Der Haushaltsplan – so packt jeder mit an

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Damit Kinder bei der Hausarbeit mit aktiv werden, lohnt sich ein Haushaltsplan
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In beinahe jeder Familie kommt die Zeit, wenn die eigenen Kinder langsam älter werden und sich somit auch am Haushalt beteiligen können. Doch wie vermittelt man dies den eigenen Kindern am besten und wie lassen sich die lästigen Haushaltspflichten einfach und übersichtlich darstellen. Ein Haushaltsplan ist dabei die perfekte Lösung.

Überreste aus WG-Zeiten in modernem Gewandt

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Putzplan. In den 70iger Jahren gehörte er in beinahe jede WG und wurde dort in der Regel von allen Beteiligten ignoriert. Doch gerade im Umgang mit Kindern kann sich ein solcher Haushaltsplan sehr gut bewähren. Denn gerade jüngere Kinder benötigen eine feste Erinnerung an anstehende Pflichten und die Möglichkeit die Erledigung dieser Pflichten auch in irgend einer Form zu markieren. Da bietet es sich an, gemeinsam mit dem oder den Kindern einen Haushaltsplan erstellen zu wollen. Wichtig ist vor allem, diesen Plan mit den Kindern gemeinsam zu erstellen, damit diese das Gefühl haben an den Entscheidungen beteiligt zu sein und den Plan besser unterstützen.

Kleine und große Aufgaben unterscheiden

Am besten nutzt man, wenn man einen Haushaltsplan erstellen möchte, eine Magnettafel in entsprechender Größe. Hierauf werden wie bei einem Stundenplan verschiedene tägliche Aufgaben eingetragen. Ein Punktesystem birgt hier die ideale Form. Große Aufgaben wie saugen, spülen oder wischen sind zwei Punkte wert – den Müll raus bringen oder den Geschirrspüler ausräumen hingegen nur einen Punkt. Je nach Alter des Kindes kann man nun gemeinsam eine Punktzahl festlegen, welche das Kind pro Woche erreichen muss. Erledigte Aufgaben können auf der Tafel mit Magnetknöpfen oder ähnlichem markiert werden. Somit hat das Kind nicht nur eine freie Auswahl der zu erledigenden Tätigkeiten sondern auch jederzeit einen Überblick, wieviel es noch machen muss, bis das wöchentliche Limit erfüllt ist. So kann das Kind selber entscheiden, ob es lieber weniger Aufgaben übernimmt, diese aber arbeitsintensiver sind, oder ob die benötigten Punkte durch viele, kleine Aufgaben gesammelt werden sollen. Ein solcher Plan kann vor allem auch flexibel auf aktuelle Situationen angepasst werden, so dass das Kind je nach schulischer Anforderung unterschiedliche Tätigkeiten wählen kann.

Anreize Schaffen – die Balance halten

Ein solcher Haushaltsplan kann dabei nicht nur von Kindern genutzt werden. Auch für die Erwachsenen im Haushalt bietet er einen guten Überblick an noch zu erledigenden Aufgaben, die sie dann selber als erledigt markieren können. So bekommt auch das Kind ein Gespür dafür, wieviel Arbeit die Erwachsenen Tag für Tag vollbringen und wie selbstverständlich das als Kind angenommen wird. Ein angenehmeres Miteinander ist die daraus resultierende Folge. Um den Anreiz der Hausarbeit weiter zu erhöhen kann man selbstverständlich auch Belohnungen in Aussicht stellen, wenn mehr als der Wochensoll erfüllt wurde. Sei es einen Geldbetrag oder die Erfüllung eines Wunsches bei Erreichen eines gewissen Punktestandes.

Bildquelle: © tan4ikk – Fotolia.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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