Die ersten Tage nach der Geburt für Mutter und Kind

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NeugeNahaufnahme eines Neugeborenen im Tuch auf dem Arm seiner Mutter
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Plötzlich ist man nicht einfach nur mehr eine Frau, sondern trägt die volle Verantwortung für ein kleines und schutzbedürftiges Wesen. Diese besondere Situation im Leben einer frisch gebackenen Mutter ist einzigartig und bringt die ersten Tage nach der Geburt die ein oder andere Herausforderung mit sich.

Hormone, Emotionen und viel Feingefühl

Eine Frau, die gerade ein Kind auf die Welt gebracht hat, erlebt körperlich und psychisch die reinste Achterbahnfahrt. Die Hormone fallen plötzlich ab, dazu kommt die ersten Tage nach der Geburt auch viele Ängste zum Vorschein. Das Neugeborene ist zerbrechlich, vielleicht funktioniert das Stillen nicht so wie erhofft und das Umfeld ist nicht sonderlich feinfühlig. Das kann sehr schnell zu einem emotionalen Zusammenbruch einer jungen Mutter führen.

Ist in gewissen Maße allerdings normal. Sobald Stimmungsschwankungen aber eher einer Depression gleichen, sollte eine Hebamme darüber informiert werden. Eventuell kann eine depressive Verstimmung oder sogar eine postportale Depression vorliegen. Eine Behandlung ist dann zwingend nötig.

Geburtsverletzungen müssen ausheilen dürfen

Viele Frauen bringen ihr Baby per Kaiserschnitt auf die Welt und können ihr Baby danach nicht einfach versorgen. Sie müssen sich selbst schonen und dürfen keinesfalls heben und sich zu viel bewegen. Eine Kaiserschnittnarbe benötigt viel Bettruhe und muss komplett verheilen. Aber auch andere Geburtsverletzungen können die ersten Tage nach der Geburt starke Schmerzen verursachen.

Damm- oder Scheidenrisse können die Bewegung stark einschränken. Wenn möglich, sollte eine Familie sich so viel Unterstützung nehmen, wie nötig, damit lästige Hausarbeit oder die Essenszubereitung nicht auch noch erledigt werden müssen. Väter können vor allem die ersten Tage nach der Geburt unterstützend mitwirken.

Video: Die ersten Tage nach der Geburt

Ausruhen und ankommen – Dem Baby zuliebe

Ein Baby, das gerade frisch geboren wurde, interessiert sich nicht dafür, ob der Boden in der Wohnung nun frisch gewischt ist oder ob zahlreiche Familienmitglieder nun auch noch unbedingt vorbei kommen möchten. Es möchte vor allem schlafen, ankommen und bei seinen Eltern sein. Diese Ruhe steht ihm auch zu. Häufiger Besuch ist für das Baby ebenso wie auch für die Mutter sehr anstrengend und kann eventuell sogar zu einer Reizüberflutung führen. Die ersten Tage nach der Entbindung sollten zunächst einmal der Familie dienen. Fototermine, Kaffeekränzchen und lange Ausflüge müssen hinten anstehen.

Mutter und Kind bilden eine besondere Einheit

Sie waren von Anfang an vereint und müssen mit der plötzlichen Trennung durch die Geburt erst einmal zurecht kommen. Die ersten Tage zu Hause sollten daher möglichst ruhig angegangen werden. Geburtsverletzungen müssen ausheilen und das Baby in seiner neuen Umgebung ankommen dürfen.
Titelbild: ©istock.com – NataliaDeriabina

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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