Familienurlaub auf einem Hausboot – ein Erfahrungsbericht

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Vor allem den drei Jüngsten der Familie gefällt die Vorstellung, von einem sanft schaukelnden Schiff in den Schlaf gewiegt zu werden. Vor ihnen liegt ein Hausboot, dass für die nächsten beiden Wochen als schwimmendes Wohnmobil fungieren soll und sie durch die Wasserstraßen und Seen der Region chauffiert.

Ohne Bootsführerschein: Leinen los!

Hausboote dürfen in Deutschland nicht länger als 15 Meter sein und eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern nicht überschreiten. Auf dem 12-Meter-Boot haben die fünf Familienmitglieder mehr Platz, als in einem Wohnanhänger und so steht vor dem „Ankerlichten“ lediglich ein kleiner Fahrtest mit dem Vermieter auf dem Programm. Das beliebteste Wasserstraßen-Geflecht für Hausboote ist in Deutschland die Mecklenburgische Seenplatte, die sich im südöstlichen Mecklenburg erstreckt.

Hausboote können unkompliziert in Waren/Müritz geliehen werden (siehe www.yachtico.com). Für motorbetriebene Boote sind auch keine Vorkenntnisse erforderlich. Bevor das Boot in die Verantwortung des familiären Kapitäns übergeht, werden Grundkenntnisse vermittelt und das Einparken geübt. Mit der Charterbescheinigung in der Hand, steht der Flussreise nichts mehr im Wege.

Teamwork auf dem Wasser

Eine seemännische Weisheit besagt, dass ein Kapitän nur so gut sein kann, wie seine Crew. Gleitet man mit dem Hausboot sanft über herrliche Wasserstraßen, wird an das Verantwortungsbewusstsein kindlicher Matrosen appelliert. Begeistert helfen die drei Kinder beim Hinaushängen der Bootsfender und sind mächtig stolz, wenn sie für einen kurzen Moment das Ruder übernehmen dürfen. Oberste Priorität hat jedoch der Schutz der Nachwuchs-Kapitäne: Schwimmwesten sind an Bord Pflicht!

Alles was wichtig ist – die Ausstattung

Zusätzlich zu einer großen Wohnfläche bietet das Hausboot der Familie alle Annehmlichkeiten einer Ferienwohnung. Es befinden sich sanitäre Einrichtungen an Bord, der Strom betreibt Fernseher, Radio und Lichtschalter und in der Küche stehen Kühlschrank, Gas-Herd und Mikrowelle zur Verfügung. Auch in puncto Geselligkeit kommt die fünfköpfige Familie nicht zu kurz. Da sie sich abends sowieso nicht außerhalb der vielen Marinas aufhalten darf, finden die Kinder an den Spielplätzen derselben rasch neue Freunde und Mama und Papa üben sich im Fachsimpeln mit den Bootsnachbarn.

Von Liegeplatz zu Liegeplatz

Die Marinas entlang des Kanals sind für die Familie Campingplatz, Versorgungsstation und Supermarkt in Personalunion. Dazwischen sind die Fünf völlig frei in ihrer Urlaubsgestaltung und entdecken täglich neue Kleinode und Lieblingsbadestellen.

 

Bildquelle © crimson – Fotolia.com

Über den Autor

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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