SSW 37. Schwangerschaftswoche – Krampfadern in der Schwangerschaft

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Kompressionsstrümpfe gegen Krampfadern
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Die Bildung von Krampfadern in der 37. Schwangerschaftswoche (SSW 37) ist keine Seltenheit. Mit einigen Verhaltensregeln kann der Krampfaderbildung erfolgreich entgegengewirkt werden.

SSW 37 Bewegung und Ruhe im Wechsel

Aufgrund des immer größer werdenden Embryos in der Gebärmutter drückt diese auf die Vene Cava, auch untere Hohlvene genannt. Diese Vene versorgt nicht nur den Unterleib, sondern auch die unteren Extremitäten mit Blut. Drückt das Gewicht des heranwachsenden Babys im Mutterleib auf diese Vene, steigt der Blutdruck in den Beinen. Die Beinvenen werden somit physikalisch unter Druck gesetzt. Ärzte empfehlen Schwangeren viel Bewegung, häufiges Hochlegen der Beine, auch während der Schlafphase. Ab der Schwangerschaftswoche 36 sollte der Druck auf die Beinvenen so gering wie möglich gehalten werden. Das Baby ist dann schon recht groß und der Druck auf die Beinvenen steigt stetig an. Immer wieder kurze Spaziergänge im Wechsel mit einer Ruhephase sind empfehlenswert.

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Progesteron sorgt für Elastizität

In der Schwangerschaftswoche 37 stehen die Beinvenen besonders unter Druck. Sie weiten sich extrem aus, da sie durch das Schwangerschaftshormon Progesteron, das sich im Körper jeder Schwangeren befindet, entspannt werden. Nicht nur die Wände der Blutgefäße sind bei Schwangeren elastischer und weicher, sondern auch die Spannung des Bindegewebes ist geringer. Dies muss auch so sein, damit sich das Bauchgewebe weiten kann, wenn das Baby heranwächst. Normalerweise komprimiert das feste Bindegewebe der Beine die Beinvenen, um das Risiko von Krampfadern gering zu halten. In der SSW 37 ist das allerdings nicht mehr möglich. Die Beinvenen können sich unkontrolliert ausdehnen.

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Kompressionsstrumpfhosen können Abhilfe schaffen

Schwangere, die Krampfadern in der Schwangerschaft vorbeugen möchten, sollten schon ab der 12. Schwangerschaftswoche Kompressionsstrumpfhosen tragen. Da die Gefahr der Entwicklung von Krampfadern in der Schwangerschaft auch den Krankenkassen bekannt ist, werden die Kosten für die Anpassung und Anfertigung von Kompressionsstrumpfhosen von der Kasse übernommen. Die Kompressionsstrumpfhose wird laservermessen und speziell gefertigt. Sie muss sehr eng sitzen, um die Aufgabe des Bindegewebes im Beinbereich übernehmen zu können. Das Anziehen ist nicht einfach und fällt schwer, besonders ab der SSW 37, wenn der Bauch recht viel Platz benötigt. Fachleute empfehlen das Tragen von festen Haushaltsgummihandschuhen beim Anziehen der Kompressionsstrumpfhosen. Diese werden im Übrigen speziell für Schwangere gefertigt, mit einem besonders weichen Bauchteil, damit auch in der 37. Schwangerschaftswoche nichts drückt oder zwickt.

Eine frühe Vorbeugung kann hilfreich sein

Schwangere, die sich während der gesamten Schwangerschaft an die Vorgaben halten, können erfolgreich Krampfadern vorbeugen. Sobald die Risiken bekannt sind, sollte reagiert werden. Sind die Krampfadern erst einmal entstanden, gehen sie in der Regel nicht von alleine zurück. Daher sollte die Entstehung nach Möglichkeit vermieden werden. Viel Bewegung, das Hochlegen der Beine um den Druck auf die Vene Cava zu senken und das Tragen von Kompressionsstrumpfhosen ist empfehlenswert. Kompressionstrümpfe sind auch möglich, die sind aber häufig unbequem, da sie schneller rutschen und dann einschneiden können.

Video: Krampfadern und Wadenkrämpfe – Tipps & Ratschläge Iris Edenhofer

Foto: © JPC-PROD – Fotolia.com

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Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

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