Laufen lernen: So unterstützen Sie Ihr Kind am Besten

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Laufen lernen
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Der aufrechte Gang unterscheidet den Menschen von allen anderen Spezies. Dass der Körper auf nur zwei Beinen in Balance bleibt, ist eine Meisterleistung des Bewegungsapparats – diese Fähigkeit zu erlernen gelingt nicht so einfach und sollte keinesfalls von Eltern erzwungen werden!

Nichts beschleunigen: Laufen lernen geht von ganz alleine

Durchschnittlich läuft der Mensch mit einem Jahr und drei Monaten. Manche Kinder schaffen es früher, Ausnahmen sogar mit neun Monaten, andere erst beim Anblick zweier brennender Geburtstagskerzen. Können alle Spielkameraden der Krabbelgruppe bereits mit 12 Monaten laufen und sitzt der eigene Sprössling als einziger vergnügt aber laufunwillig auf dem Hosenboden, brauchen sich Eltern nicht zu sorgen. Seine Knochen, Gelenke und Sehnen sind noch nicht so weit. Wann ein Kind laufen lernt, hängt von dessen Genetik ab.

Ein wiederholtes und zu frühes auf die Beinchen stellen schadet mehr als das es nützt. Daher darf die elterliche Unterstützung nicht aus Gängeleien sondern aus Motivation bestehen. Richtet sich das Kind erstmals auf und versucht es einen Fuß vor den anderen zu setzen, will es gelobt werden. Klatscht die Mama, der Papa vor Freude in die Hände, sieht es sich in seinem Tun bestätigt.

Video: Krabbeln, robben und rutschen

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Keine Hilfen aber Hilfe

Die vormals so populären Gehfreis können Haltungsschäden verursachen und suggerieren dem Kinderkörper eine Unterstützung, die es beim richtigen Laufen nicht mehr hat. Die Gehfähigkeit muss somit zweimal auf unterschiedliche Weise erlernt werden. Die helfende Hand von Mutter oder Vater gibt hingegen echte Sicherheit. Präsent sein, Hilfe anbieten aber nicht aufdrängen und gemeinsam mit dem Kind die Wohnung erkunden – es ist ein unvergessliches Erlebnis den Sohn, die Tochter erstmals durch das Eigenheim tapsen zu sehen!

Sobald der neue Erdenbürger Anstalten macht sich robbend, krabbelnd oder wälzend durch die Räume zu bewegen, müssen diese kindersicher gemacht werden. Denn zwischen jenen Fortbewegungsvarianten und dem ersten Schritt liegen oft nur wenige Wochen. Gehanfänger ziehen sich an allen möglichen Gegenständen hoch und weil sie noch nicht einschätzen können, was stabil ist und was nicht, greifen sie auch gerne zu Tischdecken oder Blumenvasen. Eltern sei geraten, sich einmal kniend durch das Haus zu bewegen und alle möglichen Gefahrenquellen aus der kindlichen Perspektive zu betrachten.

Eine effiziente Unterstützung der Motorik

Laufen zu können ist die Königsdisziplin der menschlichen Fortbewegung. Dennoch zielt vom Krabbeln bis zum Sitzen im Hochstuhl alles auf diese Fähigkeit ab. Daher braucht es viel Freiraum. Anstatt im Stubenwagen zu liegen, strampelt es sich auf einer warmen Wolldecke liegend viel stürmischer und damit fördernder. Wer zu früh im Hochstuhl oder Buggy untergebracht wird oder andauernd um aufrecht zu sitzen Kissen in den Rücken gestopft bekommt, erfährt Haltungsschäden.

Mädchen Ratgeber
Bis zum neunten Lebensmonat haben Babys liegend im Kinderwagen transportiert zu werden und der Hochstuhl kommt erst dann in Frage, kann das Kleine schon eine Viertelstunde selbstständig sitzen. Laufenlernen gelingt am besten barfuß oder in mit Anti-Rutsch-Noppen versehenen Socken. Schuhe braucht es dazu nicht. Aller Anfang ist schwer und darum gehören Stürze dazu. Der Kinderkörper reagiert darauf gefasster als so manche Eltern und sieht Popo-Plumpser äußerst gelassen.

Das Wunder der Bewegung

Vom Tag der Geburt, an dem das Kind noch nicht einmal selbstständig das Köpfchen heben kann, bis zum ersten Schritt, erfährt die Motorik eine wahre Revolution. Es obliegt den Eltern sich an jedem kleinen Fortschritt zu erfreuen und nicht darüber deprimiert zu sein, was noch nicht klappt!

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Bildquelle: ©iStock.com/FamVeld

 

 

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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