Schulverpflegung für Kinder: Welche Standards müssen eingehalten werden?

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Frühstück und Pausenbrot sollten gemeinsam rund ein Drittel des täglichen Energiebedarfs der Kinder decken. Wer dabei auf zu viel Süßes setzt, jagt den Blutzuckerspiegel in schwindelerregende Höhen, verursacht Konzentrationsstörungen und hemmt die Lernfähigkeit.

Das kleine Pausenbrot Einmaleins

Obwohl Kohlehydrate schnell ins Blut wandern und eine kurzfristige Leistungssteigerung erzielen, gilt es beim Pausenbrot vorsichtig damit umzugehen. Weißbrot in Form von Sandwiches ist nur bedingt dazu geeignet, die Anforderungen an eine Schulmahlzeit zu erfüllen. Besser ist es dem Sprössling belegte Vollkorn- oder Roggenbrote einzupacken. Diese machen länger satt und liefern konstant Energie an den Körper. Was aufs Brot kommt, darf natürlich Geschmackssache sein.

Dennoch sollte mit Nuss-Nougat-Aufstrichen und Milchcremes sparsam umgegangen werden. Besser sind Wurst und Käse, getoppt von einigen Scheiben Salatgurke oder einer geachtelten Tomate. Weigert sich das Kind die harte Kruste eines Roggenmischbrotes zu essen, können Eltern auf Weißbrot zurückgreifen und jenes üppig mit Gemüse und einem fettarmen Käse belegen. Auch magerer Schinken und ein hart gekochtes Eis passen hervorragend zwischen die Scheiben. Weil ein Schultag lang und anstrengend sein kann, ist auf ausreichende Mengen zu achten. Übertreibungen gilt es dennoch zu vermeiden – ein Zuviel sorgt für überflüssige Pfunde.

Mehr als nur „Brot“

Auch wenn die Schulverpflegung im Volksmund als „Pausenbrot“ bezeichnet wird, vermag der Speiseplan variantenreicher zu sein. Die Brotzeitbox sollte nach Möglichkeit drei verschiedene Nahrungsmittel enthalten. Ein kleiner Becher Joghurt oder eine Packung Trinkmilch meinen eine Ergänzungs-Option zur klassischen Stulle. Daneben darf die Portion Obst oder Gemüse nicht fehlen. Damit die Kinder selbiges auch essen, muss es in appetitlichen Häppchen mitgegeben werden. Kohlrabi in Scheiben, gewaschene Erdbeeren, ein geviertelter Apfel oder eine Hand voll Radieschen – was immer dem Schüler schmeckt und viele Vitamine hat, ist erlaubt. Alle Kinder lieben Süßigkeiten. Um einen Heißhunger auf Schokoriegel & Co. zu vermeiden, packen verantwortungsbewusste, vorausschauende Eltern die Kleinigkeit für „den süßen Zahn“ gleich selbst ein. Eine Mini-Schokoladentafeln, saisonale Produkte wie Schokoostereier sowie kleine Lebkuchen oder fünf Gummibärchen sind erlaubt und vereiteln, dass am Schulkiosk zu größeren Kalorienbomben gegriffen wird.

Video:Schulbrote für die ganze Woche | Pausenbrote | lunch | lunchtime | mamiblock kiDchen – Der Mami Blog

Nicht kaufen lassen sondern selbst gestalten

Wer dem Nachwuchs anstatt eines abwechslungsreichen, gesunden Pausenbrots nur Geld in die Hand drückt, braucht sich nicht wundern, dass zu klebrigen Gebäcken und ebensolchen Softgetränken gegriffen wird. An vielen Pausenbrot-Verkaufsstellen werden immer noch hauptsächlich Snacks und stark gezuckerte Speisen verkauft, weil dies wenig Aufwand für die Schulen bedeutet. Es liegt also nicht nur an den Eltern, wenn viele Schüler sich den Tag hindurch von ungeeigneten Speisen ernähren – auch die Schule trägt ihren Teil dazu bei. Koffeinhaltige Getränke und Limonaden generell haben im Schulranzen nichts verloren.

Daher gehört es nun an vielen Schulen zum Standard, dass ausschließlich Fruchtsäfte, Mineralwässer und Tees beim sogenannten „Pausenbäcker“ erhältlich sind. Verzieht das Kind bei bloßem Wasser das Gesicht und widerstrebt es Eltern ihrem Sohn, ihrer Tochter kalorienreiche Säfte einzupacken, meinen selbstgemixte Schorlen eine clevere Alternative. Je mehr eigenhändig geschmiert, geschnippelt, gekocht und abgefüllt wird, desto besser behält die Familie den Überblick über den Nahrungsmittelkonsum des Kindes.

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Schule, Kinder, Eltern: Gemeinsam für ein gesundes Pausenbrot!

Gerade in der Grundschule haben Mamas und Papas noch die volle Verantwortung für das Pausenbrot zu tragen. Mit den Jahren lernt das Kind, was gut oder weniger vorteilshaft in Sachen Ernährung ist und bietet der Schulkiosk keine Süßspeisen oder Fastfood-Gerichte an, trägt die Nahrungsaufnahme zwischen den Unterrichtsstunden zum Lernerfolg bei.

Titelbild: © istock.com – Jani Bryson

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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