Patchworkfamilie – „Ich halte es nicht mehr aus!“

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Leben in der Patschwork Familie
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Mittlerweile sind Patchworkfamilien schon längst keine Seltenheit mehr. Damit diese Form des Zusammenlebens wirklich gut funktioniert, gilt es jedoch einige wichtige Hinweise und Ratschläge zur Kenntnis zu nehmen. So ist es zum Beispiel ausgesprochen wichtig, dass sich alle Beteiligten nicht unnötig unter Druck setzen und die Bedürfnisse der anderen respektieren.

Verständnis als Basis für eine funktionierende Patchworkfamilie

Eltern freuen sich in der Regel, dass sie ihren Kindern durch die neue Partnerin oder den neuen Partner wieder eine vollständige Familie bieten können. Allerdings sollten sich die Eltern darüber im Klaren sein, dass sich die Kinder speziell in der Anfangsphase der neuen Lebenssituation unwohl und fremd fühlen werden.

So wünschen sich die Kinder das Zusammenleben mit ihren beiden leiblichen Elternteilen und erkennen den neuen Lebenspartner demzufolge häufig als Konkurrenz an.

Entscheidend ist, dass die Eltern verbale Ausbrüche und eventuelle Beleidigungen der Kinder richtig einordnen. Mit Verständnis für die zweifellos sehr schwierige Situation der Kinder fällt es den Erwachsenen deutlich leichter, die verbalen Entgleisungen der Kinder zu akzeptieren und schnell zu verzeihen.

In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass das Alter des Kindes von zentraler Bedeutung für die zugehörige Problematik ist. Das bedeutet, dass es Kleinkindern oft leichter fällt, das neue Umfeld zu akzeptieren, während sich Kinder im Grundschulalter oft besonders stark gegen das Leben in einer Patchworkfamilie wehren.

Video: ARD Reportage – Machen Kinder glücklich?

Der Faktor Zeit

Wie alle einschneidenden Veränderungen benötigt auch das Zusammenleben als Patchworkfamilie eine mehr oder weniger lange Eingewöhnungszeit. Bis sich eine angenehme Routine eingespielt hat, müssen sich die Kinder Schritt für Schritt besser kennenlernen und die Erwachsenen entdecken immer wieder neue Eigenarten des Partners. Allgemein gesehen sollte sich der neue Lebenspartner bewusst machen, dass es keinen Sinn macht, leibliche Eltern ersetzen zu wollen.

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Gespräch mit den leiblichen Eltern suchen

Demzufolge sollten relevante Erziehungsfragen und intime Gespräche den leiblichen Eltern überlassen werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Kinder im Laufe der Zeit an den neuen Lebenspartner gewöhnen und im Idealfall ein Vertrauensverhältnis aufbauen, aber das Tempo dieses Prozesses sollten allein die Kinder bestimmen.

Warum Aufmerksamkeit und Zuwendung so wichtig sind

Des Weiteren ist es von großer Bedeutung, dass die Eltern ihren Kindern deutlich machen, dass sie immer für sie da sind. Verlustängste sind im Anschluss an eine Trennung der Eltern vollkommen normal, sodass es sinnvoll ist, dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und Zuwendung besonders intensiv nachzukommen. Durch dieses sorgsame Verhalten können die Eltern zeigen, dass die Kinder trotz des neuen Lebenspartners keine untergeordnete Rolle einnehmen.

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Bildquelle: shutterstock.com – Werner Heiber

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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