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Weltfrauentag: Spannende Fakten über den langen Weg der Emanzipation der Frau

Am 8. März ist Weltfrauentag und stellt die Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft jährlich in den Mittelpunkt. Starke Frauen, die einen langen Weg hinter sich gebracht haben und hart für die Emanzipation gekämpft haben, haben der heutigen Frau den Weg geglättet, doch gut ist noch lange nicht alles. Nicht überall auf der Welt herrscht Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, ein Grund mehr am Frauentag daran zu erinnern, dass es immer noch gegen Unterdrückung und Unrecht zu kämpfen gilt.

Starke Frauen in der Geschichte

Die Stellung der Frau in Europa ist erstaunlich fortschrittlich, wenn man verschiedene historische Aspekte betrachtet. Bis 1918 durften Frauen in Deutschland noch nicht einmal wählen und heute ist die Chefin der Bundesregierung eine Frau. Angela Merkel ist die erste Kanzlerin und hat damit einen entscheidenden Meilenstein in der Geschichte der Emanzipation der Frau geschaffen, indem sie eine der letzten Männerdomänen durchbrochen hat.
Doch das Kanzleramt und Angela Merkel, die es inne hat, steht am Ende einer langen Kette von Frauenrechtlerinnen, die sich überall auf der Welt einen Namen gemacht haben und unvergessen sind. Dazu gehören:

Ohne diese tapferen Aktivistinnen wäre die Emanzipation der Frau nicht annähernd so weit fortgeschritten, doch was hat eigentlich dazu geführt, dass Frauen nicht mehr nur die Heimchen am Herd sein wollten?

Die Emanzipation der Frau – eine Frage der Revolution

Nämlich der französischen Revolution, in der Freiheit und Gleichheit skandiert wurde – allerdings nur für Männer. Die darauf folgende Frauenbewegung führte nach mehr als einem Jahrhundert schließlich dazu, dass das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde, in Deutschland geschah dies erst 1918. Das erste Frauenwahlrecht überhaupt wurde übrigens
schon 1853 in Velez, Kolumbien eingeführt, in Saudi Arabien sollte es erst bis 2015 passieren. Daran ist zu erkennen, dass die Emanzipation der Frau längst noch nicht in allen Ländern Einzug gehalten hat und das Wahlrecht war auch nur ein Meilenstein, den es zu bewältigen gab.
Geburtenkontrolle, gleiches Gehalt bei gleicher Arbeit, gleiche Schulbildung – Dinge die eigentlich selbstverständlich sein sollten, sind es teilweise bis heute nicht.

Von Trümmerfrau über Wirtschaftswunder bis Elterngeld

Der Weltfrauentag hat also seine Heldinnen und kurz vor dem zweiten Weltkrieg kam er auch in Deutschland an. Seit 1926 feiert man den Weltfrauentag am 8. März hierzulande, ein wichtiges Datum, vor allem nach den Kriegsjahren. Während die Männer an der Front kämpften, hielten die Frauen zuhause die Stellung. Sie übernahmen „Männeraufgaben“, arbeiteten sogar in Rüstungsfabriken und als der Krieg vorbei war, war Frau nicht mehr gewillt im Petticoat den Haushalt zu erledigen und ihrem Mann treu zu folgen. Der zweite Weltkrieg hatte also eine wichtige Rolle in der Emanzipation der Frau, denn erstmals konnten sie tatsächlich unter Beweis stellen, dass es auch ohne Männer geht und das wollte man sich nicht mehr wegnehmen lassen.
Dennoch wurde aus den Trümmerfrauen, die auch nach dem Krieg aufräumten, in den Zeiten des Wirtschaftswunders wieder die braven Hausfrauen, da der Mann als Alleinverdiener genug Einkommen erzielte und die Frauen nicht mehr arbeiten mussten. Ein Mann konnte damals seiner Frau sogar verbieten arbeiten zu gehen.
Die Studentenbewegung 1968 und der Kampf gegen den Paragraph 218 in den siebziger Jahren brachte die Emanzipation wieder ein Stück weit voran. 1974 wurde das Gesetz gegen Abtreibung geändert, Alice Schwarzer war eine der Rädelsführerinnen in diesem – für damalige Verhältnisse – Skandal.


Bis heute jedoch ist das gesellschaftliche Ungleichgewicht vorhanden, Dinge, wie Frauen in Ministerämtern oder das Elterngeld, bei dem Väter stärker in die Verantwortung der Kinderbetreuung einbezogen werden sollen, können nicht darüber hinwegtäuschen.

Starke Frauen kämpfen weiter

Die Missstände in Deutschland mögen gering erscheinen im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen so gut wie keine Gleichberechtigung herrscht. Aber damals wie heute wird es Frauen geben, die für die Emanzipation einstehen und die Welt immer wieder ein kleines Stück besser machen.

Video: 1977: Emanzipation der Frau


© Titelbild: iStock.com – DeanDrobot

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Michaela Lieber :Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.