Natürliche Verhütung ohne künstliche Hormone

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Natürliche Verhütung ohne Hormone
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Nicht jede Frau möchte eine mögliche Schwangerschaft mit Hormonen verhüten. Die Nebenwirkungen auf den Organismus sind langfristig und umstritten. So wird zum Beispiel der Anti-Baby-Pille ein erhöhtes Brustkrebsrisiko nachgesagt. Welche Möglichkeiten zur natürlichen Verhütung ohne künstliche Hormone bieten sich Paaren also?

Die Spirale als moderne Form der Verhütung

Die moderne Variante der Verhütung ohne Hormone ist zweifelsohne die Spirale. Sie wird medizinisch als Intrauterinpessar bezeichnet. Im Vorfeld muss jedoch klargestellt werden, dass es zwei Spiralen mit unterschiedlicher Wirkungsweise gibt:

  • Die Kupfer- oder Kupfer-Gold-Spirale und
  • Die Hormonspirale.

Wir sprechen hier jedoch von der Kupferspirale, die ohne Hormone eine Schwangerschaft verhütet. Interessanterweise ist die Wirkung der Kupferspirale nicht 100%ig geklärt und dennoch erfüllt sie ihre Aufgabe. Es wurde herausgefunden, dass Kupferionen hemmend auf Spermien wirken. Sie reduzieren ihre Beweglichkeit und verkürzen ihre Lebensdauer. Der Wirkungskreis der Kupferspirale ist auf die Gebärmutter und den Eileiter begrenzt. Ferner wird die Eileiterfunktion behindert, indem der Transport der Eizelle und der Spermien behindert wird.

Die Kupfer-Gold-Spirale hingegen soll darüber hinaus eine hemmende Wirkung auf Bakterien und Pilze haben und somit das Risiko für Entzündungen und Infektionen im Gebärmutterraum reduzieren. Ein sogenannter mikrogalvanischer Effekt setzt die Orientierungsfähigkeit der Spermien herab. In der Folge „verirren“ sich die Spermien und die fruchtbaren Stunden vergehen. So gesehen kann diese Wirkungsweise auch als doppelter Effekt angesehen werden, denn die Befruchtung des reifen Follikel wird aktiv verhindert.

Das Einsetzen der Spirale trägt auch Risiken mit sich wie:

  • Ein erhöhtes Infektionsrisiko in den ersten Wochen
  • Die Menstruation tritt stärker und mit Beschwerden wie Unterleibsschmerzen auf
  • Die Spirale könnte innerhalb der ersten drei Monate ausgestoßen werden
  • Die Rückholfäden können sich in die Gebärmutter legen, was einen operativen Eingriff notwendig macht.

Video: Braintuning – Verhütung

Die Billings- und Temperaturmethode = Die symptothermale Methode

Eine weitere Möglichkeit ist die symptothermale Methode. Dabei geht es um die wenigen fruchtbaren Stunden der Frau. Ganz konkret werden dabei täglich die Körpertemperatur und das Scheidensekret bzw. des Zervikalschleims beobachtet. Diese Methode erfordert eine bewusste Lebensweise und die tägliche Beobachtung des eigenen Körpers. Da sie jedoch die Kombination der Billings- und Temperaturmethode umfasst, gilt sie für die Empfängnisverhütung als sehr sicher.

Die Verhütung liegt ganz einfach in der Abstinenz von Geschlechtsverkehr während der fruchtbaren Tage. Alternativ kann in diesen Tagen natürlich das Kondom verwendet werden. Während der täglichen Messung ist an den fruchtbaren Tagen ein Anstieg der Körpertemperatur zu verzeichnen. Auch der Zervikalschleim verändert sich und zeigt somit die Fruchtbarkeit an. Heute werden bereits eine entsprechende Software für PC und Apps für das Handy angeboten, die die Beobachtung und deren Ergebnisse vereinfacht.

Mädchen Ratgeber
Diese natürliche Methode der Schwangerschaftsverhütung erfordert nicht nur viel Eigenverantwortlichkeit und Disziplin. Insbesondere junge Frauen lernen bei dieser Methode ihren Körper viel besser kennen und achten im Laufe der Zeit sensibler auf die Zeichen der Fruchtbarkeit.

So können manche Frauen zum Beispiel während der fruchtbaren Tage auch leichte Schmerzen im Unterleib verspüren. Im umgekehrten Falle – nämlich bei einem gemeinsamen Kinderwunsch, wissen Frauen ganz genau, wann der perfekte Zeitpunkt für eine Empfängnis herannaht.

Der Klassiker – Das Kondom

Nicht unbedingt bei allen Paaren beliebt und trotzdem wirkungsvoll – das Kondom. Gerade junge Menschen, die eventuell häufiger wechselnde Sexualpartner haben, sollten ein Kondom immer bei sich tragen. Hierbei geht es nicht nur um die Schwangerschaftsverhütung, sondern auch um die Übertragung von Geschlechtskrankheiten und Bakterien wie Chlamydien.

Besonders wichtig bei der Verwendung von Kondomen: Niemals die Packung im Eifer des Gefechts mit den Zähnen aufreißen! Das Kondom könnte leicht einreißen und erfüllt seinen Zweck nicht mehr.

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Titelbild: © koya979 – shutterstock.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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