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Ab wann sind Smartphones für Kinder nötig?

Es sind zwei kleine Kinder zu sehen, die am Smartphone sind.

Ob Musik hören, Fotos machen oder einfach zur Kommunikation: Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und auf der Wunschliste von Kindern weit oben. Ab wann ein Smartphone für Kinder Sinn macht und was Eltern rund um das Thema Handynutzung beachten sollten.

Smartphones für Kinder: Fluch oder Segen?

Moderne Handys sind sehr praktisch, keine Frage! Ob es der verpasste Bus ist oder ein anderes unvorhergesehenes Ereignis – Ein Kind, das im Besitz eines Mobiltelefons ist, kann problemlos zu Hause anrufen. Doch ab wann das Smartphone für Kinder Sinn macht, hängt vom jeweiligen Nutzen ab. Allerdings ist für die Kids selbst die Kommunikation per Whatsapp, SMS oder über die Apps der sozialen Netzwerke wichtiger als das reine Telefonieren.

Grundsätzlich gilt: Ein Grundschulkind benötigt in der Regel noch kein eigenes Handy! Tipp: Wer sich jedoch sicherer fühlt und das Kind im Notfall stets sofort erreichen möchte, der kann es mit einem Notfallhandy ausstatten.
Die Geräte beinhalten keinerlei technischen Schnickschnack, dafür aber nützliche Sicherheitsfunktionen wie eine Notfalltaste und können von beunruhigten Eltern sogar via GPS geortet werden. Gut zu wissen: Notfallhandys können wie jedes andere Mobiltelefon auch angerufen werden – dem Kind stehen jedoch nur die Rufnummern zur Verfügung, die von den Eltern auf dem Gerät abgespeichert wurden.

Smartphone & Co. – welches Dosis für welches Alter?

Ab wann macht ein Smartphone für Kinder Sinn? Für Schulkinder ab zehn Jahren ist das eigene Handy geeignet. Im Alter von 12 bis 13 Jahren besitzen die meisten Kinder ein Smartphone – und das ist auch gut so! Ein Mobiltelefon nur aus dem Grund anschaffen, weil die Freunde des Kindes auch ein eigenes Gerät besitzen? Davor scheuen sich Eltern nicht selten. Tatsächlich aber dient das Smartphone dem Nachwuchs zur Kommunikation und dem Austausch mit Freunden und Klassenkameraden. Wer dem Kind diese Möglichkeit verweigert, macht es leider auch schnell zum Außenseiter.

Tipp: Im Vorfeld gemeinsam mit dem Kind feste Regeln und Zeiten für die Nutzung des Handys festlegen! So verhindern Eltern effektiv, dass das Smartphone lediglich aus reiner Langeweile genutzt wird. Zudem sollten sich Eltern in einem gesunden Maß dafür interessieren, was ihr Kind im Netz genau treibt.

Video: Ein Handy fürs Kind? Hier ist die Checkliste! The Walking Dad #15

Smartphones für Kinder: Tipps für Eltern

Kein Internet

Surfen tabu! Um dem Kind deutlich zu machen, dass das erste eigene Smartphone ausschließlich zum Telefonieren gedacht ist, können Eltern den Internetzugang (vorerst) sperren.

Prepaid-Tarif

Karte leer? Besonders jüngere Handybesitzer bekommen mithilfe der praktischen Prepaid-Karten für das Mobiltelefon ein Gefühl fürs Geld. Der Grund: Ist das Guthaben aufgebraucht, kann auch nicht mehr telefoniert werden.

Eigenbeteiligung

Muss das Kind einen Teil seiner Handykosten vom Taschengeld bezahlen, lernt es das Gerät zu schätzen und den verantwortungsvollen Umgang damit. Win win!

Regeln aufstellen

Eltern sollten die Nutzungszeiten für das Smartphone von Anfang an beschränken und darauf bestehen, dass das Gerät beim Essen oder in der Schule lautlos gestellt wird.

Wischen, ziehen, tippen – das eigene Smartphone für Kinder

Eine Kindheit ohne Whatsapp & Co.? In der heutigen Zeit unvorstellbar. Eltern sollten die digitalen Medien jedoch nicht verteufeln und ihrem Kind die Handynutzung zugestehen – natürlich in einer altersgerechten Dosis. Ab wann das Smartphone für Kinder wirklich nötig ist, liegt in der Entscheidung der Eltern. Damit das Mobiltelefon sinnvoll genutzt wird und nicht für familiären Frust sorgt, sollten Eltern ein paar grundsätzliche Handy-Regeln aufstellen – und zwar vor dem Kauf!

Titelbild: iStock © – Chalabala

Impressum
" Michaela Lieber : @https://twitter.com/MichaelaLieber Seit Maximilian am 12. März 2010 das Licht der Welt erblickte, hat sich in meinem Leben viel verändert. Diese Erfahrungen teile ich gern. Als Redakteurin in meiner täglichen Arbeit, wie im privaten Umfeld.."