Puppenhäuser für Kinder: Vielfältige Spielmöglichkeiten abseits von Smartphone und Co

0
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertunge(n), Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Sich eine eigene Traumwelt ersinnen, in der alles den Regeln des kindlichen Bespielers folgt – ein Puppenhaus offeriert unendliche Optionen des Gestaltens! Im Gegensatz zu vielen heute populären, digitalen Spielen schreibt die Puppenstube ihrem Besitzer nur wenig vor; im Gegenteil: sie meint geradezu eine Aufforderung zur Selbstbestimmtheit!

Seit Jahrhunderten bewährt: Das Puppenhaus

Schon im 16. Jahrhundert wurden die ersten Puppenhäuser für den Adel gestaltet. Allerdings waren jene kleinen Kunstwerke weniger als Spielzeug, denn als Anschauungsobjekte konzipiert. Zwei Jahrhunderte später, genauer gesagt zur sogenannten Biedermeierzeit entdecke die reiche Bürgerschicht dieses niedliche Kinderzimmervergnügen für sich. Für wohlbehütete Töchter aus gutem Hause ließen Eltern das eigene Domizil in kleinerem Maßstab nachbauen. Die Mädchen sollten damit auf ihre spätere Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet werden. Doch nicht nur sie spielten gerne mit den Miniaturen.

Auch Jungen entdeckten die Puppenhäuschen für sich und so kam es zur Entwicklung einer enormen Bandbreite. Von der klassischen Wohnstube, über Herrschaftshäuser mit angeschlossenem Gestüt bis hin zu Mehrfamilienblöcken inklusive Geschäftsräume und integrierter Autowerkstatt – der Mannigfaltigkeit sind kaum Grenzen gesetzt. Wurden Puppenhäuser vormals häufig in Eigenregie von handwerklich talentierten Großvätern hergestellt, bietet dieser Tage der Handel entzückende Modelle aller Couleur an.

Video: Basteln fürs Kinderzimmer: So bauen Sie ein Puppenhaus

Der Fantasie freien Lauf lassen

Mit dem Smartphone oder der X-Box herumzuspielen gestattet innerhalb eines ganz klar abgesteckten Rahmens zu agieren. In einem Puppenhaus ist hingegen alles möglich. Wer beispielsweise unter mein-deal.com ein ebensolches bestellt, darf sich individuelle Geschichten ausdenken und kann vom Teddy bis zur Barbie-Puppe jeden daran teilhaben lassen. Egal ob ganz klassisch in der Mini-Wohnstube eine Vater-Mutter-Kind-Szene gespielt wird oder aber die Bauernhoftiere aus der Spielkiste die Regie im Puppenhaus übernehmen – erlaubt ist was gefällt. Umgestalten, neu einrichten, Räume zweckentfremden und dazu bauen; das “Haus in klein” regt die Fantasie an. Gibt das digitale Spiel genau vor, welche Aufgabe zu erfüllen ist, um Punkte einzuheimsen oder einen Rekord zu brechen, darf sich im Puppenhaus das Spielziel kreativ gesucht werden. Daher steht im Fachhandel auch ein großes Sortiment an möglichen Inneneinrichtungen zur Verfügung. Den Friseursalon im Erdgeschoss in einen Tante-Emma-Laden zu verwandeln erfordert Fingerfertigkeit und macht Spaß!

Im Puppenhaus Erlebtes nachspielen

Der kindliche Geist braucht Freiräume, die positive wie negative Erfahrungen verarbeiten lassen. Während mit dem Smartphone in der Hand eher die Funktion “Verdrängung” aktiviert wird, lädt die Puppenstube zur Auseinandersetzung mit einer bestimmten Thematik ein. Und zwar auf kindliche Weise. Die Kleinen spielen sich alles von der Seele und ahmen elterliche oder geschwisterliche Verhaltensweisen an den Bewohnern dieses Miniaturhauses nach. Das Zubettgehen wird an den Puppen mit Mamas strenger Stimme nachempfunden und kam es in der Schule oder am Spielplatz zum Streit, kann dieser dort auch zwischen zwei Protagonisten ausgefochten werden.

Mädchen Ratgeber

Kinder lernen durch nachmachen

Kinder lernen durch nachmachen und weil sie über ihre Emotionen noch nicht so wortgewandt Auskunft geben können wie Erwachsene, lohnt es als Mama oder Papa genau zuzuhören, welche Rollen von der Tochter, dem Sohn verteilt werden. Doch es geht längst nicht nur um Spannungen, die sich abbauen lassen. Auch Freude kann spielerisch zum Ausdruck gebracht werden.

Friedliches Nebeneinander der Spielwaren

Die moderne Zeit verlangt das Beherrschen der Neuen Medien. Doch dürfen Eltern nebst Computer und Handy auch die altbewährten Spielsachen nicht vergessen. Ein förderliches und abwechslungsreiches Nebeneinander beider Optionen hilft Kindern dabei zu starken Persönlichkeiten heranzuwachsen, die gelernt haben sich frei zu entfalten.

Titelbild: © istock.com – gregoryelang

Über den Autor

Michaela Lieber

Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.

Keine Kommentare