Finanzplanung für die Familie: Wenn Eltern zu Betriebswirten werden

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Mann und Frau prüfen Finanzen
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Wer in der heutigen Zeit eine Familie gründet, muss gut wirtschaften können. Bestenfalls bereits vor der Gründung einer eigenen Familie, um finanziell nicht in einen Engpass zu geraten. Dieses Modell funktioniert natürlich nicht immer, weil viele Babys ungeplant auf die Welt kommen. Dennoch macht es Sinn, einen Haushaltsplan aufzustellen und sich danach zu richten.

Kassensturz: Wie viel Nettoeinnahmen bleiben übrig?

Es ist von Anfang wichtig die Finanzplanung der Familie möglichst realistisch zu überprüfen. Im ersten Schritt sollten jegliche Nettoeinnahmen erfasst werden. Einkommen des Partners, Kindergeld, Wohnbeihilfen und so weiter. Mit dieser Summe lässt sich arbeiten, um einen monatlichen Haushaltsplan aufzustellen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die Finanzplanung möglichst effektiv zu gestalten und sich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Statt unregelmäßiger Einkäufe beispielsweise, wird nur einmal pro Woche, um einen bestimmten Betrag eingekauft. Zudem empfiehlt es sich, jegliche Einnahmen auf einem Gemeinschaftskonto anzulegen, von dort aus jeder einen bestimmten Betrag überwiesen bekommt. So bleibt alles übersichtlich und ist gerecht in der ganzen Familie aufgeteilt. Neben dem Konto am besten noch ein Sparbuch eröffnen, auf das gleich zu Monatsanfang eine bestimmte Summe vom Gemeinschaftskonto aus überwiesen wird. Ob 50 Euro oder 500 Euro bleibt jedem selbst überlassen.

Video: Was kostet ein Kind? Der große Familien-Check (ZDF-Doku)

Die Ausgaben steigen Jahr zu Jahr

Im zweiten Teil des Finanzchecks geht es um die Ausgaben. Erstmals die fixen Ausgaben wie Miete, Versicherungen und weiter laufende Kosten, die abgedeckt werden müssen notieren. Zu beachten gilt, Babys brauchen weit weniger Geld als Schulkinder und Teenager. Gibt es kein Karenzgeld mehr, bleibt nur noch das Kindergeld übrig, deswegen ist es wichtig, hier in die Zukunft zu planen und bereits im Vorfeld an Lösungen zu denken.

Bsp: Nebenjob, Arbeiten von zuhause aus etc. Schulkinder benötigen nicht nur frische Kleidung, auch werden immer mehr Dinge verlangt, wie Laptops, Geld für Ausflüge oder monatliche Kosten für die Privatschule. Auch diese Ausgaben sollten von Anfang an, mit einberechnet werden. Es macht also keinen Sinn, das komplette Karenzgeld für Babysachen oder Urlaube zu verjubeln, wenn in einigen Jahren nichts Erspartes mehr vorhanden ist. Besteht beispielsweise die Möglichkeit, im Monat 200 Euro wegzulegen, ist bis zum Schulstart ein Betrag von etwa 14.400 Euro vorhanden. Damit lassen sich einige Schulkosten abdecken und es ist genügend Reservegeld für etwaige Ausgaben vorhanden.

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Kinder kosten Geld, jedoch lassen sich einige Ausgaben verringern. Viele Gegenstände und Kleidungsstücke sind Second-Hand ebenso brauchbar. Wer beim Discounter statt im Supermarkt einkauft, spart ebenso viel Geld. Statt einem Hotel tut es auch eine Ferienwohnung, wo auch das Essen günstiger ist als in einem Restaurant.

Auf das Wesentliche konzentrieren und in die Zukunft investieren

Als Familien Finanzminister in der eigenen Familie ist es notwendig, alle Mitglieder darüber aufzuklären, dass es nur ein bestimmtes Budget gibt. Es macht Sinn, Kinder bereits in jungen Jahren zum Sparen zu animieren, dass diese den Umgang mit Geld schneller lernen. Heut zu Tage wird so viel Geld in Markenwaren, ständig neue Technik und unnötigen Krimskrams investiert, dass kein Geld mehr zum Sparen übrig bleibt. Im Moment ist es wichtig, dass Kinder eine gute Bildung erhalten, die ihnen später am Arbeitsmarkt hilft. Statt zehn Weihnachtsgeschenke, tut es eines, dafür werden weitere 200 Euro in die Ausbildungskasse gelegt. Statt den Kindern alles zu verbieten, macht es Sinn, diese zu fördern und sie in den beruflichen Träumen zu unterstützen.

Für den Notfall gut vorbereitet

Ein Notgroschen ist wichtiger denn je, zudem sollten unterschiedliche Szenarien durchgespielt werden – zum Beispiel was bei einem Jobverlust passiert. Lässt es sich dann vom Arbeitslosengeld leben? Manchmal hilft es bereits, eine günstigere Wohnung zu beziehen und zwar dann, wenn diese nicht dringend benötigt wird. Im Notfall ist im Endeffekt alles geregelt und es kommt nicht zu unerwarteten Engpässen.

Titelbild: ©istock – XiXinXing

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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