Ein Schuljahr im Ausland verbringen: Vor- und Nachteile

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Schülerin schaut durch ein Fernglas in das Schuljahr im Ausland
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Ein Schuljahr im Ausland bringt für die Heranwachsenden viele Erfahrungen mit sich. Es gilt nicht nur als Vorteil im Lebenslauf. In erster Linie zählen die Erlebnisse, die das Leben prägen können.

Sprache, Kultur und Erfahrung

Ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, bringt vor allem drei wichtige Vorteile mit sich:

  • Die Sprache des Herkunftslandes vertiefen: Nirgendwo fällt das Erlernen der Sprache leichter als im Mutterland. Redewendungen und Eigenheiten werden hier ganz normal angewendet. Die Sprache bestimmt den Alltag, sie erscheint auf Postern, in den Läden und in Zeitungen. Studien sagen, eine Fremdsprache kann im Ausland innerhalb von drei Monaten so gut erlernt werden, dass die alltägliche Kommunikation und konkrete Gespräche problemlos verlaufen. Nach einem halben Jahr wird die neue Sprache flüssig und gut gesprochen, jedoch erst nach einem Jahr kann über alles geredet werden. Natürlich spielt die individuelle Sprachbegabung dabei eine große Rolle.
  • Eine andere Kultur erfahren: Das durchdringende Kennenlernen der Kultur des Landes ist ein weiterer Vorteil eines Schuljahres im Ausland. Gerade das neue Leben in einer Gastfamilie und der Kontakt mit den Einheimischen bringt Kultur pur. Meist wird das ganze Schuljahr benötigt, um die Kultur des Landes ansatzweise zu verstehen.
  • Neue Erfahrungen aller Art: In anderen Ländern gibt es andere Sitten, Bräuche und Organisationen. Andere Fächer und Schulsysteme werden absolviert, Freunde aus den einheimischen Kulturkreisen erweitern Kommunikationsfähigkeiten und Toleranz. Neue Lösungsmöglichkeiten für Probleme bewähren sich vielleicht besser.

Ein Neuanfang wird möglich

Sobald ein Auslandsschuljahr fertig geplant ist, steht dem Abenteuer nichts mehr im Weg! Ein Schuljahr im Ausland trennt zwölf Monate von Familie, Freunden und Bekannten. Dadurch lernt der Austauschschüler sich selbst und seine Interessen besser kennen. Er kann ein Jahr lang ein wenig sein eigenes Leben gestalten. Das baut das Selbstvertrauen auf und stärkt die Beziehungen zu den Menschen, von denen er getrennt ist.

Weiterhin bietet das Schuljahr im Ausland einen Neuanfang. Viele Sachen können im Gastland ausprobiert werden. Ein wichtiger Gewinn besteht zudem darin, Freunde fürs Leben zu gewinnen. Sicherlich wird der eine oder andere Einheimische nie vergessen, der Kontakt bleibt bestehen. In den weiteren Jahren kommt es dann sicherlich zu gegenseitigen Besuchsreisen, bei denen gerne vom Auslandsschuljahr erzählt wird…

Nachteile gibt es aber auch

Die meisten Probleme bereitet den Austauschschülern die Distanz zu Freunden und Familie. Gerade am Anfang des Austauschjahres, wenn die Aufregung abgeflaut ist, machen sich die Abwesenden bemerkbar. Das Abendessen wird mit einer fremden Familie eingenommen, in der Schule gibt es erst einmal nur unbekannte Gesichter.

Dazu kommt der „Kulturschock„. Einige Eigenheiten der Einheimischen erscheinen seltsam, nervig oder verstörend. Das kommt oft beim Essen vor, legt sich aber mit der Zeit. Dazu läuft vielleicht alles nicht so gut, wie es geplant war. Lehrer bereiten Probleme, es gibt Streit mit den einheimischen Freunden oder die Lieben im Heimatland fühlen sich vernachlässigt.

Das Schuljahr im Ausland als Chance und Probe

Ein Auslandsschuljahr bildet im Bereich von Sprache und Kultur. Insgesamt wird der Lebenshorizont erweitert. Gleichzeitig wird es zur Bewährungsprobe, denn Probleme bleiben nicht aus. Besonders schwer fällt die Trennung von bekannten und geliebten Menschen. Wer all die kleinen und großen Tiefpunkte bewältigt, geht besonders gestärkt aus dem Auslandsaufenthalt hervor.

Titelbild: ©iStock.com – bowie15

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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