Wellness für Kids – irrsinniger Trend oder sinnvolle Behandlung?

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Kind in Wellness
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Aus den USA schwappt aktuell eine Wellnesswelle herüber, die so manche Eltern erstaunt mit dem Kopf schütteln lässt: Spa für Kinder heißt die neueste Errungenschaft. Generell gilt – wo es um spielerische Entspanntheit und interfamiliären Genuss geht, kann jene Innovation nicht falsch sein!

Schönheitsbehandlungen und Saunieren für Kids?

Was Erwachsenen gut tut muss noch lange nichts für den Nachwuchs sein. In allen Bereichen, in denen es um Beauty und Hitze geht, wird jener sich nicht sonderlich wohlfühlen. Der Besuch im Dampfbad ist für die Sprösslinge ohnehin nicht anzuraten. Je kleiner die Kinder, desto gereizter reagiert ihr Immunsystem auf die heißen Temperaturen. So wirkt der Latschenkiefer-Aufguss eher kontraproduktiv und greift die Schleimhäute an.

Außerdem: Stillsitzen und sich von einer Pediküre, Maniküre oder den heißen Steinen verwöhnen zu lassen, fällt ohnehin schwer. Kinder werden das Herumliegen und Nichts-Tun-Dürfen eher als Belastung empfinden und sich wenig darüber freuen, eine halbe oder gar eine ganze Stunde aushalten zu müssen. Außerdem braucht es in einem Alter, da die Haut ohnehin weich und geschmeidig ist noch keine Packungen oder Masken im Gesicht.

Video: Massage für Kinder: Mit sanften Berührungen ADHS stoppen

Wohltuendes für die gesamte Familie

Stehen Behandlungen für Eltern wie Kinder gleichzeitig auf dem Programm, sieht es etwas anders aus. Manche Wellnesshotels offerieren sogenannte Familien-Anwendungen. Dabei erhalten Mama, Papa und der Sprössling eine Massage sowie einen kleinen Kurs, der ihnen einfache Griffe und Techniken beibringt. Jene dürfen sogleich aneinander ausprobiert werden. Sich gegenseitig Wohlgefühl schenken und die kuschelige Atmosphäre des gemütlich eingerichteten Behandlungsraums genießen.

Zusätzlich halten die Masseure ein leckeres und darüber hinaus hautfreundliches Highlight bereit: Speziell für die Kleinsten und ihre Begleiter hergestellte Masken aus Schokoladen- und/oder Vanillesauce machen die Wellnessbehandlung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es darf sich mit der essbaren Masse eingecremt und natürlich auch ausgiebig genascht werden. Gerade kleinen Rabauken wird es viel Freude bereiten, Papas Antlitz mit der Schokomaske zu „verschönern“ oder Mamas Rücken ganz dick damit einzuschmieren. Bei der anschließenden Familiendusche, in welcher das Wasser aus unterschiedlichen Höhen herabprasselt, lassen sich die Reste problemlos abgewaschen.

Auch Kinder brauchen Erholung – aber anders

Der Schul- und Freizeitstress, den so mancher Nachwuchs tagtäglich über sich ergehen lassen muss, ist anstrengend. Stundenlanges Stillsitzen im Unterricht belastet den Rücken und verursacht manchmal sogar irreparable Haltungsschäden. Außerdem birgt jeder Wachstumsschub die Gefahr, dass es zu Verspannungen im Bewegungsapparat kommt. Deshalb genießen Kinder genauso wie Erwachsene Massagen. Melden Eltern ihre Sprösslinge zu einer solchen an, sollten sie aber stets im Auge behalten, welche Bedürfnisse ein Kind hat. Dieses hält es weder allzu lange auf der Liege noch schätzt es hyper-esoterische Ansichten. Gemütlich und duftend darf es indes schon sein.

Mädchen Ratgeber
Kindliche Ansprüche in Sachen Spa unterscheiden sich signifikant von den Vorstellungen der Erwachsenen. Unter einem Heubad verstehen die Jüngsten, in einem Schuppen von einem Dachbalken in das gut riechende Gras zu springen und geht es um Schlammpackungen, wird sich lieber selbst damit eingerieben und herumgetollt, als bewegungslos auf einer Liege zu verharren.

Kids-Wellness: Eine Mixtur aus Bewegung und Entschleunigung

Selbst Hand anlegen dürfen aber dennoch die Augen genussvoll schließen und sich gemeinsam mit Mama oder Papa verwöhnen lassen – Kinder jeden Alters werden begeistert über einen solchen Vorschlag sein. Selbst Babys lieben es massiert zu werden – aber doch bitte nicht mit der langweiligen Ernsthaftigkeit wie bei Spa-Programmen für Erwachsene!

Titelbild: © istock.com – pyotr021

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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