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Warum feiern wir Weihnachten?

Hohoho! Es ist für viele ein ganz besonderes Fest, das gemeinsam mit der Familie gefeiert werden soll: Weihnachten. Welche Bedeutung das Fest der Liebe hat, warum es gefeiert wird und woher der Mythos vom Weihnachtsmann stammt.

Das heilige Fest und seine Bedeutung

Es bedeutet so viel wie „heilige Nächte“ und ist neben Ostern und Pfingsten eines der bedeutendsten Feste des Christentums: Weihnachten. Kommen die Menschen in Deutschland an Heiligabend (24. Dezember) im Kreise der Familie zusammen, um die Geburt Jesu Christi zu feiern, läuten sie damit den eigentlichen Festtag am 25. Dezember ein. In zahlreichen christlichen Ländern gelten daher sowohl der 25. als auch der 26. Dezember als gesetzliche Feiertage.

Fakt ist: Jesus Christus wurde – laut der Bibel – von der Jungfrau Maria in einem Stall bei Bethlehem geboren. Da dem Todestag in der damaligen Zeit weitaus mehr Bedeutung beigemessen wurde, steht über den Zeitpunkt der Geburt nichts in der Heiligen Schrift. Wurden zuerst noch Tage im Frühjahr als Geburtstag des Jesuskindes deklariert, legte Papst Julius I. im 4. Jahrhundert den 25. Dezember fest. Die Kirche griff damit die Licht-Symbolik auf. An diesem Tag wurde auch der Sonnengott von den Römern geehrt. Deshalb wird Jesus auch heute noch als Lichtbringer gefeiert.

Nikolaus, Christkind & Co. – das steckt dahinter

Während heute in katholischen Familien meist das Christkind die Geschenke bringt, erwarten Kinder aus protestantischen Familien voller Freude die Ankunft des Weihnachtsmanns.

Dass Kinder am Nikolaustag beschenkt werden, war schon im Mittelalter gang und gäbe. Der Tag der Bescherung wurde erst später durch Martin Luther und die Protestanten auf Weihnachten verschoben. Der Grund: Die Menschen sollten keine Heiligen wie den Nikolaus mehr verehren. Vielmehr sollten die Geschenke vom „Heiligen Geist“ selbst kommen. Das Christkind, welches von Martin Luther erfunden wurde, hat heutzutage nicht mehr viel mit dem Jesuskind selbst zu tun. Wer einer der zahlreichen Legenden um den Weihnachtsmann glaubt, der geht davon aus, dass er seinen Ursprung im heiligen Nikolaus von Myra hat.

Weihnachtliche Bräuche – woher kommen sie?

Der Christbaum
Sie gilt als Symbol des Lebens und darf an Weihnachten in keinem Haushalt fehlen: die Weihnachtstanne. Wurden die immergrünen Zweige der Nadelbäume im antiken Rom noch als Schutz- und Glücksbringer zu besonderen Anlässen verschenkt, setzte sich im Christentum Mitte des 14. Jahrhunderts zunehmend mehr der Brauch durch, einen kompletten Baum aus dem Wald zu holen und festlich zu schmücken.

Die Weihnachtskrippe
Sie stellen nicht nur die Geburt Jesu, sondern auch unterschiedliche Szenen aus dessen Leben dar: Krippen, wie sie oftmals schon während der Adventszeit aufgestellt werden. Während Figuren wie Maria, Joseph, die Heiligen Drei Könige und Tiere wie Esel oder Ochse schon vor Heiligabend platziert werden, wird das Christuskind selbst erst am 24. Dezember in der Weihnachtskrippe gezeigt.

Das Festmahl
Egal ob Weihnachtsgans oder Karpfen: Zum Weihnachtsfest gehört für die meisten Familien auch das Festessen. Läutet die Martinsgans zu Sankt Martin die Fastenzeit ein, so endet diese traditionell mit der Weihnachtsgans.

Weihnachten – das Fest der Liebe


Die Advents- und Weihnachtszeit übt seit jeher eine Faszination auf viele Familien aus. Gebastelte Sterne oder glänzender Baumschmuck sorgen für Gemütlichkeit in der kalten Jahreszeit und der Heilige Abend sowie der 25. und 26. Dezember werden mit ihren Bräuchen zu den wichtigsten Feiertagen des Jahres. In diesem Sinne – eine schöne und besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit!

Titelbild: ©iStock.com – AlexRaths

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Michaela Lieber :Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.