Im Dorf leben Welche Vor & Nachteile ergeben sich Familien?

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Dorfeingang Straße
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Das Leben auf dem Land ist für viele ein perfektes Familienidyll, aber auch die Stadt hat viele Vorzüge, die man auf dem Dorf vermissen könnte. Doch was überwiegt, was spricht für und was spricht gegen ein Leben im Dorf?

Dorf oder Stadt wo lebt es sich angenehmer?

Steht ein Umzug an, so gibt es meist zwei Möglichkeiten. Die aufregende Großstadt mit ihrem großzügigen Freizeitangebot oder das ruhige Dorf, mit der gesunden Luft und der entspannenden Ruhe.

Gerade Familien mit Kindern sehen das Dorf als perfekten Ort an, um den Nachwuchs großzuziehen, ihm die Natur nahezubringen und fernab vom Trubel der Stadt zu vermitteln, worauf es im Leben ankommt.

Im Dorf zu leben bedeutet für viele nicht ständig Acht geben zu müssen und in Sorge leben zu müssen, dass dem Nachwuchs im Straßenverkehr oder unter vielen den Passanten etwas passiert. Die Kids sehen das oft ganz anders, vor allem, wenn ein Umzug von der Stadt aufs Land erfolgt. Das Dorfleben ist für Kinder nicht unbedingt so spannend wie das in der Großstadt, vor allem dann nicht, wenn sie es nicht gewohnt sind.

Die Vorteile des Dorflebens

Mag der Nachwuchs begeistert sein oder nicht, für die gesamte Familie ergeben sich Vorteile. Im Dorf zu leben ist gar nicht so uninteressant, wenn die Kinder erst einmal feststellen, dass man hier ohne Probleme Haustiere halten kann. Und zwar nicht nur den Nager im Käfig, nein, auch der langersehnte Golden Retriever als Familienhund ist auf einmal möglich.

Die Mietpreise auf dem Dorf oder auch die Kaufpreise für Grundstücke sind günstiger als in der Stadt. So kann mit demselben Budget auf dem Dorf ein ganzes Haus gemietet werden, wo es in der Stadt nur für eine kleine DreiZimmerWohnung reicht.

Je mehr Platz, desto mehr Möglichkeiten Hunde, Katzen oder gar ein Pferd unterzubringen. Von der eigenen Wohnqualität einmal ganz zu schweigen. Der geringe Verkehr auf dem Dorf sorgt zudem für eine gesündere Luft und Outdoor Aktivitäten wie ein Waldspaziergang inklusive der Möglichkeit Rehe oder Wildhasen zu beobachten liegen gleich vor der Haustür. Bei so viel Idylle mag man gar nicht glauben, dass es trotzdem auch Nachteile gibt.

Video: Stadt vs Dorf

Die Nachteile im Dorf darauf sollte man gefasst sein

Die Romantik des Dorflebens bekommt schnell Risse, denn in Alltagssituationen hat das Leben auf dem Land auch seine Tücken. Dazu gehören:

  • es gibt wenige bis gar keine Einkaufsmöglichkeiten
  • fußläufig ist so gut wie nichts zu erreichen
  • Schulen oder Kitas sind meist nicht vorhanden
  • oft ist auch der Internetempfang noch sehr schlecht
  • die Landwirtschaft kann laut und schmutzintensiv sein
Der Traktor der um sechs Uhr morgens mehrfach am Schlafzimmerfenster vorbeifährt weil gedüngt oder geerntet werden muss oder die Tatsache, dass für alles das Auto benötigt wird, hält viele davon ab, im Dorf leben zu wollen. Meist findet sich im Dorf selbst auch keine Arbeit, so dass Familienväter und mütter trotzdem in der Stadt arbeiten müssen und jeden Tag viele Kilometer hin und herpendeln müssen.

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Im Dorf zu leben bedeutet sich zu arrangieren

Wer das Dorfleben liebt, wird einen Weg finden sich zu arrangieren. Ein Zweitwagen löst immerhin die logistischen Probleme und für die Schule gibt es vom jeweiligen Landkreis den kostenlosen Schulbus, der die Kinder abholt und nach Schulende wieder zurückbringt.

Zudem muss nicht gleich in ein 500 EinwohnerDorf umgezogen werden. Vielleicht tut es auch erst einmal die Kleinstadt oder eine Marktgemeinde, die den einen oder anderen Supermarkt oder Arzt beheimatet.

Titelbild:  © iStock – Xantana

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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