Blasenentzündung – Ursachen und Handlungsempfehlungen

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Eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, haben zahlreiche Frauen aber auch Kinder schon erlebt. Plötzlich tritt häufiger Harndrang auf und entwickelt ein unangenehmes Brennen beim Wasserlassen. Wo liegen die Ursachen für die Entzündung der Blase und was ist zu tun? Wir zeigen Ihnen hilfreiche Anregungen, um an der Krankheit zukünftig vorbeizugehen.

Blasenentzündung – auch Männer sind betroffen

Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten sind Frauen häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Die kurze Harnröhre und die Nähe der äußeren Harnröhrenöffnung hin zur Vagina und des Afters begünstigen eine hohe Keimentwicklung.

Im Alter kommt es zwischen Männern und Frauen entwickeln auch Männer häufiger Risikofaktoren zur Entzündung der Blase, die durch Prostatabeschwerden verursacht werden. Bekannt ist auch die Windel-Zystitis“, bei der weibliche Säuglinge von der Blasenentzündung betroffen sind, da sie ebenfalls eine kurze Harnröhre haben.
 

Die tägliche Hygiene ist die beste Vorbeugung

Eine der häufigsten Ursachen der Blasenentzündung trifft sexuell aktive Frauen. Einerseits kann die Entzündung der Blase durch mangelnde Hygiene eines oder beider Partner verursacht werden, andererseits wird sie durch mechanische Reize ausgelöst. In diesem Sinne wird auch oft von der „Honeymoon-Zystitis“ oder „Urlaubs-Zystitis“ gesprochen.

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Häufig Darmbakterien verantwortlich

Der Genialbereich hat aufgrund der Anatomie und der Bekleidung eine warmes Mikroklima, indem sich Bakterien sehr schnell vermehren. Für die akute Zystitis sind häufig Darmbakterien verantwortlich, die durch die falsche „Wischrichtung“ beim Toilettengang verursacht werden. Auf Reisen sind Reinigungstücher sehr hilfreich. Diese sollten jedoch nicht zu viel Alkohol enthalten, da dieser jegliche Bakterien angreift.

Handlungsempfehlungen für Frauen

– Auf der Toilette die Reinigung immer von der Scheide zur Anusregion vornehmen
– Sofern vorhanden, ein Bidet nach dem Toilettengang zur Waschung nutzen
Tägliche Reinigung des Genitalbereiches, insbesondere vor und nach sexuellen Aktivitäten, um den sogenannten „Keimverkehr“ zu reduzieren

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Blasenentzündung bei Babys – Vorbeugung der Windel-Zystitis

– Häufiges Wechseln der Windeln
– Bei Kot in der Windel immer den Genitalbereich des Säuglings gut waschen

Physisch bedingte Ursachen der Blasenentzündung

Weitere Faktoren für das Auftreten der Blasenentzündung sind Stoffwechselerkrankungen – hier spielt die Diabetes mellitus eine zentrale Rolle. Die mit der Diabetetes einhergehende Abwehrschwäche und der hohe zuckerhaltige Urin sind der willkommene Nährboden für Bakterien und ihre Ausbreitung. Frauen, die häufig Durst haben sollten sich daher auf eine möglicherweise unentdeckte Diabetes untersuchen lassen.

Auch eine Störung des Harnabflusses bzw. die Einengung der Harnröhre kann die Ursache der Zystitis sein. Hier verbleibt Restharn in der Harnröhre und bildet die Grundlage für die Bakterienausbreitung.

Wie ist eine Zystitis zu erkennen?

Charakteristisch für die Blasenentzündung ist der häufige Harndrang. Der Gang zur Toilette ist ständig vorhanden, doch letztendlich kommen nur geringe Mengen oder sogar nur Tröpfchen. Zusätzlich erschwerend kommt ein Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, weshalb der Toilettengang oftmals verhindert wird. In schweren Fällen kann es auch zu Blasenkrämpfen kommen.

Besteht die Entzündung der Blase schon länger, kommt Blut im Urin hinzu, die von starken Schmerzen im Unterleib begleitet werden. Die Entzündung ist dann auch für auftretendes Fieber verantwortlich. Schon bei den ersten Symptomen sollten Frauen den Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. In der Regel ist hier eine antibiotische Behandlung notwendig, die je nach Fall 1 – 3 Tage andauern kann.

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Titelbild: © Alexander Raths – shutterstock.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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