Probleme beim Stillen: Tipps für den Stillalltag

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Probleme beim Stillen
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Die Geburt eines Babys ist die schönste und das Stillen eine der natürlichsten Sachen dieser Welt. Manchmal will das Stillen jedoch nicht so richtig funktionieren. Welche Probleme beim Stillen mit der Muttermilch auftreten und wie diese umgangen werden können, erläutert dieser Text.

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Die häufigsten Probleme beim Stillen

Aller Anfang ist schwer. Bei manchen Müttern überwiegt oft am Anfang die Angst etwas falsch zu machen und Unsicherheit entsteht. Vor allem Ruhe gilt es zu bewahren. Nach dem Milcheinschuss ist meist ein Spannen in der Brust zu spüren. Das ist normal. Ein häufiges Anlegen des Babys kann einem Milchstau vorbeugen. Sollte der Druck zu stark werden oder kommt anfangs zu viel Milch, so dass sich das Baby öfter verschluckt, können Sie zu Beginn des Stillvorgangs etwas Milch aus der Brust heraus streichen (nicht quetschen!).

Ebenfalls völlig normal ist, dass die Brustwarzen am Anfang etwas weh tun. Dies kann häufig daran liegen, dass die Stillhaltung nicht korrekt ist. Das Baby sollte parallel zu Ihrem Oberkörper liegen, so dass sein gesamter Körper Kontakt zu Ihrem hat und es sollte einen Großteil des Vorhofes (nicht nur die Brustwarze) einsaugen. Sonst könnte es dazu kommen, dass das Kind ungeduldig wird, weil zu wenig Milch kommt und dann an den Brustwarzen herum zieht und kaut. Wunde Brustwarzen sind eines der häufigsten Stillprobleme weshalb Mütter oftmals viel zu früh mit dem Stillen aufhören.

Welche Stillprobleme und Krankheiten noch auftreten können

Wunde und teilweise blutige Brustwarzen sind wirklich schmerzhaft und unangenehm. Aber es lässt sich etwas dagegen tun. Lassen Sie zum Beispiel nach dem Stillen den Speichel des Babys und den letzten Milchtropfen antrocknen. Das allein hat schon eine pflegende Wirkung. Auch die sanfte Behandlung wunder Stellen oder Risse mit Kamillentee wirkt wohltuend.

Video: Stillen – Erste Schritte für Mama und Baby

Wenn Sie zuhause sind, können Sie öfter einmal Luft an die wunden Brustwarzen lassen. Für Zwischendurch helfen wundheilungsfördernde Salben aus der Apotheke oder Drogerie. Spüren Sie starke Schmerzen, ein Brennen und Jucken an den Brustwarzen und Vorhöfen oder bildet sich ein pickelartiger Ausschlag, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich dabei um eine Pilzinfektion (auch Soor genannt) handeln, die sich auf das Kind übertragen kann. Man erkennt es beim Baby an weißlichen Belägen im Bereich von Zunge und Wangenschleimhaut.

Ist das Baby satt, beginnt es meist an der Brust zu nuckeln. Viele Babys schlafen gegen Ende der Stillmahlzeit auch ein. Nuckeln an den Brustwarzen kann das Wundwerden wieder fördern, deshalb unterbinden Sie es, in dem Sie dem Baby Ihren kleinen Finger in seinen Mundwinkel schieben und es somit von der Brust lösen.

Hilfreiche Tipps, wie Sie den Alltag meistern

Legen Sie das Baby pro Stillmahlzeit immer an beiden Seiten an. Die Dauer einer Stillzeit ist von Mutter zu Mutter und von Kind zu Kind vollkommen verschieden. Lassen Sie sich also von anderen nicht verunsichern! Die meisten Stillmahlzeiten dauern zwischen zehn Minuten und einer Stunde. Wie oft Sie stillen ist ganz von Ihnen und dem Baby abhängig.

Nehmen Sie sich für das Stillen immer genügend Zeit. Haben Sie Geduld und genießen Sie diese intime Zeit mit ihrem Baby. Mit der Muttermilch geben Sie Ihrem Baby alles, was es für eine gesunde Entwicklung braucht, denn die Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse Ihres Säuglings abgestimmt und stärkt seine körpereigenen Abwehrkräfte. Auch wenn der Alltag mit Baby manchmal stressig ist, Sie unter Schlafmangel leiden und die Wohnung mal wieder aussieht, als wäre eine Horde Elefanten durch gelaufen, suchen Sie sich einen ruhigen Platz und versuchen Sie zu entspannen. Versuchen Sie auch zwischendurch für sich kleinere Auszeiten zu finden, in denen Sie neue Kraft schöpfen und auftanken können.

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Zu guter Letzt…

Probleme beim Stillen sind für jede Mutter deprimierend, können schmerzhaft sein und lassen sie an ihren Fähigkeiten zweifeln. Viele Mütter stillen wegen der Stillprobleme ab und greifen auf Flaschennahrung zurück. Lassen Sie sich nie entmutigen! Alles braucht seine Zeit und mit ein wenig Übung wird es schon besser klappen. Bei Fragen oder großer Unsicherheit, wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder eine Stillberaterin.

Uns bleibt nur eines zu sagen: wir wünschen Ihnen viel Spaß und viel Erfolg beim Stillen und alles Gute für Sie und Ihr Baby!

Bildquelle: Copyright Igor Borodin – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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