Cannabis in der Schwangerschaft: Mögliche Folgen für das ungeborene Kind

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Cannabis Zigarette
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Für Frauen, die Drogen konsumieren, ist eine Schwangerschaft immer mit speziellen Risiken verknüpft. Da das ungeborene Baby über den Blutkreislauf der Mutter versorgt wird, werden auch die Inhaltsstoffe der Drogen auf das Kind übertragen und dieses kann schwere und lebenslange Folgen davon tragen.

Was versteht man unter Cannabis?

Es ist der wissenschaftliche Name der Pflanzengattung Hanf. Sie ist eine der ältesten bekannten Drogenpflanzen und wird vor allem in Afrika, Südostasien, Südamerika, Zentralamerika, Mexiko und in den USA angebaut. Direkt nach dem Alkohol ist sie die am weitesten vorkommende Rauschdroge. Daraus werden die Rauschmittel Haschisch sowie Marihuana gewonnen.

Normalerweise wird Haschisch in Form von Zigaretten, den so genannten Joints, aber auch in Pfeifen geraucht. Der enthaltene Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (kurz: THC) ist dabei für die berauschende Wirkung verantwortlich. THC lagert sich im Fettgewebe des Organismus an und wird nur sehr langsam abgebaut, so dass es im Urin und in den Haaren auch noch sechs Wochen nach dem Konsum nachzuweisen ist.

Die Wirkung ist sehr verschieden. Für gewöhnlich verstärkt sich die gerade vorherrschende Stimmung. Es kommt also immer darauf an, in welcher Gefühlslage sich derjenige gerade befindet. Die Höhe der Dosis spielt dabei genauso eine Rolle wie der THC-Gehalt.

Wie wirkt es?

Durch das Rauchen von Marihuana wird ein Gefühl der Euphorie, der Entspannung und der Ausgeglichenheit hervor gerufen. Man denkt, man ist intelligenter und hat keine Alltagssorgen. Manche Konsumierende bekommen einen Lach-Flash und die Kommunikationsfähigkeit steigt. Die Sinneswahrnehmungen werden geschärft, dies kann bis zur Halluzination führen. Auch die Steigerung des sexuellen Empfindens ist eine der psychischen Wirkungen, die auftreten können. Ebenso möglich sind unerwünschte Wirkungen wie Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen, Panik und Angst.

Auch die körperlichen Wirkungen sollten nicht außer Acht gelassen werden. So kann sich beispielsweise der Blutdruck und die Herzfrequenz erhöhen (bis hin zum Herzrasen), die Augen röten bzw. die Pupillen erweitern und die Reaktionsfähigkeit herab setzen. Bei Langzeitkonsum führt der Stoff mit hoher Wahrscheinlichkeit zur psychischen Abhängigkeit.

Drogenkonsum von Cannabis unter werdenden Müttern

Bislang gibt es verständlicherweise nur sehr wenige Studien über die Auswirkungen von Drogenkonsum während der Schwangerschaft. Ein geringeres Geburtsgewicht oder auch nachfolgende Verhaltensprobleme während des Heranwachsen des Kindes sind nicht auszuschließen. Dasselbe gilt für Lern-, Gedächtnis- sowie Sprachstörungen.

Nachgewiesen ist jedoch, dass THC den Embryo an der Einnistung in der Gebärmutter hindern kann. Somit wird bei Cannabiskonsum aus einer normalen eine Risikoschwangerschaft. Daher sollte während dieser unbedingt auf den Cannabiskonsum verzichtet werden, damit das Kind im Mutterleib nicht geschädigt wird.
In einigen Ländern ist sogar das Gerücht verbreitet, dass man mit dem Rauchen von Marihuana der Schwangerschaftsübelkeit entgegen wirken kann.

Mädchen Ratgeber

Die häufig eingenommenste Droge

Weltweit konsumieren 180 Millionen Menschen Cannabis. Versehentlich kommt es somit gerade in den ersten Schwangerschaftswochen dazu. Circa fünf Prozent der werdenden Mütter nehmen die Substanz ein. Damit ist die Droge eine der am häufigsten eingenommenen illegalen Substanzen während einer Schwangerschaft.

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Bidlquelle: Eldad Carin – Shutterstock.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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