21. SSW (Schwangerschaftswoche) – Wieso man ständig auf Toilette muss

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Erhöhter Harndrang in der 21 SSW ist durchaus normal
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Häufiger Harndrang und vermehrt nächtliche Toilettengänge, das sind Nebenwirkungen der Schwangerschaft, die auch schon vor der 21 SSW zu spüren sind. Was zunächst den hormonellen Veränderungen geschuldet ist, liegt in der fortschreitenden Schwangerschaft am wachsenden Baby, dass Druck auf die Blase ausübt.. Sehen Sie mit unserem Schwangerschaftskalender stets in welcher Phase der Schwangerschaft Sie sich befinden.

Woher kommt der ständige Harndrang?

Schon früh bemerken Schwangere einen vermehrten Harndrang. In einer frühen Schwangerschaftswoche ist dies aber noch nicht der größeren Gebärmutter geschuldet, die der Blase weniger Platz lässt, sondern vielmehr der stärkeren Durchblutung des Körpers, die auch die Nierentätigkeit anregt. Das Schwangerschaftshormon Progesteron sorgt für eine entspannte Blasenmuskulatur. Zwar ist der Harndrang in der Mitte der Schwangerschaft meist wieder geringer als zu Anfang, da sich der Körper an die zusätzlich ausgeschütteten Hormone gewöhnt hat. Zum Ende der Schwangerschaft nimmt der Harndrang aber wieder zu, da sich nun die Gebärmutter ausdehnt und auch der Blase Platz nimmt, sich bei der Füllung auszudehnen.

Trinkmenge mindern und andere Auswege

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt nur sehr wenig, was man gegen das ständige Bedürfnis tun kann, auf Toilette gehen zu müssen. Schwangere sollten auch weiterhin ausreichend trinken. Stören die nächtlichen Toilettengänge, so kann es helfen, wenn etwa zwei Stunden vor dem Zubett-Gehen die Trinkmenge minimiert wird. Da die Gebärmutter und andere Organe so auf die Blase drücken können, dass diese nicht vollständig entleert werden kann. Besonders in einer späteren Schwangerschaftswoche ist es für einige Schwangere hilfreich sich beim Toilettengang etwas nach vorn zu lehnen, um so die Blase besser entleeren zu können. So kann die Zeitspanne bis zum nächsten Toilettengang verlängert werden.

Mädchen Ratgeber

Häufiger Harndrang in der Schwangerschaft – ab wann ist das ein Problem

Wie auch außerhalb der Schwangerschaft gilt: Wenn trotz Harndrang immer nur einige Tropfen Harn gelassen werden können, wenn das Harnlassen Schmerzen oder Brennen verursacht, dann sollten Schwangere unbedingt einen Arzt aufsuchen. Hintergrund könnte eine Entzündung der Harnwege sein, für die Schwangere anfälliger sind. Unbehandelt kann sich eine solche Entzündung zur Nierenbeckenentzückung entwickeln.

Wasserlassen in der Schwangerschaft – Das kann helfen

Der vermehrte Harndrang gehört zu einer Schwangerschaft. Die Hormonveränderungen und eine stärkere Durchblutung regen die Nierentätigkeit an und das schon lange vor der 21 SSW. Später lässt das wachsende Kind der Blase weniger Platz, um sich auszudehnen. Kann Harn ohne Schmerzen gelassen werden, so ist der Harndrang harmlos. Hilfreich ist es, mit einer gebeugten Haltung dafür zu sorgen, dass die Blase weitestgehend geleert und so die Zeitspanne bis zum nächsten Toilettengang verlängert werden kann.

Bildquelle: © Patric Kienast – Fotolia.com

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Artikelserie: Alle Schwangerschaftswochen im Überblick.

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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