Schreibabys: 5 Tipps für ruhige Nächte

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Brüllt der innig geliebte Familiennachwuchs stundenlang und scheinbar ohne Grund vor sich hin, treibt dies selbst die geduldigsten Eltern an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Um es sich selbst und dem niedlichen neuen Erdenbürger leichter zu machen, sollten folgende Ratschläge ausprobiert werden.

1. Pucken

Auch wenn es für Erwachsene ungemütlich aussieht: Die straffe Wickeltechnik birgt Vorteile. Da die Arm- und Beinbewegung durch die eng am Körper liegenden Tücher eingeschränkt wird, erfahren die Säuglinge automatisch eine Beruhigung. Platzmangel sind sie ja bereits aus dem Mutterleib gewohnt und so reagieren viele entspannt, werden sie gepuckt.

Empirische Studien haben gezeigt, dass die so gewickelten Babys länger und tiefer schlafen. Sie wachen weniger rasch und nicht mehr so häufig bei nur geringen Lauten auf. Auch die Schreiattacken gepuckter Kinder verkürzten sich merklich oder verschwanden mitunter ganz.

Video: Pucken + Anleitung für einen professionellen Babywickel +

2. Aufrechte Haltung

Bis vor wenigen Jahrhunderten war es vor allem unter der ärmeren Bevölkerung Europas und Nordamerikas üblich, dass Kinder den ganzen Tag herumgetragen und damit dicht am Körper der Mutter gehalten wurden. Mit zunehmendem Reichtum mussten die Babys mehr und mehr Stunden in liegender Haltung verbringen. Dauerhaft auf dem Rücken zu verweilen tut speziell den Säuglingen nicht gut, deren Schreiattacken von Darmproblemen herrühren.

Darum sollten Eltern so oft wie möglich mit einem Wickeltuch um den Rumpf unterwegs sein. In Ländern, in denen Kinder noch dieser Tage in aufrechter Position durch den Tag befördert werden, sind die sogenannten Dreimonatskoliken kaum bekannt.

3. Monotonie hilft….

Geplagten Müttern und Vätern kommt die Aufgabe zu, ihrem Baby Sicherheit und Kontinuität zu geben. Manche Schreibabys brüllen nur deswegen den ganzen Abend über, weil ihr Geist mit den Eindrücken des Lebens völlig überfordert ist. Es kommt nicht zur Ruhe und fühlt sich unsicher.

Ein klar strukturierter Tagesablauf hilft, dem Kind das Gefühl der Geborgenheit zu geben. Auch wenn es die Eltern mitunter langweilt – immer wieder die gleichen Rituale durchzuspielen, unterstützt die kindliche Entwicklung.

4. …auch in akustischer Hinsicht

Betroffene Eltern berichten häufig, dass das Baby auf Autofahrten oder neben einem dudelnden Radio hervorragend schläft. Wird es abends im Kinderbett aber ruhig, fängt das Kind wie von Sinnen an zu schreien. Stille irritiert manche Säuglinge und macht sie ängstlich. Monotone Entspannungsmusik, das Surren eines Föhns oder die Motorengeräusche eines PKWs erleichtern hingegen das Einschlafen. Weil nicht pausenlos durch die Gegend gefahren werden kann und ein Föhn im Kinderzimmer ohnehin nichts verloren hat, reicht es die Geräusche aufzunehmen.

Mädchen Ratgeber
Eine der effektivsten akustischen Beruhigungsmethoden ist es, dass Geschrei des Babys via Tonbandgerät oder Smartphone festzuhalten und es dem Kind beim Zubettgehen in abgemilderter Lautstärke vorzuspielen.

5. Durchhalten!

Den Bauch massieren, das Kind sanft schaukeln, Fenchelzäpfchen verabreichen, die mütterliche Ernährung umstellen, singen und in den Armen halten – die Liste der möglichen und durchaus empfehlenswerten Schreikind-Beruhiger ist lang. Springt das Baby beispielsweise nicht sofort auf die sanften Berührungen rund um den Bauchnabel an, gilt es am Ball zu bleiben. Manchmal braucht es mehr als ein paar Minuten, um zu verstehen wie schön sich die elterlichen Zuwendungen anfühlen.

Jedes Kind ist anders

Die Wissenschaft ist sich noch immer nicht über die Gründe des Schreikind-Daseins einig. Anscheinend lösen verschiedene Faktoren diese Störung aus und daher werden Eltern einige Gegenmittel probieren müssen, bis ein Erfolg zu verbuchen ist. So lange es auch dauern mag, eines ist gewiss – jedes Baby hört irgendwann auf ein Schreikind zu sein!

Titelbild: © istock.com – studiomoment

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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