Asbest, Schimmel & feuchte Wände – Hier lauern Krankheitserreger in der Wohnung

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In den Wohnräumen kann von beschädigten Asbestfasern, Schimmelpilzen und feuchten Wänden eine Gefahr für die Gesundheit ausgehen. Hier wird kurz umrissen wie diese Probleme entstehen und wie damit richtig umgegangen wird.

Wo kann Asbest in der Wohnung verbaut sein?

Asbest ist eine in der Natur vorkommende mineralische Faser, die sehr fest ist und gegen Hitze und Säure beständig. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde es in der 80er Jahren unter anderem für die Herstellung von Bodenfliesen und -belägen verwendet.

Auch kann der Bodenbelagskleber asbesthaltig sein. Äußerlich sind asbesthaltige Bodenfliesen daran zu erkennen, dass sie eine farbige Marmorierung und eine Kantenlänge von 25 mal 25 cm haben. Zudem befindet sich in weichen Cushionvinyl-Belägen leicht gebundenes Asbest auf der Rückseite, welches besonders gefährlich ist.

Ob der Bodenbelag tatsächlich Asbest enthält, kann nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden. Solange Asbest in Fliesen und Belägen fest gebunden ist, besteht keine Gefahr. Jedoch bei einer Beschädigung dringen die Fasern in die Atemluft und können in der Lunge Krebs auslösen.

Solche Bodenteile müssen fachgerecht entfernt werden. Um die Wohngesundheit zu gewährleisten sollten Wohnungen mit verbautem Asbest in ein Schadstoff-Kataster aufgenommen werden, in dem dokumentiert wird, welche asbesthaltigen Bauteile vorhanden sind, die nicht durch Schleifen, Bohren ect. beschädigt werden dürfen.

Wie mit Schimmel in der Wohnung umgehen?

Um der Schimmelbildung vorzubeugen hilft oftmals richtiges Heizen und Lüften, sodass die Feuchtigkeit in der Wohnung regelmäßig nach Draußen abgeführt wird. Gibt es jedoch trotzdem einen Schimmelpilzbefall in der Wohnung, muss gegen diesen unbedingt etwas unternommen werden.

Werden die Stoffwechselprodukte und Sporen von Schimmelpilzen eingeatmet, können diese reizende und allergische Reaktionen auslösen. Da noch nicht geklärt ist bei welcher Menge an Schimmelpilzen welche negativen Auswirkungen auf die Gesundheit vorliegen, greift das Vorsorgeprinzip.

Daher ist Schimmel in Innenräumen ein hygienisches Problem, dass von einem Fachmann beseitigt werden muss. Welche Räume und Wohnungsteile sind besonders anfällig für Schimmel? Generell kann sich Schimmel überall binden, besonders an Naturmaterialien wie Holz. Häufig betroffen sind Bad und Küche, weil sich hier viel Feuchtigkeit sammeln kann.

Aber auch im Wohn- und Schlafzimmer kann Schimmel vorkommen, wenn zu wenig geheizt wird und nicht täglich mehrmals für ein paar Minuten gelüftet. Schimmel kann besonders an Wandflächen vorkommen, an denen Möbel ohne Abstand stehen. Zudem sind unbeheizte Räume, Dachböden, Keller sowie Nischen, Ecken und undichte Fenster oft von Schimmelbefall betroffen.

Video: Noch Fragen? Teil 1 – Schimmel in der Wohnung

Was tun bei feuchten Wänden?

Feuchte Wände haben verschiedene Ursachen. Zu den Hauptursachen zählen Erdfeuchte, Kondensationsfeuchte, Mauerwerksversalzung, drückendes Wasser, Regenbeanspruchung oder generelle Mängel am Gebäude. Um feuchte Wände zu beseitigen sollte ein Fachmann engagiert werden, der eine Analyse des Hauses vornimmt.

Die Trockenlegung kann auf drei Arten vorgenommen werden. So gibt es das Injektionsverfahren, das elektrophysikalische Verfahren und das mechanische Verfahren. Beim Injektionsverfahren bringt ein Fachmann über Bohrlöcher Injektionsmittel in das feuchte Mauerwerk ein, die einen Porenverschluß bewirken sollen.

Beim elektrophysikalischen Verfahren legt ein Spezialist mit Hilfe von Elektroden eine Gleichspannung an, wodurch ein elektrisches Feld entsteht, dass den Wassertransport innerhalb des Mauerwerks beeinflusst. Beim mechanischen Verfahren wird nachträglich eine Sperrschicht eingebaut, die gegen aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden schützen soll.

Mädchen Ratgeber

Abhilfe bei Asbest, Schimmel und Feuchtigkeit

Wer sich gegen Gesundheitsgefahren in der Wohnung schützen möchte sollte bei Asbestverbau, Schimmelbefall und feuchten Wänden unbedingt handeln.

  • marmorierte Bodenfliesen (25x25cm) und alte Cushionvinyl-Beläge können Asbestfasern enthalten, Sicherheit bringt jedoch nur eine Laboruntersuchung
  • nur von beschädigten asbesthaltingen Bauteilen geht eine Gefahr aus
  • Wohnungen mit Asbestverbau sollten in ein Schadstoff-Kataster aufgenommen werden
  • Schimmelbildung kann durch richtiges Lüften und Heizen vorgebeugt werden
  • ein Schimmelpilzbefall in Feuchträumen, ungeheizten Räumen oder Nischen sollte unbedingt von einem Fachmann entfernt werden
  • feuchte Wände haben unterschiedliche Ursachen und sollten immer von einem Spezialisten trockengelegt werden, wobei das Injektionsverfahren, das menchanische Verfahren oder das elektrophysikalische Verfahren angewandt wird

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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