DIY Mützen: So bringen Sie die Familie warm durch den Winter

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Mädchen mit selbstgestrickter Mütze
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Mützen gibt es in allen Varianten, die trotzdem nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen müssen. Die Farbe passt, aber das Material ist zu dünn? Die Wollstärke ist toll, aber bitte keine Kunstfaser? Die Lösung liegt im Griff zu den Nadeln und der Herstellung einer DIY Mütze.

Keine Angst vor den Nadeln

Einfache Wolle und Stricknadeln gibt es in jedem größeren Supermarkt. In Wollgeschäften oder Internetläden ist die Auswahl noch größer, auf Anfrage werden gesuchte Wollarten auch extra bestellt. Wer seine Familienmitglieder für den Winter mit einer DIY Mütze bestricken will und mit den Strickkünsten noch am Anfang steht, strickt die glatt rechte Version. In den Hinreihen rechts und in den Rückreihen links stricken. Auf ein Bündchen kann verzichtet werden, denn das Gestrick bildet bei diesem Strickbild einen Rollrand.
Wichtige Maße für die Mütze sind der Kopfumfang und die gewünschte Länge.
Mützen aus dicker Wolle halten bei Wind und Wetter warm. Wer es weder sportlich noch rustikal mag, kommt mit einer Lochmustermütze gut behütet durch den Winter. Für diese Musterart ist Sockenwolle bestens geeignet, da sie mit ihrem Schurwollanteil warm hält und mit einer Lauflänge von 210 Metern auf 50 Gramm Wolle dünn genug für ein Lochmuster ist. Ein breiter Rippenrand schützt die Ohren vor winterlicher Kälte, während der Rest der Mütze ein optisches Highlight ist.

Mützen – mit Bommel oder als Beanie?

Eine Bommelmütze – auch Pudelmütze genannt – hat bei Erwachsenen eine Länge von ca21 cm und schließt mit dem Oberkopf ab. Eine Beaniemütze wird in gleicher Weise gestrickt, sie ist nur wesentlich länger. Beanies werden aus dünnerer Wolle hergestellt, da sie mit mindestens 28 cm Länge im Nackenbereich enden und daher weich fallen müssen. Bommelmützen brauchen dagegen ein dickeres Material, um das Gewicht der Bommel tragen zu können.

Während Wollfasern wie Acryl oder Baumwolle nicht kratzen, kann Naturwolle bei sehr empfindsamen Menschen ein krabbelndes Hautgefühl hervorrufen. Das lässt sich leicht beseitigen, indem die Innenseite der fertigen DIY Mütze vorsichtig mit einer Waschbürste bearbeitet wird. Mit sanften Handbewegungen wird über das Gestrick gefahren, wodurch Fasern aus dem Strickfaden gestrichen und parallelisiert werden.

Der so entstandene Flor ist krabbelfrei und sorgt auch bei natürlichen Wollfasern wie Alpaka, Schafwolle oder Kaschmir und Angora für perfekten Tragekomfort.

Video: DIY Mütze nähen für Anfänger – Wendemütze, Beanie aus Jersey – pattydoo Schnittmuster

Muster mit der offener Stricktechnik

Strukturmuster aus linken und rechten Maschen, Patentstrick oder unterschiedliche Farben machen aus jeder Mütze ein Unikat. Normalerweise wird mit einem Nadelspiel gearbeitet, da Mützen in geschlossenen Runden gestrickt werden. Wem diese Arbeitsweise fremd ist, greift auf die Rundstricknadel zurück und strickt eine „offene“ Mütze. Dazu werden Hin- und Rückreihen gestrickt und die Kanten am Schluss mit dem sogenannten Matratzenstich „unsichtbar“ zusammengenäht. Dadurch fällt die rückwärtige Naht nicht auf.

Mit dieser Technik ist es auf für Anfänger leicht, plastische Muster für die Wintermütze zu verwenden. Beim Stricken in Runden muss der Musterversatz bei Patentmaschen oder kraus rechter Strickweise am Anfang jeder Runde beachtet werden. Bei der offenen Strickweise gibt es diese Probleme nicht.

Individualität gegen industrielle Massenproduktion

Eine DIY Mütze ist immer etwas Besonderes. Wunschfarben und – muster können nach Vorgabe umgesetzt werden und schlagen industriell hergestellte Kopfbedeckungen um Längen. Mützen von der Stange werden meist aus Chemiefasern wie Acryl hergestellt, die zwar pflegeleicht sind, aber keinen natürlichen Tragekomfort vermitteln. Mützen aus hochwertigen Naturfasern wären von der Stange kaum bezahlbar. Selber gestrickt sind sie kostengünstig und gleichzeitig unbezahlbar.
Titelbild: ©iStock.com – AmeliaFox

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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