Hausaufgaben – Wie werden sie zum Spaß & nicht zur Qual?

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Vielen Eltern bricht der kalte Schweiß aus, hören sie das Wort Hausaufgaben. Streitereien, Weinkrämpfe und lautes Geschimpfe gehören in so manchem Haushalt zum täglichen Brot. Um diesem Dilemma auszukommen, sollten folgende Tipps beachtet werden.

Die Akzeptanz der Individualität

Hat die älteste Tochter es super drauf Dinge auswendig zu lernen, bringt das jüngere Geschwisterkind ein Vierzeiler schon aus dem Konzept. Der eine lernt am besten, wenn Mama oder Papa daneben sitzt, der andere braucht Ruhe und kommt alleine zu recht. Auch gibt es Kinder, die gerne gemeinsam mit einem Klassenkameraden über den Aufgaben brüten. Für Eltern bedeutet dies, zu ermitteln, welchem Hausaufgabentyp der eigene Sprössling angehört.

Danach haben auch dann die Umstände und das Lernprozedere gestaltet zu werden. Nur weil der Vater oder die Mutter es in der eigenen Kindheit anders gehandhabt hat, muss die Methode des Nachwuchses nicht falsch oder gar kontraproduktiv sein.

Video: Hausaufgaben TIPPS

Ein gutes Lernklima schaffen und Fehler zugestehen

Zwischen Tür und Angel die Hausaufgaben zu erledigen, macht keinen Spaß. Bestenfalls richtet die Familie einen fixen Platz für das Kind ein, an welchem ohne Ausnahme die tägliche Schularbeit erledigt wird. An diesem Ort sollte sich der Schüler wohlfühlen. Deshalb muss die Gestaltung des Platzes auch in Absprache mit ihm oder ihr getroffen werden. Am

  • Schreibtisch im Kinderzimmer,
  • in Mamas Bügelzimmer,
  • im Wohnzimmer
  • oder am Küchentisch
  • egal, Hauptsache das Kind schätzt die jeweilige Atmosphäre.

Wer immer gleich ausflippt, hat sich ein Fehler eingeschlichen, braucht sich über eine ablehnende Haltung nicht zu wundern. Nicht alles richtig zu machen, gehört zum Schülerdasein dazu. Stellen Eltern fest, dass immer wieder die gleiche Aufgabenstellung falsch bearbeitet wird, sollten sie darauf hinweisen. Handelt es sich nur um einen Flüchtigkeitsfehler, wird die Lehrkraft darauf aufmerksam machen.

Regeln aufstellen und Interesse zeigen

Routine bedeutet Sicherheit. Deshalb sei es Eltern ans Herz gelegt, einen klaren Zeitplan für die Erledigung der Schularbeiten aufzustellen. Dabei muss selbstverständlich mit dem Kind besprochen werden, wann und in welchen Situationen es sich am leichtesten lernt. Manche erledigen ihre Hausaufgaben am liebsten sofort nach dem Mittagessen.

Äußert der Sprössling, dass er nach der Schule den Kopf zu voll hat, darf zwischen der letzten Unterrichtseinheit und den Hausaufgaben gerne eine Spielstunde eingebaut werden. Danach sind die Energiereserven wieder aufgefüllt.

Mädchen Ratgeber

Außerdem:

Kinder lieben es ihren Eltern etwas zu erklären. Fragen Mama und Papa ehrlich interessiert nach dem aktuellen Unterrichtsstoff, geben die Schüler bereitwillig Auskunft und vertiefen dabei ganz nebenbei das Gelernte.

Verantwortung übertragen: Hausaufgaben sind nicht für Eltern gedacht!

Je früher ein Kind realisiert, warum Schulaufgaben wichtig sind, desto stressfreier wird die Bewältigung derselben ablaufen. Mütter und Väter geben dafür die Zügel sukzessive aus der Hand und werden so erleben, dass ihr Nachwuchs zunehmend selbstständig die Arbeit erledigt.

Titelbild: © istock.com – UberImages

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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