Computerspiele für Kinder – darauf sollten Sie achten!

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Computerspiele haben sich binnen 50 Jahren zu einer der wichtigsten Freizeitgestaltungsformen entwickelt und sind aus dem Leben der jüngeren Generation nicht mehr wegzudenken. Aufgrund der Vielfalt der Games sollten Eltern genau hinsehen, was ihre Kinder spielen, denn Gewalt hat im Kinderzimmer nichts verloren!

Gitarrenhelden und Fußball: Sport und Musik

Seit einigen Jahren konzipieren Hersteller Spiele, bei denen der Gamer durch ganzkörperliche Aktivität das Geschehen steuern kann. Tanzend und singend darf er sein Können unter Beweis stellen oder gar mit Freunden gemeinsam Choreografien erarbeiten. Bei Donkey Konga sind zwei Trommeln mit der Wii verbunden. Mittels Farbeinblendungen erfolgt die Anweisung, ob eine oder beide Trommeln geschlagen werden müssen oder in die Hände zu klatschen ist. Ganz ähnlich verhält es sich bei Guitar Heroes. Die Spieler müssen mit einem Controller ein Lied möglichst originalgetreu nachspielen und erringen damit Punkte. Musikalität und Rhythmusgefühl werden gefördert und wer sich bei Just Dance geschickt bewegt, kann sogar ein Tanzduell gegen einen weiteren Mitspieler gewinnen.

Es gibt allerdings auch Tanzspiele wie Samba de Amigo, bei denen es auch Pluspunkte für laszive Moves gibt. Wer nicht möchte, dass die fünfjährige Tochter gekonnt mit dem Hintern wackelt, sollte derartige Rubriken sperren. Generell können diese Art Computerspiele für Kinder aber als unproblematisch angesehen werden. Sie fördern die Koordination, bringen vielleicht das ein oder andere Sangestalent zu Tage und wer gerne Fußball vor dem Bildschirm spielt, wird die Schusstechnik Maradonas üben.

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Ego-Shooter im Kinderzimmer

Die Computerspielbranche erzielt das Gros ihrer Umsätze mit sogenannten Ego-Shootern. Dabei streift der Gamer durch eine virtuelle Welt und schießt mit allzeit gezückter Waffe auf alles, was sich bewegt. Die realitätsnahen, brutalen Bilder, die dabei entstehen können von einem jungen Geist noch gar nicht verarbeitet werden. Ihn würden die Schlachtszenen aus Painkiller, Soldier of Fortune oder Battlefield Hereos im Traum verfolgen. Wünscht sich das Kind ein Computerspiel, müssen Eltern die Beschreibung dessen genau studieren. Beispielsweise auf dieser Seite über das Spiel Battlefield Hereos wird detailliert geschildert, wie das Spiel abläuft und welche Aufgaben der Gamer zu bewältigen hat. Lesen Sie diese Beschreibung aufmerksam durch, werden Sie zu dem Schluss kommen, dass dieses erst ab 18 Jahren zu empfehlen ist. Ähnliches gilt für die Beat ‚em ups. Wörtlich übersetzt bedeutet diese Genre „Schlag sie zusammen„. In diesen Spielen kommen zwar in der Regel keine Waffen zum Einsatz, aber die Fäuste fliegen und Blutfontänen spritzen über den Bildschirm.

Mädchen Ratgeber

Computerspiele für Kinder: Auf die Gestaltung kommt es an!

Jugendliche und Kinder sind nicht nur von den gewaltverherrlichenden Sequenzen mancher Games überfordert. Auch die schnelle Bildfolge überanstrengt die Psyche. Je kleiner die Computerspieler, desto ruhiger und einheitlicher sollte die Gestaltung sein. Von einer fröhlichen Melodie unterlegt, auf das Wesentliche beschränkt und mit nicht zu vielen Auswahlmöglichkeiten versehen, darf die kindliche Neugierde in der Addy-Reihe gestillt werden. Bei Lernspielen wie Don Cato erfahren Grundschüler Wissenswertes über die Natur Deutschlands. Größere Gamer können mit viel Geschicklichkeit den Oregon Trail leiten und dabei in die Welt eines US-amerikanischen Siedlertracks eintauchen. Viele Computerspiele für Kinder machen auch den Eltern Freude. Mit Mama und Papa gemeinsam eines der Quizgames bewältigen oder ein Strategiespiel erleben – wer genau hinsieht und sich für die Freizeitgestaltung des eigenen Kindes interessiert, wird vielleicht das eine oder andere persönliche Lieblingsspiel entdecken. Computerspiele sind per se eine Bereicherung, hat man das Altersentsprechende ausgewählt.

Video: Computerspiele und Erziehung „Hamburg immer anders!“

 

Interessen berücksichtigen und Talente fördern

So klug die Fragen bei den Quizgames sind, sind sie doch erst für Schulkinder ein großer Spaß. Eltern müssen stets im Auge behalten, wie alt ihre Sprösslinge sind und welches Genre ihre persönlichen Neigungen trifft. Auch ein Strategiespiel kann spannend und actionreich sein, da braucht es keine Gewehrläufe!

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Foto © Zurijeta – Shutterstock.com

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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