Kann man Geschlechtskrankheiten mit Homöopathie heilen?

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Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt “ähnliches Leiden”. Wie der Name bereits verrät, richtet sich diese Form der Alternativmedizin nach der Ähnlichkeitsregel. Das heißt, dass homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass sie an gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen wie die, an denen der Kranke leidet. So wird wilder Jasmin zum Beispiel bei Fieber und anderen typischen Grippesymptomen verwendet, da die Einnahme des Jasmins bei einer gesunden Person genau diese Symptome hervorruft.

Chlamydien und Gonorrhö gehören zu den häufigsten Infektionen

Auch Geschlechtskrankheiten werden teilweise mit dieser alternativen Medizin behandelt. Zu den häufigsten Infektionen zählen Chlamydien und Gonorrhö (Tripper). Einige natürliche Arzneimittel werden unter anderem auch bei Chlamydien- und Gonorrhöinfektionen genutzt um die Symptome zu mildern. Beide Geschlechtskrankheiten rufen sehr ähnliche Symptome hervor wie zum Beispiel Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen und sie werden aus diesem Grund in der Homöopathie ähnlich behandelt.

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Cannabis fördert die Heilung

Tripper wird unter anderem zum Beispiel mit Hanf behandelt und bei Entzündungen in der Harngegend werden unter anderem die homöopathischen Arzneimitteln Cantharis und Mercurius Sublimatus Corrosivus verwendet.

Roter Scheinsonnenhut wird zur Bekämpfung eingesetzt

Oftmals treten auch weitere Symptome als Folge einer Chlamydieninfektion auf. So ist es zum Beispiel nicht unwahrscheinlich nach einer Harnweginfektion auch an einer Blasenentzündung zu leiden. Um zu vermeiden, dass eine solche Infektion immer wiederkehrt lassen sich ebenfalls einige homöopathische Mittel empfehlen. So wird in diesen Fällen zum Beispiel oftmals die Pflanze Roter Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea) eingesetzt.

Video: Homöopathie – Heilung oder Humbug?

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Heilung nicht wissenschaftlich bestätigt

Die Anwendung dieser alternativen Arzneimittel könnte dabei helfen Symptome zu lindern, jedoch gibt es keine Forschung die es bestätigt. Daher ist es sehr wichtig sich beraten zu lassen und sich auf bestimmte Geschlechtskrankheiten testen zu lassen um diese richtig behandeln zu können. Bei einer Chlamydieninfektion ist ein Antibiotikum wie Azithromycinzum Beispiel unerlässlich. Falls die Infektion nicht richtig behandelt wird kann sie sich weiter ausbreiten und mit unter sogar zu Unfruchtbarkeit führen. Um solche schwerwiegenden Folgen zu vermeiden sollte man also unbedingt einen Arzt aufsuchen um sich richtig testen zu lassen.

Auch bei einer Gonorrhöinfektion muss ein wirksames Antibiotikum wie zum Beispiel Cefixim eingenommen werden. Wenn die Infektion nicht behandelt wird, so kann dies zu Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen führen. Frauen sind außerdem auch einem größeren Risiko einer Eileiterschwangerschaft ausgesetzt.

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Titelbild: © Africa Studio – shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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