

Der Verlauf eines Nabelbruchs

Die Erscheinung verläuft in verschiedenen Phasen:

  • Zunächst wölbt sich im Nabel eine kleine Beule
  • nach wenigen Tagen fängt diese an kleiner zu werden,
  • um schließlich komplett zu verschwinden.

Wird der Arzt aufgesucht, verkürzt der Termin den Abheilungsprozess. Kinderärzte wissen genau mit welcher Krafteinwirkung sie vorgehen müssen und drücken deshalb kurzerhand und binnen weniger Sekunden die kleine Kugel in den Bauchraum zurück. Auch wenn diese Behandlungsmethode für die meisten Eltern geradezu brutal klingt – das Baby kriegt davon nichts mit und spürt keinen Schmerz. Bevor der Kinderarzt zu jener Technik greift, überprüft er oder sie via Ultraschall, ob sich keine inneren Organe in die kleine Beule verirrt haben.

In extrem seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Stück der Darmwand mit hinein schlüpft. Auch dies ist im Säuglingsalter völlig unproblematisch und birgt keine Spätfolgen. Generell verordnet der Mediziner keine Medikamente und auch eine OP ist nur höchst selten nötig.

Braucht es eine spezielle Nabelpflege?

Die kurze und knappe Antwort auf diese elterliche Frage lautet: Nein! Ein gebrochener Nabel verheilt durch das stete kindliche Wachstum von selbst und bedarf keiner Pflege. Unterstützend kann sich ein nicht zu fest gezurrter Bauchwickel auswirken. Auf anraten des Kinderarztes ist dieser rund um den kleinen Leib zu winden und moderat fest zuziehen. Der Wickel hilft der Bauchwand dabei, schneller zu verwachsen, garantiert aber keine „Heilung“. In Sachen baden, wickeln oder Bekleidung muss bei einem Nabelbruch nichts beachtet werden.

Mädchen Ratgeber
Mama und Papa können ihren Schatz in die Badewanne legen und in gängigen Windeln kleiden, dem Nabel schadet dies in keinem Fall. Ist der Bruch bis zum ersten Lebensjahr nicht abgeheilt, lohnt es erneut beim Arzt vorstellig zu werden. Tendenziell wird aber erst dann operativ gegen die Wölbung vorgegangen, hat sich an der Nabeloptik bis zum Schuleintritt nichts geändert. Die OP erfolgt in der Regel ambulant und verlangt nur eine kurze Vollnarkose.

Ein häufiges Phänomen: der Nabelbruch beim Baby

Zwar sollten Mutter und Vater den Nabelbruch abklären und von einem Doktor anschauen lassen, doch gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Das Bauchgewebe ihres kleinen Engels ist einfach noch nicht stark genug. Da er oder sie aber permanent wächst, verschwindet die Wölbung zumeist von selbst!

Titelbild: ©istock.com – Rohappy

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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