Sensible Daten: So schützt man sie am besten

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Immer wieder ist die Öffentlichkeit erstaunt: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelingt es manchmal Hackern, die Kundendaten und Passwörter von Tausenden oder Hunderttausenden Kunden zu erbeuten. Das Unternehmen ergreift dann meist einige Maßnahmen, damit die Hacker diese Profile nicht bei ihnen nutzen können. Doch viel zu häufig macht die Bequemlichkeit der Benutzer einen Strich durch die Rechnung: Zu viele Menschen verwenden für beinahe alle Anwendungen das gleiche Passwort. Erst dann sind die Daten ein wirkliches, gefundenes Fressen für die Hacker!

Einzigartige Passwörter vermeiden die intensive Datennutzung durch Unberechtigte

Bei vielen Unternehmen und Anwendungen ist für das Einloggen die Angabe der E-Mail Adresse und des Passwortes notwendig. Wer an den Passwortschutz denkt, der sichert sich gegen die umfangreiche Verwendung der personenbezogenen Daten. Die wirksamste Maßnahme ist zugleich vergleichsweise einfach: Das gleiche Passwort sollte niemals für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden.

Wer bei einem großen Online-Händler einkauft und das gleiche Passwort für die E-Mail nutzt, der gewährt im unwahrscheinlichen Fall eines Datendiebstahls umfangreichen Zugang zur Kommunikation. Jeder sollte deshalb Datenschutz leben und für jede Anwendung ein anderes Passwort verwenden. Kommt Eines abhanden, dann hat niemand den Generalschlüssel!

Video: Datenklau im Internet – Ist mein Passwort sicher?

Der Datenpuffer für Kreditkarten – Erfindung mit Milliardenumsatz

Im internationalen Zahlungsverkehr sollten insbesondere auch Kreditkartendaten wie die Nummer, das Ablaufdatum und die Sicherheitszahl unbedingt geschützt werden. Wie dies geht? Kreditkarteninhaber oder diejenigen, die mit einer Lastschrift bezahlen möchten, können sich bei einem der Marktführer für Zahlungsverkehr registrieren. Der Marktführer ist hier wohl PayPal, einige Banken ziehen mit einem neuen Service „Paydirekt“ genannt, nach.

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Dabei kauft der Kunde im Internet ganz wie gewohnt ein und wählt beim Chack-Out an der Kasse den Zahlungsdienstleister aus. Dieser überweist den Betrag, so dass der Händler die Zahlungsbestätigung bekommt, aber keine sensiblen Kreditkarteninformationen. Dank zusätzlicher Sicherheistfunktionen verbinden die Käufer den Schutz der persönlichen Zahlungsverkehrdaten mit einem zusätzlichen Käuferschutz und Sicherungsleistungen. Das Plus an Datenschutz verbindet sich mit einem Plus an Service.

Entsperren per Fingerabdruck ist die unsicherste Lösung

Ein weiteres Risiko für die sensiblen Daten sind manche modernen, scheinbar sehr bequemen Lösungen des Einloggens. Das Entsperren per Fingerabdruck bei einigen Smartphones ist ein echtes Sicherheitsrisiko: Das vom Sensor erfasste graphische Muster wird in einen unveränderlichen Code umgesetzt. Geht dieser auf elektronischem Weg verloren, so hat ein etwaiger Hacker den Generalschlüssel. Die FAZ meldete bereits 2014, dass Fingerabdrücke durch einfaches Abfotografieren erbeutet werden können.

Sogar Ursula von der Leyens Fingerabdruck wurde kopiert. Auch wenn es hier „nur“ einen Prominenten Politiker traf, ist es bedenklich. Wählen Sie stattdessen ein sicheres Passwort aus Buchstaben, ganzen Worten mit Zahlen unterbrochen oder einem Sonderzeichen hier und da. Damit schützen Sie die Daten am Besten! Für Online Banking können Sie zusätzlich eine TAN-Liste, mobile TAN verwenden oder Überweisungen grundsätzlich selber am Bankterminal eingeben.

Datenschutz ist wie die Feuerwehr – Meist unsichtbar aber sehr wertvoll

Wer über den Datenschutz und insbesondere seine Bankdaten nachdenkt, der wird schnell feststellen: Heute gibt es Zahlungs-, Einkaufs- und Reisemöglichkeiten, die ihresgleichen suchen. Schnelle Verkehrsmittel sind beinahe überall verfügbar, ausgefallene Produkte finden sich auf Versteigerungsplattformen oder im Online-Handel. Dieses zigtausende Plus an Möglichkeiten nutzen viele Menschen.

Wer mit seinen Daten vorsichtig umgeht, der wird das Risiko von Unannehmlichkeiten minimieren. Denn letztendlich ist die Bestellung einer neuen Kreditkarte oder die Rückbuchung von Transaktionen mit Zeitaufwand verbunden. Deshalb sollte der Datenschutz mindestens genauso wertgeschätzt werden wie die Feuerwehr: Immer da und leider erst sichtbar, wenn sie wirklich gebraucht wird.

Titelbild: © istock.com – weerapatkiatdumrong

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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