Au Pair für meine Kinder – Erleichterung oder noch mehr Aufwand?

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Au Pair Mädchen
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Ein Au-Pair-Mädchen oder aber auch einen -Jungen zu engagieren, schenkt den Gasteltern mehr Freiräume. Damit beide Seiten mit der Situation zufrieden sind und sich die Kosten-Nutzungsrechnung in der Waage hält, müssen zuvor genaue Absprachen getroffen werden.

Kernkompetenz eines Au Pairs: Die Kinderbetreuung

Als Hauptaufgabe des zumeist ausländischen Gastes ist die Umsorgung der Sprösslinge zu sehen. Die Gasteltern sollten deshalb ausführliche Auskünfte darüber geben, wie alt die Kinder sind und welche Aufgaben und Anforderungen damit einhergehen. So haben sich die anfallenden Arbeiten zu großen Teilen um die Belange des Familiennachwuchses zu drehen. Die Zubereitung des Frühstücks für die Kleinen, das Hinbringen und Abholen von Schule und/oder Kindergarten sowie die nachmittägliche Freizeitgestaltung können in die Verantwortung des Au Pairs abgegeben werden. Gemeinsame Spaziergänge im Park, ein Ausflug ins Schwimmbad, die Kinder zu waschen, bettfertig zu machen oder mit ihnen in die Musikschule, zum Sport sowie zum Nachhilfelehrer zu fahren, gehört überdies dazu. Sind die Eltern zu Hause, tragen sie wieder die Verantwortung und das Au Pair darf Feierabend machen. So vertritt der Gast Mama und Papa und erleichtert selbigen den Tagesablauf enorm.

Video: Spiegel TV Reportage – Abenteuer AuPair

Pflichten im Haushalt: Das Missverständnis vieler Gasteltern

Weil das Hauptaugenmerk des Au-Pair-Daseins auf die Kinder gelegt ist, darf eines nicht übersehen werden: Die jungen Damen und Herren sind keine billigen Putz- und Haushaltshilfen! Wer in dieser Hinsicht ein Rundumsorglos-Parket erwartet, wird enttäuscht und traumatisiert unter Umständen den Gast. Kleine Einkäufe zu übernehmen ist sicherlich für kaum ein Au Pair ein Problem – der wöchentliche Großeinkauf allerdings liegt weiterhin in den Händen der Gastgeber. Gleiches gilt beim Kochen.

Das Mittagessen für die Kinder aufwärmen oder kleine, unkomplizierte Speisen zubereiten, gehört dazu. Für die ganze Familie den Kochlöffel zu schwingen indes nicht. Sind die Sportklamotten des ältesten Sohnes dreckig und verschwitzt, hat das Au Pair die Waschmaschine anzuschalten. Deswegen sich zusätzlich um das Bügeln der väterlichen Hemden zu kümmern, wäre zu viel verlangt. Geht es allerdings um Verunreinigungen, die durch das Au Pair entstanden sind und schreit das Kinderzimmer nach ein wenig Ordnung, ist das Recht auf der Seite der Gasteltern.

Kulturaustausch und der gegenseitige Nutzen

Besprechen die Gastgeber mit ihrem zeitweiligen Schützling den Tagesablauf exakt und freundlich durch, herrscht Klarheit. Es geht nicht nur darum die Kinder in guten Händen und sicher versorgt zu wissen. Sowohl das Au Pair wie auch die gesamte Familie soll Zugang zu einer anderen Lebensweise erhalten. Plappern die lieben Kleinen schon nach kurzer Zeit fröhlich in Englisch, Spanisch oder Italienisch vor sich hin und tut sich das Au Pair mit den Feinheiten der deutschen Grammatik leichter, ist beiden Seiten geholfen.

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Auch in Sachen Kochkünsten lernt der Nachwuchs unbekannte Geschmäcker kennen und entdeckt vielleicht seine Leidenschaft für die chinesische oder argentinische Küche. Zu erwarten, dass sich der Gast nahtlos in die Familie einfügt und keine Neuerungen mit sich bringt, ist Augenwischerei. Doch wer sich am Beginn des Aufenthalts ein bisschen Zeit nimmt, kann sich schon nach wenigen Tagen auf ein kompetentes neues Familienmitglied berufen, das selbstverständlich auch als solches zu behandeln ist.

Eine echte Hilfe und wahre Freundschaften

Traumberuf Au PairAlles rund um das Thema Kinderbetreuung abgeben zu dürfen, hilft Eltern ihren Alltag leichter zu organisieren. Wird dem Au Pair das Gefühl gegeben, geschätzt und willkommen zu sein, kann sich daraus eine lebenslange Verbundenheit entwickeln, von der auch die Kinder profitieren.

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Bildquelle: ©iStock.com/Antonio_Diaz, ©iStock.com/SbytovaMN

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Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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