Gewächshaus für die Familie – Biogemüse selbst anbauen

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Gewächshaus Biogemüse
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Wer einen Garten sein Eigen nennt, möchte diesen gerne auf möglichst vielfältige Weise nutzen. Dazu gehört auch der Anbau von Gemüse. Ein Gewächshaus eignet sich besonders gut, um verschiedenste Gemüsesorten wie Gurken, Paprika, Zucchini und Co. zu ziehen. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es dabei ankommt.

Diese Vorteile bieten Gewächshäuser

Ein Gewächshaus ermöglicht es, das ganze Jahr hindurch frisches Gemüse zu ernten. Selbst im Sommer vereinfacht das Gewächshaus den Anbau vieler Sorten, so zum Beispiel von Spinat oder Feldsalat: Beide wachsen in einem Gewächshaus viel schneller als im Beet. Damit das Gemüse auch in Herbst und Winter mit ausreichend Licht versorgt wird, sollten die Glasflächen stets sauber sein. Auch die Anbringung von zusätzlichen Lampen macht in der kalten Jahreszeit Sinn.

Gewächshausarten im Überblick

Gartencenter bieten ein breites Sortiment an Gewächshäusern in verschiedenen Größen und Formen an. Die Auswahl reicht vom kleinen Holzhaus über Gewächshäuser aus Plastik bis hin zum großen Luxusmodell aus Glas. Schon ein Folientunnel gilt streng genommen als Gewächshaus. Wer das Haus ganzjährig nutzen möchte, ist mit einem Haus aus Glas oder Plexiglas gut beraten, denn diese Materialien lassen am meisten Licht hindurch. Bei vielen Häusern handelt es sich um Fertigbausätze, die ganz einfach am gewünschten Ort aufgestellt werden.

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Bedenken Sie: Der Wasserverbrauch im Gewächshaus ist höher!

Hobbygärtner sollten zudem stets bedenken, dass Pflanzen im Gewächshaus einen höheren Wasserbedarf haben. In der Regel ist tägliches Gießen notwendig. Dafür ist die Aufzucht kontrollierter, da Einfluss auf die Temperatur genommen werden kann. Nicht zuletzt schmeckt frisch geerntetes Gemüse aus dem eigenen Garten ganz einfach besser und ist darüber hinaus garantiert frei von Pestiziden und Düngemitteln.

Andere benötigen einen Sockel oder ein Fundament, damit ein stabiler Stand gewährleistet ist. In jedem Fall sollte das Haus mit einem Arbeitstisch, Hängeregalen, einem Ventilator, Mess- und Regelgeräten für Luftfeuchtigkeit und Temperatur, Fenstern und einer Heizvorrichtung ausgestattet sein. So kann das Haus auch im Winter zum Gemüseanbau sowie zur Überwinterung von Kübelpflanzen genutzt werden.

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Gewächshaus: Ausrichtung und Bodenqualität

Unbeheizte Gewächshäuser werden am besten in Nord-Süd-Richtung aufgestellt, während beheizte Modelle vorzugsweise nach Ost-West ausgerichtet werden sollten. So wird das Licht in den Wintermonaten optimal ausgenutzt und eine Ganzjahresnutzung vereinfacht. Da der Boden in einem Gewächshaus stärker strapaziert wird als im Beet, muss er intensiv gepflegt werden. Die richtige Düngung verhindert, dass die Erde zu stark auslaugt. Nur wer dabei vollständig auf Chemie verzichtet, erntet echtes Bio-Gemüse.

Damit sich das Gießwasser gut verteilen kann, sollte der Boden möglichst locker sein und aus krümeliger bis mittelschwerer Erde bestehen. Empfehlenswert ist ein Zwei-Schicht-Boden: Die erste Schicht besteht aus gut abgelagertem, circa zwei Jahre altem Pferdedung, die obere Schicht aus Erde. Der Boden sollte im Drei-Jahres-Rhythmus ausgetauscht werden, um eine gleichbleibende Qualität der Ernte zu gewährleisten.

Aussaatkalender für leckeres Biogemüse

Das verwendete Saatgut sollte für den Gemüseanbau im Gewächshaus geeignet sein. Zu Jahresbeginn, also ab Mitte Januar, kann mit der Aussaat von schnellwüchsigen und kältetoleranten Sorten begonnen werden. Dazu gehören zum Beispiel Feldsalat, Rettich oder Radieschen. Droht Frost, sollten jedoch auch diese mit einem Vlies abgedeckt werden. Die in Deutschland sehr beliebten Gemüsesorten Blumenkohl, Kohlrabi und Tomaten werden frühestens im März ausgesät, während Zwiebeln, Pflücksalat und Stangenbohnen bis zum Juni warten müssen.

Fazit

Ein Gewächshaus erhöht den Arbeitsaufwand im eigenen Garten, ermöglicht es dabei jedoch, ganzjährig frisches Gemüse anzubauen, das garantiert frei von schädlichen Pestiziden und Düngemittelresten ist.

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Titelbild: © Monkey Business Images – shutterstock.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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