Mineralien & Vitamine während des Stillens – für eine gesunde Entwicklung

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Glückliche Mutter beim Stillen
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Während des Stillens, gibt die Mama automatisch Vitamine und Mineralien an ihren kleinen Liebling weiter. Daher ist es besonders wichtig, sich in der Stillzeit ausgewogen zu ernähren und bei Bedarf mit Nahrungsergänzungsmitteln nachzuhelfen – schließlich müssen zwei Lebewesen optimal mit Nährstoffen versorgt werden!

Bio-Fleisch ist gesund – Vorsicht bei Vegetarierinnen

In der Muttermilch stecken enorme Mengen an Eisen, Zink und Proteinen. Alle drei Mineralien helfen dabei, das kindliche Wachstum zu fördern, die Zellentwicklung voranzutreiben und das Immunsystem zu stärken. In Bio-Rindfleisch lassen sich die genannten Nährstoffe in großen Mengen finden. Doch auch biologisch gehaltenes Hühnchen darf auf dem Speiseplan der Stillenden eine Rolle spielen. Schließlich enthält es jede Menge Vitamin B6. Dieses sorgt dafür, dass der kleine Körper eigenmächtig ausreichend neue Zellen erzeugen kann. Obwohl Schweinefleisch dieser Tage ein wenig in Misskredit gefallen ist, sei es Mamas dringend ans Herz gelegt. Bio-Schwein enthält viel Vitamin B1 und unterstützt damit die Herzkranzgefäße beider. Wer sich vegetarisch ernährt, sollte beispielsweise Zink Kapseln während des Stillens von vitaminexpress.org einnehmen, um so einer Unterversorgung entgegenzuwirken. Von veganer Still-Kost wird seitens der Schulmedizin abgeraten. Es könnte zu einem:

  • Eisen-,
  • Eiweiß-,
  • Kalzium-,
  • Zink-,
  • Vitamin A-,
  • Vitamin B-,
  • und Vitamin-D Mangel kommen.

Vitaminbomben für frischgebackene Mamis

Damit der mütterliche Organismus ausreichend Nährstoffe an das Baby abgeben kann und dabei selbst keine Defizite erfährt, dürfen Stillende sich an Obst und Gemüse so richtig sattessen. Idealerweise testet die Mama durch, was ihr am besten schmeckt und berücksichtigt, ob ihr und dem Baby die jeweilige Sorte auch bekommt.

Mädchen Ratgeber
Es wird immer wieder behauptet, dass Südfrüchte bei gestillten Kindern pauschal einen wunden Po verursachen würden. Dieses Argument ist falsch. Nur etwa jedes 10. Kind verträgt die säurehaltigen Obstsorten nicht. Alle anderen kommen prima damit klar. Weil Kiwi, Ananas & Co. viel Folsäure, Vitamin C, Eisen, Kalium, Natrium und Calcium enthalten, sollte es die Mama in jedem Fall auf einen Versuch ankommen lassen. Zeigen sich beim Säugling keinerlei Reaktionen, ist gegen den Genuss von Südfrüchten – in Maßen natürlich – nichts einzuwenden.

Ebenso wie bei Mangos und Orangen entscheidet auch in Sachen Kohl die Dosis. Selbstverständlich verursacht ein Zuviel an Weißkraut, Blumenkohl und Wirsing Blähungen – deshalb diese Gemüsesorten ebenfalls austesten.

Video: Tipps einer erfahrenen Hebamme zum Thema Stillen

Milch und Fisch – unverzichtbare Elemente der Stillkost

Seefisch enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese beeinflussen die Ausbildung und das Wachstum der Nervenzellen positiv. Auch auf die Sehkraft haben sie einen großen Einfluss. Fisch beinhaltet außerdem große Mengen an Proteinen, Jod, Vitamin B6 sowie Vitamin D. Die beiden letztgenannten Elemente kann der Körper des Babys noch nicht in ausreichenden Mengen selbst produzieren, so dass sie über die Ernährung der Mutter aufgenommen werden müssen.
Vor allem fettreicher Fisch wie Lachs eignet sich während der Stillzeit hervorragend. Stillende Muttis müssen sich täglich eine große Portion an Milchprodukten auftun. In Joghurt, Kefir, Milch, Buttermilch und Käse stecken viele Proteine, wertvolles Jod und das essentielle Vitamin B12. Einen ähnlichen Vitamin- und Mineralstoffcocktail hält sonst nur Fleisch bereit. Vegetarierinnen dürfen bei Milchprodukten deshalb besonders herzhaft zugreifen.

Überlegt aber nicht für zwei essen

Der urgroßmütterliche Rat, während der Schwangerschaft und Stillzeit für zwei zu essen, wurde als bloßer Humbug entlarvt. Als Stillende haben sich Frauen bewusst gesund zu ernähren und eventuelle Mängel mit Ergänzungsmitteln auszugleichen.

Titelbild: ©istock – evgenyatamanenko

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

1 comment

  1. Alina 28 Oktober, 2016 at 13:07 Antworten

    Hallo,
    interessanter Artikel. Ich selbst habe noch keine Kinder, ich finde es aber wichtig, sich früh genug mit dem Thema zu beschäftigen. Seit ca. 2 Jahren bin ich auch die vegane Ernährung umgestiegen und fühle mich bis jetzt ganz gut damit.
    Bis jetzt wusste ich nicht, dass nach einer Schwangerschaft bzw. während dem Stillen von veganer Still-Kost abgeraten wird. Ich werde mich dann, wenn es soweit ist, mal näher mit dem Thema beschäftigen. Meine Freundin bekommt bald ein Kind und ist seit 5 Jahren Vegetarierin, ich glaube ich werde ihr den Artikel mal zeigen!
    Durch meinen Arzt weiß ich bereits, dass Veganer oft einen Mangel an bestimmten Nährstoffen haben, den sie über Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen müssen. Das wird wahrscheinlich auch der Grund für das Abraten.
    Ich selbst nehme Zink, Vitamin A,B und C über Tabletten zu mir, und fühle mich gut damit.

    Lg

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