Der Wert von Geschenken – wie teuer darf ein Geschenk für den Partner sein?

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Ob zum Jahrestag, an Weihnachten oder als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch – materielle Geschenke gehören für die meisten Menschen in Beziehungen dazu. Dem eigenen Partner Freude zu schenken, macht glücklich. Doch gibt es in Sachen Kosten eine Grenze, die nicht überschritten werden sollte?

Auf die richtige Art Freude schenken

Am wichtigsten ist, dass es von Herzen kommt – dieses Motto gilt auch nach wie vor bei Geschenken zwischen Partnern in einer Beziehung. Eine günstige Kleinigkeit, die nostalgische Erinnerungen an den ersten Urlaub zu Zweit oder das erste Date weckt, ist häufig emotional wertvoller als das schönste Schmuckstück. Auch Kreativität kommt immer gut an. Statt Blumen, Pralinen und Krawatten schenken sich moderne Pärchen besonders gerne aufregende und unterhaltsame Freizeitaktivitäten. Ob ein gemeinsamer Falschschirmsprung oder Tickets für ein Konzert der Lieblingsband, mit relativ wenig Budget werden ein unvergesslicher Abend und langanhaltende Erinnerungen geschaffen. Manchmal in Leben muss und darf es aber auch mehr sein, und besonders teure Geschenke sind gefragt. Zu diesen gehören unter anderem:

  • wertvoller Schmuck: vom Verlobungsring bis zu den Ohrringen am 10. Hochzeitstag
  • eine Traumreise
  • eine Luxusuhr für den Mann
  • Kleidung und Accessoires vom Designer

Dem Partner den größten Wunsch erfüllen – aber wie?

Jeder Mensch hat einen großen Herzenswunsch. Bei manchen ist es die Reise nach Australien, bei anderen die Handtasche von Chanel. Selbst finanziell besser gestellte Menschen erfüllen sich einen kostspieligen Wunsch oft nicht selbst. Die Vernunft siegt und das Geld wird lieber gespart oder in die Wohnung oder das Auto gesteckt. In solchen Fällen kommt der Partner ins Spiel. Vor allem zu ganz besonderen Anlässen wird über ein teures Geschenk nachgedacht. Etwa wenn der Ehemann eine schwierige Weiterbildung absolviert hat oder die Frau nach einigen Jahren bei den Kindern wieder ins Berufsleben einsteigt.

Geschenke dienen in diesen Situationen als Symbol für die Meilensteine im Leben.

Auch an runden Jahrestagen kann über materiell wertvolle Geschenke nachgedacht werden. Der Vorteil? So ein Jubiläum kommt nicht überraschend, es kann früh genug mit dem Sparen begonnen werden. Bei einem gemeinsamen Konto empfiehlt sich für solche Zwecke die klassische Spardose an einem geheimen Ort.

Kredit aufnehmen für ein Geschenk – ja oder nein?

Doch was ist, wenn kein vorausschauendes Sparen stattgefunden hat und ein spezieller Wunsch trotzdem gerne erfüllt werden soll? Vor allem im Internet wird viel mit Kleinkrediten geworben. Mit ein paar Mausklicks wandern einige tausend Euro auf das eigene Konto, die in den darauffolgenden Monaten zurückbezahlt werden müssen. Obwohl eigentlich für Notfälle gedacht – etwa eine wichtige Autoreparatur – entscheiden sich immer mehr Menschen auch bei Geschenken & Co. für so ein Angebot und schlittern häufig in die Kostenfalle. Denn einen Kredit aufzunehmen ist eine verantwortungsvolle Entscheidung, die gut durchdacht werden muss. Was sind meine monatlichen Einnahmen, was die Ausgaben? Passt die Kreditrückzahlung ins Budget, ohne bei anderen Dingen Abstriche machen zu müssen? Wenn ein Kredit aufgrund eines Geschenkes für den Partner aufgenommen wird, kommt auch der zwischenmenschliche Aspekt ins Spiel.

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Finanzielle Entscheidungen, in die ein Teil des Paares nicht miteinbezogen wurde, gehen oft mit einem Vertrauensverlust einher.

Statt Freude über das Geschenk, steht dann Streit auf dem Programm.

Video: Wie finde ich das richtige Geschenk für meinen Partner?

Was beim Schenken wirklich wichtig ist

Wie viel für Geschenke ausgegeben wird, hängt schlussendlich immer vom individuellen Paar und ihrer Lebenssituation ab. Wie bei vielen anderen Situationen im Leben gilt auch hier, nicht über seine finanziellen Grenzen zu gehen. Der Wert eines Geschenks und vor allem der Wert einer Beziehung lassen sich sowieso nicht in Geld messen. Was zählt, sind die Gefühle.

Titelbild: ©iStock.com – Ivanko_Brnjakovic

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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