Arbeitnehmer-Studie: Kein höheres Stresslevel durch Kinder

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Hohe Belastung durch Beruf und Familie
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Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen, stellt für viele Eltern eine große Herausforderung dar. Wie der Gesundheitsreport der DAK nun zeigt, fühlen sich berufstätige Eltern nicht unbedingt gestresster als kinderlose Arbeitnehmer. Im Gegenteil: das Stresslevel befindet sich in beiden Gruppen auf gleichem Niveau.

Kinder und Karriere – Kein Problem für junge Arbeitnehmer

Durch den Wandel der Zeit überschneidet sich die Familienplanung häufig auch mit dem beruflichen Aufstieg. Sozialwissenschaftler bezeichnen die Zeit zwischen dem Ende des 20. und dem Ende des 30. Lebensjahres gerne als „Rush Hour des Lebens“, da junge Menschen in dieser Zeit deutlich mehr Entscheidungen gleichzeitig zum Thema Karriere und Familienplanung treffen müssen, als dies früher der Fall war.

Deshalb ist man davon ausgegangen, dass junge Eltern schneller erschöpft sein könnten, als noch vor 20 oder mehr Jahren. Doch ergab eine aktuelle Umfrage nun, dass sich die Wissenschaftler hierbei irrten. Denn junge Eltern sind heutzutage weniger gestresst, als ursprünglich erwartet.

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Kinderlose Arbeitnehmer verspüren nicht weniger Stress als junge Eltern

Obwohl junge Eltern heutzutage zeitgleich auch aktive Arbeitnehmer sind, schaffen sie es dennoch, ihren Stress im Beruf und ihre Kinder unter einen Hut zu bekommen. Überraschenderweise scheinen junge Eltern, die zudem Arbeitnehmer sind, nicht zwingend mehr Stress zu haben, als kinderlose Arbeitnehmer.

Wie dem Gesundheitsreport der DAK zu entnehmen ist, leiden rund 20 Prozent aller Frauen und rund 17 Prozent aller Männer im Alter von etwa 25 bis 40 Jahren unter chronischem Stress. Nahezu die gleichen Ergebnisse findet man auch bei kinderlosen Personen desselben Alters. Diesem Report liegt eine Studie zugrunde, in deren Rahmen etwa 3.000 Menschen in Deutschland befragt wurden.

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Stress macht sich häufig durch Infragestellungen bemerkbar

Wie der Studie weiter zu entnehmen ist, sind sich rund 50 Prozent aller berufstätigen Mütter sicher, dass sie ihre Karriere ohne Kinder deutlich hätten verbessern können. Immer wieder konnte festgestellt werden, dass rund 53 Prozent aller kinderlosen Frauen fürchten würden, kein richtiges Gleichgewicht zwischen Privatleben und Arbeit zu finden, während unter den jungen Müttern nur etwa 43 Prozent eine solche Angst verspürten.

Bei den Männern sieht es hingegen ein wenig anders aus. Denn etwa 50 Prozent aller Väter und nur etwas mehr als 40 Prozent aller kinderlosen Männer klagten darüber, dass ihr Privatleben schlichtweg zu kurz käme.

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Überlastung macht zunehmend krank

Zwar sind junge Menschen zwischen 25 und 40 Jahren durchaus weitestgehend kerngesund. Doch ab einem Alter von 40 Jahren würden sie immer häufiger an Rückenproblemen oder Depressionen leiden. Wie während der Umfragen festgestellt wurde, treiben junge Mütter deutlich weniger Sport als junge Menschen ohne Kinder. Auch in Sachen Schlaf oder Ernährung kommen junge Mütter schlichtweg kürzer als kinderlose Frauen.

Während der Studie wurden vor allem Eltern gefragt, wie eine Erleichterung ihres Alltags aussehen und ihre Gesundheit verbessert beziehungsweise geschont werden könnte. Vor allem in puncto Arbeit wünschen sich viele eine Veränderung, wie etwa die Einführung von Betriebskindergärten. Ebenso sollten Väter bestärkt werden, ebenfalls die Elternzeit oder eine Beschäftigung im Home-Office aufzunehmen. Häufig würden allerdings die Männer in Vollzeit weiterarbeiten.

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Bildquelle: Syda Productions – Shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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